Du hast ja hier schon sehr viel guten Input bekommen. Und ich schließe mich im übrigen vor allem PizzaPepperonis Beitrag an: Diese Begegnung zeigt dir vor allem sehr deutlich, wie viel in deiner Ehe im Argen liegt und zwar vor allem mehr auf der emotionalen Ebene als auf der rationalen.
Das ist ja eigentlich auch für niemanden ein Geheimnis. Du hast vor langer Zeit schon einen Thread eröffnet, in dem es darum geht, dass du immer wieder mal Zweifel daran hegst, ob deine Ehe überhaupt noch zu halten ist.
Zweifel, die du dann nach einer jeweiligen Phase immer wieder selbst wegwischst. Und ja, das ist völlig normal. Ich kenne das Hin und Her, wenn man in so einer Verbindung steckt und dies auch noch mit Kindern:
Da kommen immer wieder Momente, in denen man eigentlich weiß, dass es nicht mehr geht (so wie du vor ein paar Wochen erst gerade wieder) und dann kommen wieder ein paar bessere Tage, in denen man das alles wegrationalisiert und sich fast sicher ist, dass man doch damals (in der sehr schlechten Phase) übertrieben habe und alles doch gar nicht so schlimm ist.
Aber im Grunde hast du deine Zweifel an deiner Ehe schon seit langer Zeit. Und das meiner Meinung nach durchaus zu Recht.
Deshalb bin ich wirklich sehr über die folgende Stelle in deinem Eingangspost gestolpert:
Zitat von thegirlnextdoor: Klar ist trotzdem, dass da nie was sein wird - es sei denn mein Mann würde am Ende doch noch zuviel bekommen und hinschmeißen (was er ja vor ein paar Wochen tatsächlich tun wollte, aber jetzt ja doch nicht mehr.)
Wieso kann deine Ehe nur dann beendet werden, wenn dein Mann hinschmeißt und es sich nicht wieder - wie erst kürzlich - anders überlegt?
Wieso ist es für dich so ausgeschlossen, dass du hinschmeißt, weil es dir irgendwann einfach reicht?
Geht es dir da wirklich um Liebe zu ihm? Oder geht es dir vielmehr um diffuse Schuldgefühle?
Ich frage das deshalb, weil ich so einige Leute kenne, denen es so geht: Die sind wirklich im Ganzen gesehen (von besseren Phasen mal abgesehen, in denen sie sich alles wieder halbwegs schönreden können) grob unglücklich, warten aber mehr unbewusst als bewusst darauf, dass doch der andere Partner bitte hinschmeißt, weil sie selbst mit der "Schuld", die Beziehung zu beenden, nicht leben könnten.