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Scheidung wegen Affaire - will ihn zurück, hat ne Neue

Kathie1980

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Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier und hoffe, dass ich mich mit euch austauschen kann und dass es mir weiterhilft.

Vor zehn Monaten hat mein Mann sich von mir getrennt, weil ich eine Affaire mit einem anderen Mann hatte. Wir waren 7 Jahre zusammen, davon 4,5 Jahre verheiratet.

Unsere Beziehung hatte Höhen und Tiefen, es lief zum Schluss nicht mehr so wirklich gut. Wir sind beide psychisch erkrankt, was es alles noch viel schwerer machte.
Ich habe sehr viel Therapie gemacht, Klinikaufenthalte etc. Er hat sich jedoch die meiste Zeit hängen gelassen und hat mir immer gesagt, dass er keine Kinder will, dass ich mir einen anderen Mann suchen soll, wir eh bald von Harz 4 leben und er sich früher oder später eh umbringen wird etc.

Ich habe mir jedoch Kinder sehr gewünscht und wollte eine positive Zukunft mit ihm planen. Habe mich nicht mehr wertgeschätzt gefühlt und musste immer die Starke sein und ihn ermutigen und aufbauen. Dabei hätte ich mir auch gerne eine Schulter zum anlehnen gewünscht, jemand, der mir Halt gibt.

Und dann war da halt dieser andere Mann.. Der mir zugehört hat und der mir Mut gemacht hat und Unterstützung angeboten hat. Wir haben uns öfters getroffen, waren Freunde. Irgendwann kam es dazu, dass er mich in den Arm genommen hat, als es mir schlecht ging und ich total am heulen war. Und das hat sich so gut angefühlt, so beschützt... Dann ging es irgendwann weiter und ich habe meinen Mann betrogen.

Er hat es herausgefunden, weil er sich in meinen Facebook-Account eingeloggt hat und Nachrichten von diesem Mann gelesen hat.
Ich war so naiv zu glauben, dass er mir das verzeihen könnte und mir irgendwann nochmal eine Chance geben würde.
Allerdings hatte er zwei Wochen später eine neue Freundin, die er irgendwo im Internet oder so kennengelernt hat. Die beiden haben jeden Tag miteinander verbracht und nach etwas über einem halben Jahr ist er bei ihr eingezogen.

Das kann ich ja alles nachvollziehen. Ich habe ihn sehr verletzt und er hat alles Recht der Welt, sich eine andere Partnerin zu suchen, die besser für ihn ist und ihn glücklicher macht. Aber ich habe gehofft, dass er irgendwann merkt, dass es vielleicht doch ein Fehler ist und er sich durch sie nur von der Trauer abgelenkt hat.

Aber jetzt will er die Scheidung, ist schon beantragt, es kann ihm scheinbar nicht schnell genug gehen.
Ich bin so zwiegespalten. Auf der einen Seite möchte ich, dass er wieder zurück kommt und uns noch eine Chance gibt. Denn er fehlt mir sehr und ich vermisse die gemeinsame Zeit mit ihm.

Anderseits bin ich aber auch enttäuscht, dass er sich sofort eine Neue sucht und mit ihr die Dinge macht, die er vorher mit mir gemacht hat. Und dass er mir während unserer Ehe meinen Kinderwunsch verwährt hat. Jetzt bin ich fast zu alt dafür, Kinder zu bekommen und das macht mich auch irgendwie etwas sauer.

Aber am meisten vermisse ich seine Gesellschaft und seine Gegenwart. Aber er will einfach nicht mehr. Ich habe ihm, als wir uns das letzte mal gesehen haben, einen Brief gegeben, jedoch nie eine Rückmeldung bekommen. Auf E-mails reagiert er auch nicht, oder er schreibt, dass ich ihm nicht sowas schreiben soll, weil ihm das auch weh tut und uns beiden nur schadet.

