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Rettungsinsel und Alltag

S

Scherbenmeer
Mitglied

Beiträge:
11
Themen:
1
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37
Mitglied seit:
Die letzten Tage habe ich hier nur gestöbert und überlegt was ich los werden könnte und was ich überhaupt hier mache…

Mein Ziel sind keine Ratschläge oder Mitleid für das was in meinem Leben passiert ist, denn dass nur ich was ändern kann (oder auch nicht), dem bin ich mir bewusst…
Auch ich musste die Erfahrung machen, eine Affaire aufzudecken und die Zeit danach (und auch immer noch) ist einfach nur als Chaos in mir zu beschreiben.
Meine tägliche Gefühlspalette besteht mittlerweile nicht nur aus dunklen Tönen, sondern aus allen Farbnuancen, die man sich vorstellen kann.
Allerdings ohne fließenden Übergang.
Ein Schritt vor, gefühlte 10 zurück um dann mit aller Kraft wieder nach vorne zu sprinten.
Ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten, den Alltag stoppen und einfach nur kurz durchatmen um neue Kraft zu tanken, bevor die Gedanken wieder kommen. Ich verarbeite wirklich viel , alleine aber auch gemeinsam mit meinem Mann…Ich weiß, dass das Leben weiter laufen muss und es funktioniert bisher auch irgendwie (immerhin gibt es da noch zwei kleine Menschen, die gar nichts dafür können und ihr Leben soll durch meine schwere Zeit nicht beeinflusst werden). Und dann der Job, immer unter Menschen, gute Laune verbreiten (selbst wenn es einem nicht gut geht) motivieren, zuhören, helfen…

Also suche ich eine kleine Rettungsinsel vom Alltag.
Ein kurzer Urlaub, weit weg von allem. Aber das ist immer leichter gesagt als getan.
Daher ist dieser Beitrag ein neuer Versuch, kurz den Alltag liegen zu lassen und abzutauchen. Ein Kurzurlaub auf meine Rettungsinsel bevor mich der Alltag wieder einholt.

x 7 #1


hotte
Zitat von Scherbenmeer:
Die letzten Tage habe ich hier nur gestöbert und überlegt was ich los werden könnte und was ich überhaupt hier mache… Mein Ziel sind keine Ratschläge oder Mitleid für das was in meinem Leben passiert ist, denn dass nur ich was ändern kann (oder auch nicht), dem bin ich mir bewusst… Auch ich musste die ...

Willkommen,
es ist vollkommen ok kein Mitleid zu wollen aber wie wäre es stattdessen mit MItgefühl?

Ich denke hier werden viele deine Gedanken nachempfinden können du kannst alles hier lassen was dich gerade beschäftigt. Dafür ist das Forum ja da.

Wichtig ist das du deine Gefühle ernst nimmst. Es liest sich gerade so das du einfach "Funktionierst" aber das ist sehr gefährlich wenn du keinerlei Ausgleich hast. Fühl dich gedrückt.

#2


A


Rettungsinsel und Alltag

x 3


S
@hotte

Vielleicht war das mit dem Mitleid falsch ausgedrückt :/
Vielleicht will ich mich nur davor schützen, damit ich nicht wieder anfange alles in Frage zu stellen.

Und ja, ich funktioniere, mal mehr mal weniger. Hobbies habe ich genug, leider fehlt der Antrieb daran auch wieder Freude zu haben. Weil ich noch diese Angst habe zu genießen…irgendwie schwer zu beschreiben.

#3


Ameise_78
Zitat von Scherbenmeer:
Vielleicht will ich mich nur davor schützen, damit ich nicht wieder anfange alles in Frage zu stellen.

Wovor schützen..? Und was in Frage zu stellen..?

Herzlich Willkommen, liebe @Scherbenmeer! Lachendes Gesicht

x 1 #4


hotte
Zitat von Scherbenmeer:
@hotte Vielleicht war das mit dem Mitleid falsch ausgedrückt :/ Vielleicht will ich mich nur davor schützen, damit ich nicht wieder anfange alles in Frage zu stellen. Und ja, ich funktioniere, mal mehr mal weniger. Hobbies habe ich genug, leider fehlt der Antrieb daran auch wieder Freude zu haben. Weil ich noch ...

Wenn du sagst das du Angst hast das zu geniessen.... kann das daran liegen das du "gewöhnt" bist dinge für andere zu machen und dann ein schlechtes Gewissen bekommst wenn du dinge nur für dich tust?

#5


S
Vor Schmerz schützen und meine Entscheidung zu bleiben in Frage zu stellen.


