Du hast so Recht aila.
Ich habe damals beim allerersten Kuss gedacht, dass das wieder sone Sache ist, aus der ich mit leeren Händen gehen muss. Eine Sekunde und dann hab ich es verdrängt. Hab mir selbst was vorgemacht, von wegen, geniess es und wenn es nicht mehr schön ist, beende es. Haha
Ich kenne die Ehefrau nicht. Aber die Beschreibung von Deinem Herrn passt zu dem, was ich weiss.
Kennst Du das Buch, die Rolle der Geliebten in der Dreiecksbeziehung. Da wird das sehr schön beschrieben.
Meiner könnte auch gar nicht ohne seine Frau überleben, ich wette, der weiss nicht, wie man ne Waschmaschine anmacht und einkauft und und und. Sie hat das alles im Griff.
Die Unterschiede zu mir sind allerdings nicht so groß, ich hab die gleiche Anzahl Kinder, halt alleine aufgezogen, genau so gut kochen und waschen kann ich auch...ich bin aber halt nicht die Haushaltsorganisatorin, die ihren Gnädigsten umsorgt, damit er ungestört Karriere machen kann. Ich muss meinen Unterhalt selbst verdienen. Zunächst hat ihm das imponiert, das war aber sicher auch einer der Gründe, warum ich nicht die richtige Besetzung für eine Erstfrau wäre. Er braucht dieses private Backoffice.
Ich beneide die Ehefrau nicht. Sie wird eigentlich auch nur benutzt. Meiner hatte schon viele Affären, nur halt keine, die so lange und tief ging. Ich denke auch, dass sie bewusst wegguckt, anders kann ich mir kaum erklären, dass es nicht rauskam.
Er hat auch sonst viele Schwächen, ich hab ihn trotzdem ich die gesehen habe, sehr gemocht, vielleicht gerade deshalb. Und ich war mir auch immer sicher, dass er den Absprung nicht schafft.
Dass er dann am Ende irgendwas verfaselt hat, über die vielen Jahre und dass er loyal zu seiner Frau ist...hörte sich einfach besser an, als "ich war zu feige".
Wer würde das schon gerne über sich selbst sagen und wahrscheinlich sich auch nicht eingestehen.
Ich weiss nicht, ob ich in seiner Haut stecken möchte, ich schätze mal das war sein letzter (angedachter) Ausbruchsversuch aus dieser Ehe. Wir werden schliesslich alle nicht jünger und der Mut damit auch immer geringer.
So langsam kann ich versöhnlich sein. Wer will einem schwachen Menschen schon so wirklich böse sein. Böse bin ich nur über die Unaufrichtigkeit. Und ich sehe mit Abstand, dass ich so einen PArtner nicht möchte, der so feige laviert und die Situation dennoch für die eigenen Bedürfnisse zu nutzen sucht. Liebe war da sicher, aber der Rest dazu...nein danke!