Jedoch fällt es mir so schwer, einfach loszulassen, es einfach sein zu lassen... Denn ich denke immer, ich müsste darum kämpfen. Jedoch weiß ich nicht, wie...

Sorry für den vielleicht etwas konfusen Text, ich hoffe, es kann mir trotzdem jemand einen Rat geben...

LG
Kathie

23.02.2015 20:47 • #1


DKMausCOE


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Hallo,

dass du versuchst zu kämpfen und das du ihn irgendwie auch zurück haben möchtest ist ganz verständlich. Schließlich habt ihr eine lange Zeit des Lebens zusammen verbracht.

Jedoch wie es sich anhört war es meist sehr einseitig.

Ich finde es gut dass du versucht hast etwas gegen deine psychische Erkrankung zu tun.

Und genau das sollte dir Anlass sein zu sagen...dich will ich nicht mehr. Denn wie du geschrieben hast, hat er dich immer wieder runtergezogen und so deine Therapiefortschritte zunichte gemacht (wenn auch unbewusst).

Dies hast du nicht verdient, denn du scheinst eine Kämpferin zu sein und das solltest du für DICH nutzen und nicht für jemanden der anscheinend nicht mehr vom Leben hält.

Geh nicht zu ihm zurück. Schau nach vorne, kümmere dich um deine Gesundheit und dann wirst du auch einen Partner finden der dich darin unterstützt

24.02.2015 02:24 • x 1 #2



Scheidung wegen Affaire - will ihn zurück, hat ne Neue

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Kathie1980


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Hallo DKMaus,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich weiß, dass ich ihn vermutlich besser vergessen sollte. Aber es ist gerade so verdammt schwer. Hab es gestern nicht mehr ausgehalten und ihm eine SMS geschrieben, natürlich ohne Antwort zu bekommen.

Es war ja auch nicht immer so, dass er mich nur runtergezogen hat, dass habe ich oben vermutlich der Kürze halber zu einseitig dargestellt.

Wir haben uns damals in einer Psychiatrie kennengelernt und er ist dann auch relativ schnell bei mir eingezogen. Zu dem damaligen Zeitpunkt ging es mir nicht besonders gut und er musste glaube ich viel mitmachen. Habe mich dann aber um professionelle Hilfe bemüht und mehrere ambulante Therapien und auch stationäre Aufenthalte gemacht.

Die meiste Zeit der Beziehung hat er viel mehr gegeben, er hat mich wirklich geliebt und mir immer kleine Geschenke gemacht (Karten, Blumen, Kerzen etc.). Ich leide hauptsächlich an einer Borderline-Störung und konnte mit der großen Nähe irgendwie nicht so umgehen und ihm meine Liebe nicht so zeigen, weil es mir total Angst gemacht hat.
Wir hatten sehr viele Gemeinsamkeiten und haben viel unternommen. Sehr viele Reisen, regelmäßig Sauna, Sport, Badminton, Billiard, Tischtennisch, lange Spaziergänge etc.
Aber irgendwie fühlte es sich mehr wie eine sehr gute Freundschaft an. Und er hat glaub ich sehr darunter gelitten.

Ich fühle mich deswegen sehr schlecht und total mies.. Ich meine, dieser Mann halt alles für mich getan.. morgens Brötchen geholt, aufgeräumt, mich überall abgeholt, einfach alles für mich gemacht, weil er mich geliebt hat. Und ist vermutlich selbst dabei auf der Strecke geblieben.

Nach etlichen stationären Therapien und Psychiatrieaufenthalten, in denen ich mich sehr viel um mich gekümmert habe, war ich motiviert dazu, mein Leben zu ändern und anders weiterzuleben.
Während dieser Aufenthalte hat er mir sehr oft gesagt, dass er sich umbringen möchte und ich immer damit rechnen müsste, dass er irgendwann nicht mehr da sei.