Ja, so bin ich…und mir ist bewusst, dass ich jetzt an einem Punkt bin, an dem ich an mich denken müsste. Aber genau das fällt mir schwer…

x 3 #6


DieSeherin
Zitat von Scherbenmeer:
Vor Schmerz schützen und meine Entscheidung zu bleiben in Frage zu stellen.


und deine geschichte möchtest du nicht erzählen? und wie du zu deiner entscheidung gekommen bist? warum du immer wieder haderst? Tröstender Smiley

x 2 #7


F
erzählst Du uns Deine Geschichte - damit wir bei Dir sind

x 2 #8


Sonnenschein85
Willkommen im Forum🙂

Ich weiß, Austausch kann helfen auch beim Verarbeiten. Wenn du magst, erzähl uns gerne mehr.

x 2 #9


M
Willkommen @Scherbenmeer,

hier bist du richtig, um deinen Gedanken Raum zu geben und mal Luft zu holen. Zwinkerndes Gesicht

x 1 #10


Worrior
Auf Mitleid lege ich keinen Wert, wenns auch gut gemeint ist.
Es tat einfach mal gut wenn ich jemand hatte der mal zuhörte, auch wenn keine Lösung parat war.
N' bisschen "mimimi" halt 😄

Der Sport half mir, Ruhe zu finden, motorradfahren ist für mich so was wie Therapie, finde es sehr entspannend, es macht mir gute Laune.
Hab jeden Tag ein paar Seiten gelesen über Dinge die mich interessierten, auch klassische Literatur und Fachlektüre über Technik.
Habe dann ein neues Hobby angefangen, welches ich schon seit meiner Jugend machen wollte.
Habe viel Freude daran, fordert mich technisch, was für die Birne.
Frage mich jetzt warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe?
Ich strukturiere meinen Tagesablauf, zwischendrin muss man ja dann auch mal Geld verdienen 😁
Mein Tag ist ausgefüllt, gönne mir aber trotzdem den Luxus auch mal fünfe gerade sein zu lassen.
Das sind so Dinge die mir Ruhe bringen.
Ich gehe ab und zu mal aus.
Da gibt es auch jemanden mit dem ich mich hin und wieder treffe, das tut mir gut, mal sehen was draus wird?
Mir gehts ganz gut 👍

x 3 #11


S
es fällt mir schwer hier zu persönliches über die Situation zu schreiben. Wahrscheinlich käme dann nur „lass ihn ziehen, denk an dich etc.“
Ich versuche es aber mal..
Wir haben uns jung kennengelernt und sind mehr als 12 Jahre verheiratet, haben eine Familie…und bis zu diesem Tag war es keine unglückliche Beziehung, selbst in der Zeit.
Wir haben uns auseinandergelebt und waren mehr Eltern als Paar zu sein, aber solche Phasen gibt es doch auch mal …leider hat jeder vom anderen erwartet was zu ändern…und dann kam sie und hat ihm die Aufmerksamkeit geschenkt, die er brauchte. Sie, die Kollegin die selbst unzufrieden war.
Ich hab schon gekämpft, aber bei ihr brauchte er sich ja nicht anstrengen…

Das gute Bauchgefühl hat es gewusst und dann kam der Tag, an dem ich nicht locker gelassen habe und alles raus kam.

Aufgeben, weil er einen anderen Weg gegangen ist? Ich würde eh niemandem mehr vertrauen, also warum jemanden aufgeben den man liebt und nicht kämpfen, wenn er bereut und endlich auch kämpft, warum das Leben der Kinder dadurch ändern…
Daher fühlt es sich richtig an zu bleiben aber Vertrauen wieder aufzubauen ist ein hin und her und dieser Wechsel von Sicherheit und was wäre wenn ….
Der Wechsel der Arbeitsstelle ist im Gange - für mich kann ich erst dann richtig Anfangen abzuschließen. Bis dahin suche ich Wege das ganze auszuhalten und zu „funktionieren“ .

x 7 #12


aequum
Zitat von Scherbenmeer:
Daher fühlt es sich richtig an zu bleiben aber Vertrauen wieder aufzubauen ist ein hin und her und dieser Wechsel von Sicherheit und was wäre wenn ….

Ist das Vertrauen erstmal dahin, gibt es auch kein stabiles Fundament auf dem die Beziehung steht.

Was soll ich mit einem Partner oder einer Partnerin dem oder der ich nicht vertrauen kann.

Ständig zweifeln, aufpassen, kontrollieren und hinterfragen? Das kann es doch nicht sein.

x 2 #13


mokka_23
@Scherbenmeer Um die Unsicherheit und die Verletzung zu ertragen, gibt es nur deine Energie und dein Bauchgefühl. Solltest du dich kraftlos und unwohl fühlen beim versuch die krise zu überwinden, würde ich dir abraten, an der Beziehung und deinem Mann festzuhalten. Beziehungskrisen bewältigt man zu zweit oder gar nicht. Fühlt es sich verwirrend und zu schwer an, dann kämpfst du alleine und auf verlorenem Posten.

x 4 #14


S
@aequum

Ja, sowas hab ich schon oft gelesen. Und vor dem ganzen war ich überzeugt davon, wer einem sowas antut, ist es nicht wert…

Aber liebe sucht man sich nicht aus und solange davon noch genug übrig ist, gewinnt bei mir erstmal das gebrochene Herz.

x 1 #15


A


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