Zitat von alleswirdbesser:Du meinst damit Probleme in der Beziehung oder überhaupt alle Probleme? Ich persönlich bin gegen eine absolute Symbiose.
Ich bin auch gegen Symbiose.
Aber die allermeisten Probleme betreffen ja irgendwie beide Partner.
Wenn einer zB "Stress auf der Arbeit" hat (der Klassiker
🙄) und deswegen zB am liebsten alle Verabredungen absagen möchte, ändern sich dadurch ja aber nicht die Freizeitbedürfnisse des Partners. Also ist sowas nicht nur das Problem desjenigen mit dem Arbeitsstress, sondern betrifft indirekt auch den anderen, indem eine Lösung überlegt werden muss. Und das sehe ich als
gemeinsame Aufgabe von beiden. Das bedeutet aber nicht, dass die Lösung auch für beide exakt gleich aussieht (das wäre dann Symbiose).
Anderes Beispiel: einer verliert die Libido. Betrifft natürlich beide, denn die des Partners bleibt ja erstmal unverändert. Da müsste man meiner Ansicht nach auch gemeinsam schauen, was man aus der veränderten Situation macht.
Im Grunde ist das das Gegenteil von Symbiose, sondern es geht im Gegenteil um hochgradig individuelle Lösungen für das jeweilige Paar bzw für die jeweiligen Partner.
Für Beispiel 2 (Libidoverlust) sind ja 182 Möglichkeiten denkbar, wie man damit umgehen kann: einseitige Öffnung der Beziehung mit oder ohne bestimmte Regeln, Sex trotz keiner oder geringer Libido, einseitige Befriedigung des Partners, Besuch bei Professionellen, Abstinenz von beiden, SB..... Da hat ja jeder Mensch und jedes Paar andere Vorstellungen, wie sowas am besten gelöst werden kann. Darüber muss man dann aber sprechen und es gemeinsam aushandeln. Ein Partner, der zu mir sagen würde "Ich hab halt keinen Bock mehr, sieh zu wie du damit klarkommst" könnte direkt wieder gehen. Andersrum würde ich nie sagen "Das ist dein Problem und nicht meins, also lös das gefälligst alleine (Hauptsache für mich ändert sich nix)".