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Rettungsinsel und Alltag

A
Zitat von Scherbenmeer:
@Ameise_78 Seit ca 5 Monaten verarbeiten wir gemeinsam. Das ich mich hier angemeldet habe ist eine kleine Zuflucht für mich, um mit anderen in Kontakt zu kommen, die ähnliches erlebt haben. Vielleicht sogar um zu lesen, dass diese Gefühlsachterbahn normal ist. Das es weniger wird oder wie man so schön bei Kindern ...

Ja, das ist alles normal. Und Du allein hast das Recht zu entscheiden.

Ich rate dir aber nur achtsam zu sein, damit es kein Pyrrhussieg ist / wird.

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S
@hotte
Da hast du recht, unausgesprochene Bedürfnisse machen einiges kaputt.
Auch das war schon Thema nach TagX und hat uns voran gebracht .

ja, es ist auch komisch auf der Seite zu sein, die Ratschläge bekommt..
Und auch wenn das ursprünglich nicht mein Ziel war, hilft der Austausch hier doch mehr als erwartet und bringt einen in manchen Punkten, die man nicht gesehen hat, zum nachdenken.

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A


Rettungsinsel und Alltag

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hotte
Zitat von Scherbenmeer:
ja, es ist auch komisch auf der Seite zu sein, die Ratschläge bekommt..
Und auch wenn das ursprünglich nicht mein Ziel war, hilft der Austausch hier doch mehr als erwartet und bringt einen in manchen Punkten, die man nicht gesehen hat, zum nachdenken.

Das hat mich gerade total gerührt... keine Ahnung warum aber danke dafür....

Es freut mich sehr das dich das hier alles weiterbringt. Von Zeit zu zeit brauchen wir Menschen einfach mal jemanden der von aussen drauf schaut und unseren Blick in eine andere Richtung lenkt.

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S
@Scherbenmeer
Erstmal herzlich willkommen in dem Forum wo keiner freiwillig sein will....
Zitat von Scherbenmeer:
also warum jemanden aufgeben den man liebt und nicht kämpfen, wenn er bereut und endlich auch kämpft, warum das Leben der Kinder dadurch ändern…

Kinder merken auch wenn was nicht stimmt - egal welche Entscheidung du triffst, denke niemals den Kindern geht es besser, wenn es dir nicht gut geht damit geht und bleiben nie aus diesem Grund mit jemanden zusammen. Er ist reudig, was soll er auch anders machen? Und du akzeptierst den Grund, warum er angeblich eine Affäre hatte? Auseinandergelebt? Er war unglücklich? Seine Kollegin war auch unglücklich? Meine Frage an dich und das meine ich nicht böse: Machst er es sich zu einfach, oder machst du es dir nicht zu einfach mit der Erklärung? as nicht stimmt - egal welche Entscheidung du triffst, denke niemals den Kindern geht es besser, wenn es dir nicht gut geht damit geht und bleiben nie aus diesem Grund mit jemanden zusammen.

Er ist reudig, was soll er auch anders machen?
Und du akzeptierst den Grund, warum er angeblich eine Affäre hatte?
Auseinandergelebt? Er war unglücklich? Seine Kollegin war auch unglücklich?

Meine Frage an dich und das meine ich nicht böse:
Machst er es sich zu einfach, oder machst du es dir nicht zu einfach mit der Erklärung?

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S
@Schnuddel74
Ich akzeptiere nicht , ich lerne damit umzugehen.
Natürlich weiß ich, dass Kinder ein Gespür dafür haben wenn es den Eltern nicht gut geht. Aber impulsiv zu handeln und erstmal zu „gehen“ würde sie mit mehr konfrontieren, als erstmal wieder aufzustehen, die Situation mit etwas klarerem Kopf zu betrachten, um dann Entscheidungen zu treffen. So oder so sehen sie, dass es mir nicht gut ging, aber sie haben auch gesehen wie mein Mann sich darum kümmert. Das wieder Liebe im Haus ist. Keine Streitereien oder Vorwürfe, die man versteckt.

Und auseinandergelebt/unglücklich sind für mich Oberbegriffe für viele „kleine“ Störfaktoren, die die Beziehung geschädigt haben.

x 3 #35


S
Zitat von Scherbenmeer:
Aber impulsiv zu handeln und erstmal zu „gehen“ würde sie mit mehr konfrontieren, als erstmal wieder aufzustehen, die Situation mit etwas klarerem Kopf zu betrachten, um dann Entscheidungen zu treffen.

Das ist auch gut und klug so...
...ich meinte auch nicht spontan, sondern vom Prinzip. Weil es gibt immer noch genug Menschen die glauben es wäre besser wegen der Kinder zusammen zu bleiben.

#36


S
Zitat von Scherbenmeer:
Ich akzeptiere nicht , ich lerne damit umzugehen.

Und was lernt er grade?
Arbeit er an sich, fragt er sich wie das passieren konnte.

Zitat von Scherbenmeer:
Und auseinandergelebt/unglücklich sind für mich Oberbegriffe für viele „kleine“ Störfaktoren, die die Beziehung geschädigt haben.

Für mich klingt "auseinander gelebt", wie eine Ausrede...
...zumindest in Zusammenhang mit einer Affäre.

Und eines gebe ich dir zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit dass jemand erneut betrügt wesentlich höher ist bei jemanden, der schon mal betrogen hat.
Desweiteren hast du trotzdem gute Karten, dass ein Neustart gut Chancen hat, immerhin 60 - 75 Prozent bleiben danach zusammen.