Ich habe ihn angefleht, sich auch in Therapie zu begeben. Er meinte jedoch immer, das würde ihm nichts bringen, die würden ihn nicht verstehen und ihm auch nicht helfen können.
Irgendwann ging es dann nicht mehr und er ist einfach zusammengebrochen. Wir sind dann zusammen zur Psychiatrie und ist dort acht Wochen geblieben. Danach hat er sich eine ambulante Therapie gesucht und hat viel Halt in seinem Glauben gefunden. Er war vier Wochen im Kloster und hat viel mit Seelsorgern gesprochen, das hat ihm geholfen.

Aber trotzdem wollte er keine Familie mit mir gründen, weil er sich dafür nicht in der Lage sah und sagte, ein anderer Mann wäre besser für mich. Zu der Zeit haben wir überlegt, ob wir nicht in eine größere Wohnung ziehen sollen (unsere war 45 qm). Er kam jedoch auf die Idee, dass es vielleicht besser wäre, wenn er in eine Wohnung im gleichen Haus zwei Etagen unter mir ziehen würde, da ich zu der Zeit keinen Job hatte und nicht wusste, wo ich demnächst einen finden würde.

Und von da an ging es bergab. Als er dann nochmal ins Kloster gefahren ist, kam es dazu, dass ich den damaligen Freund zu mir eingeladen habe und dann ist es halt passiert. Und das leider nicht nur einmal. Und ich hatte zu viel Angst, meinem Mann dies zu sagen, weil ich wusste, dass er mich dann mit großer Wahrscheinlichkeit verlässt. Und ich denke, das war der Fehler, denn dass ich ihn längere Zeit angelogen habe, war für ihn noch schlimmer.

Erst hatten wir danach noch regelmäßig Kontakt, waren zusammen einkaufen etc. Er meinte, er wollte erstmal gucken, wie es weitergehen kann und dass er erst mal Zeit bräuchte.

Die wollte ich ihm dann auch geben. Aber nach drei Wochen oder so sagte er mir, dass es mit uns nicht mehr weitergehen wird und es für ihn entgültig ist. Ich war total fertig mit der Welt. Und habe mich in seinen E-mail Account eingeloggt, da er seine Passwörter auf meinem PC gespeichert hat (ich weiß, das macht man nicht, aber in dem Moment war mir das egal).

Dort habe ich eine Email von einer Frau gesehen, die ihm Fotos von sich geschickt hat. Sie sah jetzt nicht besonders gut aus und ist auch eigentlich gar nicht sein Typ. Daher habe ich die Vermutung, dass er sie irgendwo im Internet kennengelernt hat (oder er kannte sie schon vorher von irgendwoe her - aber wieso sollte sie ihm dann Fotos schicken?-). Es sollte mir eigentlich auch völlig egal sein, woher er sie kennt, aber das Gefühl, innerhalb von zwei Wochen gleich durch die erstbeste Frau aus dem Internet ersetzt worden zu sein fühlt sich nicht gut an.
Ich weiß auch, dass ich selbst daran Schuld bin und gar kein Recht habe, irgendwie rumzujammern, aber es fühlt sich trotzdem schei. an.

Und ich kann ihn einfach nicht loslassen, weil ich mir denke, es kann ja nichts ernstes zwischen den beiden sein, denn wenn er mich wirklich so geliebt hat, wie er immer gesagt hat, kann die Liebe ja nicht innerhalb von zwei Wochen komplett weg sein und man liebt jemand anderes, oder?
Aber immer, wenn wir Kontakt haben, ist er sehr neutral. Freundlich und nett, aber sehr distanziert. Er sagt bzw. schreibt mir auch, dass er mir wünscht, dass ich es schaffe und bald einen Job finde, der mir Spaß macht und dass es mir gut geht etc. Aber ich denke, dass es ihm in Wirklichkeit ziemlich egal ist. Das macht mich einfach fertig.

Es tut mir leid, dass der Text jetzt so lang geworden ist, ich hoffe, es liest in trotzdem jemand...

