Die Aussage, dass sie uns nicht geben können, was wir brauchen, bedeutet doch nur, dass wir zu anspruchsvoll sind.
Meiner meint ja, seine Frau wisse nichts von mir, ich glaub das nicht, sie ahnt es zumindest.
Ich hab auch zunächst drangedacht, ihr alles zu stecken, wollte auch das traute Familienglück zerstören. Ich glaube, die Gedanken und Gefühle sind normal und legitim. Letztendlich hat es mir mein Stolz verboten!
Seine Frau will ihn um jeden Preis behalten (warum auch immer, für mich nicht nachvollziehbar, denke es geht um die schöne heile Fassade und darum, nicht allein sein zu wollen), sie hätte meine ganzen Beweise wahrscheinlich noch nicht mal angesprochen.
Ich war genau da mit meinen Empfindungen, wo Du jetzt bist, ich bin einfach schon einen Schritt weiter. Wütend bin ich allerdings immer noch!
Auf dieses "heile Familienidyll" bin ich kein bisschen neidisch, weil es genauso auf Lügen und Betrug basiert. Wolltest Du denn an Stelle seiner Frau sein? Also ich nicht!So einen verlogenen Kerl möchte ich nicht als Partner haben.
Ich sehe es inzwischen so wie Anita: Manchmal ist es großes Glück, wenn man etwas NICHT bekommt.
Eine Karriere von der Geliebten zur betrogenen Erstfrau hätte ich ganz sicher nicht angestrebt und genau so wäre es früher oder später gekommen.
Ich ärgere mich heute nur noch, dass ich den Absprung nicht früher geschafft habe, gleich nachdem mir mein Bauchgefühl gesagt hat, dass er zu Hause wieder auf braven Ehemann macht. Aber ich habe wohl die ganzen Demütigungen, Lügen und Rumeiereien noch gebraucht, um entgültig loslassen zu können.
Glücklich ist meiner ganz sicher nicht, aber er wird sich flott Ersatz beschaffen, weil die häusliche Harmonie bei ihm nur so lange funktioniert, so lange er sich aushäusig Ausgleich verschaffen kann.
Mag sein, dass es den Herren nach der Trennung besser geht als uns. Sie leben aber mit den Lügen weiter und für uns hat das Leiden irgendwann ein Ende!