#37


S
@Schnuddel74
Ja, er arbeitet an sich , er (und auch ich) u.a. das Mitteilen von Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen ist intensiver geworden. So wie es eigentlich auch sein sollte, keine Angst zu haben was der andere denken könnte.

Warum Ausrede, wenn es als Oberbegriff gemeint ist?

Auf Statistiken geb ich nichts, jede Situation ist individuell . Und wir sind keine 20 mehr.
Wie wahrscheinlich wär denn dann, dass ich jemand anderen finde , der Single ist und selbst nicht schon diesen Fehler gemacht hat ? Der bekommt ja dann auch ne zweite Chance und könnte es wieder tun, vielleicht sogar eher, weil es noch keine tiefe Bindung gibt?
Warum sollte ich also meine Situation aufgeben , wenn Gefühle beiderseits da sind und wir daran festhalten wollen? Nur weil eine Statistik sagt, das es nochmal passieren könnte?
Ich bin kein Mensch der sich von so etwas beeinflussen/verunsichern lässt.

Und auch wenn ich zur Zeit im Chaos lebe, bin ich schon immer ein Mensch gewesen, der nicht so einfach aufgibt und das will ich nicht verlieren.

Und gerade bin ich selbst verwundert, dass ich mich ein wenig stärker und sicherer fühle, das zu schreiben.

x 2 #38


FrauDrachin
Zitat von Scherbenmeer:
Und auch wenn ich zur Zeit im Chaos lebe, bin ich schon immer ein Mensch gewesen, der nicht so einfach aufgibt und das will ich nicht verlieren.

Völlig logisch, und wichtig ist, dass es dein Weg ist. Du musst und wirst deinen Weg gehen, wie auch immer der dann genau ausschaut.

Allerdings lade ich dich ein, ein klein wenig genauer über "nicht aufgeben" nachzudenken. Wann ist es gut, nicht aufzugeben? Wann ist es schlecht, nicht aufzugeben? In welchen Situationen spielt es überhaupt eine Rolle, ob man aufgibt oder nicht? Was kannst du durch "nicht aufgeben" erreichen, und was durch "aufgeben"?

Wenn du sagst, du seist ein "Mensch, der nicht so einfach aufgibt", dann machst du "nicht aufgeben" zu einem Teil deiner Identität. Es ist sehr wichtig, gut darüber nachzudenken, was wir zu unserer Identität machen.

x 3 #39


Worrior
Zitat von Scherbenmeer:
Und auch wenn ich zur Zeit im Chaos lebe, bin ich schon immer ein Mensch gewesen, der nicht so einfach aufgibt und das will ich nicht verlieren.

Aufgeben wäre auch keine Option, unabhängig wie die Sache ausgeht.
Egal ob es auseinander geht oder ihr wieder zueinander findet.
Es gibt ein "danach", wie dieses aussieht ist ungewiss aber es wäre bestimmt weniger gut alles dem Schicksal zu überlassen.
Lageabhängig die Weichen stellen.

x 3 #40


J
Zitat von Scherbenmeer:
Wie wahrscheinlich wär denn dann, dass ich jemand anderen finde , der Single ist und selbst nicht schon diesen Fehler gemacht hat ?

Ich hoffe für dich ist das kein Ansporn zu sagen, ich bleibe mit ihm zusammen weil es könnte schlimmer kommen.
Wie du beschrieben hast, dass du noch Gefühle für ihn hast, das ist ein gutes Argument dafür zu kämpfen.
Wenn man sich auseinander gelebt hat und einer so einen Fehltritt gemacht hat, gehst es nicht darum das zu Tode diskutieren sondern, sich zu hinterfragen wieso ist es dazu gekommen? Was muss geändert werden, dass es nicht erneut dazu kommt? Wenn er zum Beispiel nie über das S.ualleben sprechen konnte und ihm das gefehlt hat und es jetzt kann, dann wäre theoretisch das Problem behoben. Nur so einfach ist es nicht, es geht ja auch um dich und wie du das fühlst und wie du ihm wieder vertrauen kannst.

Zitat von Scherbenmeer:
bin ich schon immer ein Mensch gewesen, der nicht so einfach aufgibt und das will ich nicht verlieren

Das ist eine gute Eigenschaft, dennoch solltest du wissen, wann es an der Zeit ist, die übrige Energie nicht in den Kampf des nicht Aufgebens zu stecken, sondern die Energie dahin zu verwenden damit du nicht unter gehst und dein Leben weiterführen kannst.

#41


S
@J_Eulenspiegel
Nein, das ist nicht der Grund. Nur ein Argument für mich, erstmal daran festzuhalten es zu versuchen , weil ich noch daran glaube. Ich habe mich ja dadurch nicht entliebt von heut auf morgen. Die Ehe zu retten ist daher (in meinem Fall) halber Schmerz…den Vertrauensbruch zu verarbeiten und neues Vertrauen aufbauen kostet genug Energie. Eine Trennung, Liebe loslassen noch dazu bin ich nicht bereit, solange ich die Gefühle meines Mannes als Echt empfinde und selbst noch so fühle.
Soll jetzt nicht egoistisch klingen, es wäre anders wenn es anders herum wäre (keine Liebe und ich hätte Angst vor dem Trennungsschmerz)
Aber er weiß, dass ich beide Arten von Schmerz in Kauf nehme, wenn es nicht funktioniert (von welcher Seite auch immer)

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A


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