24.02.2015 11:39 • #3


minna


Aber trotzdem wollte er keine Familie mit mir gründen, weil er sich dafür nicht in der Lage sah und sagte, ein anderer Mann wäre besser für mich. Zu der Zeit haben wir überlegt, ob wir nicht in eine größere Wohnung ziehen sollen (unsere war 45 qm). Er kam jedoch auf die Idee, dass es vielleicht besser wäre, wenn er in eine Wohnung im gleichen Haus zwei Etagen unter mir ziehen würde, da ich zu der Zeit keinen Job hatte und nicht wusste, wo ich demnächst einen finden würde.

ich finde seine entscheidung, keine familie zu gründen ausgesprochen verantwortungsvoll

denn ihr beide seid nicht stabil,
(weder beruflich noch psychisch )
er hat suizidgdanken und ist depressiv ,
du warst auch viel in kliniken in den letzten jahren,

ein kind braucht ein stabiles liebevolles umfeld um gesund zu gedeihen,
und keine eltern um die es sich sorgen machen muß.

24.02.2015 12:18 • #4


Kathie1980


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Hallo Minna,

an dem, was Du schreibst ist natürlich was dran. Und glaub mir, ich habe mir jahrelange Gedanken um dieses Thema gemacht. Denn natürlich ist es schwerer, ein Kind groß zu ziehen, wenn man durch Krankheit vorbelastet ist.
Ich habe viel mit Psychologen darüber geredet, ob es ein zu großes Risiko wäre. Und in der Zeit, als ich in der Therapie noch nicht so weit war, hätte ich auch nie ein Kind bekommen. Aber ich habe sehr viel an mir gearbeitet und bin jetzt stabil. Natürlich kann es passieren, dass ich irgendwann mal wieder in ein Loch falle. Aber das kann anderen Menschen genauso passieren. Da ist niemand sicher vor.

Und dann dürften Menschen, die irgendeine körperliche Erkrankung haben, auch keine Kinder kriegen? Denn jemand, der beispielsweise nicht laufen kann, kann ja nicht mit seinem Kind normale Dinge machen, die Eltern machen und könnte evtl früh zum Pflegefall werden?! Und Harz 4 Empfänger dürften alle keine Kinder kriegen? (Btw, wer hat gesagt, dass ich Harz 4 Empfänger bin).

Tut mir leid, aber das ärgert mich gerade irgendwie. Ich habe mir sehr viele Gedanken um dieses Thema gemacht und denke schon, dass ich damit verantwortungsvoll umgehen kann. Und ja, es gibt genug Menschen, die besser keine Kinder bekommen sollten.
Aber das man nur durch ein Posting gleich als solcher Mensch abgestempelt wird, finde ich sehr ignorant.
Es gibt leider auf dieser Welt immer noch viele Menschen, die psychisch kranke Menschen stigmatisieren und als nicht lebensfähig darstellen, ohne dass sie sich wirklcih damit auseinandergesetzt haben.

Und ich finde eher, dass Menschen, die ihren Beruf in den Vordergrund stellen und jeden Tag mehr als 10 Stunden arbeiten und ständig auf Dienstreise sind um viel Geld zu verdienen und ihre Kinder bei einer Tagesmutter oder so aufwachsen lassen, keine Kinder bekommen sollten. Dann haben die Kinder zwar ein stabiles Umfeld und alles was sie brauchen, aber keine Eltern die für sie sorgen. Aber anscheinend ist Geld und Gesundheit der Eltern ja alles, was Kinder brauchen

24.02.2015 13:25 • #5


minna


nein - ich stemple dich in keinster weise ab.

denn eigentlich bekommt jeder mensch ein kind,
weil er es sich wünscht
und nicht wirklich, weil es so gut für das kind ist.

aber ich arbeite im sozialen bereich,
was ich sehr gerne tue, denn
das ist einerseits sehr schön,

aber man sieht auch viele dramen und tragödien.

man auch im wanderzirkus gut aufwachsen
oder im zelt, solange das umfeld gut, stabil und liebevoll ist.

aber deine partnerschaft stand nicht zum besten ,
dein partner hat suizidgedanken,
du warst viel in kliniken
und wolltest trotzdem ein kind,

das finde ich schwierig und konfliktreich,
für alle
deinen partner, für dich und ja
auch für ein mögliches kind.

24.02.2015 14:00 • #6


Kathie1980


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Dass unsere Partnerschaft nicht für Kinder geeignet war, ist mir ja klar. Und das war es ja, was ich meinem Mann übel genommen habe. Dass er sich keine professionelle Hilfe gesucht hat, um dieses zu ändern.

Denn ich habe immer darauf hingearbeitet, eine Stabilität in meinem Leben zu erreichen. Ich war bewusst mehrmals in der Psychosomatik um dort Therapie zu machen. Nicht, weil es mir akut so schlecht ging, dass es sein musste. Ich wollte dort gezielt an einigen Schwierigkeiten arbeiten und das habe ich geschafft.

Mensche, die körperlich krank sind müssen oftmals auch regelmäßig ins Krankenhaus, zur Reha oder Kur und sind längere Zeit nicht da. Aber macht sie das gleich zu schlechten Eltern?

24.02.2015 15:04 • #7


weintraube

weintraube


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Grundsaetzlich finde ich das garnicht falsch, dass Hartz4 Empfaenger keine Kinder haben sollten - Kinder kosten ja schliesslich viel Geld - und Hartz4 ist nicht wirklich der passende Zukunftstraum fuer eine Familie !

24.02.2015 15:16 • #8


peppina


Hey liebe Kathie!
ich habe in meiner Familie einen Fall von Depression. Ich habe mich viel gekümmert, bis mmir eine Frau vom BeratungsTelefon sagte, dass ich u.a. co-abhängig bin.
Dass ich mich zu sehr damit beschäftige.

und ebenso sehe ich das auch bei dir.
er ist nicht in der Lage sich zu kümmern. Hilfe nimmt man erst an, wenn man dafür bereit ist.

Du nimmst deinem Mann übel, dass er sich keine Hilfe gesuht hat, damit ihr eine Familie gründen könnt..
aber eigentlich müsstest du irgedwann so viel Selbstverarntwortung übernehmen, dass du die Möglichkeit zur Veränderung bei dir siehst: er ist ehrlich und sagt dir, was er bieten kann. Dann kannst du entscheiden, ob es genügt oder nicht.
auch wenn ich weiss, dass das sehr schwer ist..
ich weiss nicht warum er in der Klinik war, aber ich finde es schon sehr gut, dass er für sich klar hat: mehr kann ich nicht bieten.

du hast von vornherein alles gegeben, aber das sollte man in einer Beziehung gar nicht müssen..
Es ist vielleicht auch für ihn gar nicht hilfreich, dass du ihm so viel Hilfe gibst..
denn umso mehr du ihm gibst, umso mehr setzt du ihn auch unter Druck..

vielleicht bist du durch die Aufenthalte mehr die Menschen gewohnt, die psychische Erkrankungen haben: aber ich weiss, dass ene Depression nicht beziehungs-tragbar ist.
Was ist er? was ist die Krankheit? wo bist du? wer bist du? die Person, die du ist oder nur die Person, die du für ihn sein willst, weil du ihm helfen willst?


viel kraft für dich!

und ich weiss gar nicht, ob deine Affäre wirklich der Grund der Trennung ist? vielleicht eher die bsprungs-HIlfe?
ihr seid 2 Ertrinkende, die sich nur runterziehen würden..leider..

24.02.2015 15:32 • x 1 #9


Kathie1980


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Hey ihr,

im Endeffekt ist es ja jetzt auch egal, ob wir besser keine Kinder kriegen sollten etc.. Wir sind ja eh nicht mehr zusammen. Ich wollte Euch nur ein paar Hintergrundinfos geben, wie es soweit gekommen ist.

Ich denke auch nicht, dass meine Affaire der Grund für unsere Trennung war, es lief ja eh nicht mehr gut zwischen uns und er war nicht glücklich mit mir.

Aber ich hätte mir gewünscht, dass er mir noch eine Chance gibt. Eheberatung, Paartherapie oder sonst was. Mir ist klar, dass ich den größten Fehler meines Lebens begangen habe und ich weiß nicht, ob ich mir, wenn ich an seiner Stelle wäre, verzeihen würde.

Ich weiß, Schuldgefühle und Reue bringen mich auch nicht weiter, sondern machen mich nur noch mehr verrückt, aber sie sind halt einfach da. Und ich habe andauernd das Bedürfnis, mich bei ihm zu entschuldigen.

24.02.2015 16:48 • #10


peppina


Fehler deines Lebens?
entschuldige, aber atme mal durch...

dass du es so lange mit einem Menschen wie ihm asgehalten has, ist eine Riesenleistung!
ich finde Affären, Fremdgehen, nicht gut...
aber ich denke, es war genau richtig, damit alles so passiert wie es nun ist.
JETZT hast du die Chance, endlich mal im Leben nur an dich zu denken. und evtl die Chance, jemanden kennen zu lernen, der mit dir einen TRaum von Familie lebt..

24.02.2015 16:54 • #11


Kathie1980


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Hallo Peppina,

danke für Deine Worte. Manchmal schaffe ich es, das alles auch so zu sehen. Und denke mir, soll sich doch seine Neue damit rumschlagen.
Die meiste Zeit geht es mir auch nicht schlecht, es ist ok ohne ihn.

Aber an einsamen Abenden oder bei Dingen, die wir früher zusammen gemacht haben und die ich jetzt alleine mache (Sauna, Reisen etc) vermisse ich ihn plötzlich total.

Ok, ich denke, das ist normal, geht jedem so. Aber irgendwie fällt es mir von Natur aus schwer, einen Menschen loszulassen. Das war bei vergangenen Beziehungen auch so. Ok, es ist schon besser geworden, vor ein paar Jahren hätte ich noch mehr drunter gelitten, aber trotzdem schwierig

24.02.2015 17:00 • #12


peppina


Hey.. es benötigt aber auch einfach etwas Zeit..
lass sie dir..

irgendwann wirst du immer mehr Abstand haben und für dich merken, dass es gut war und seinen Sinn hatte..
Klar, an einsamen Abenden fühlt es sich sicherich deutlich schwieriger an, das ist doch normal..
mir fällt es manchmal auch schwer, loszulassen.. es geht hier ganz vielen so..
die Angst vor Veränderung kann einen lähmen..

aber du hast es auch mal endlich verdient, dass sich jemand stärkt und stützt..
du brauchst auch deine Kraft für dich!

24.02.2015 19:34 • #13


Kathie1980


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Hallo Peppina,

das Problem ist, dass ich mich selbst unter Druck setze, weil ich denke, Mensch, das ist doch jetzt schon 10 Monate her, langsam muss es doch mal gut sein. Es war ja zwischenzeitlich auch gut, aber jetzt, wo die Scheidung ansteht holt mich alles wieder ein.

Am Donnerstag sehe ich meinen Noch-Ehemann wieder.. ich hoffe, ich kriege es hin, keine Szene zu machen und nicht auf der Straße bzw. beim Notar loszuheulen...

24.02.2015 20:18 • #14


brummbär


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Hallo

Zuerst muss ich etwas loswerden. Ich habe auch Psychatrieerfahrung, habe im sozialen Bereich gearbeitet und glaub nee Menge Lebenserfahrung.
Eine psychische Erkrankung ist eine Diagnose und kein Mensch!
Jeder geht damit anderst um, lebt damit anderst und erschafft damit etwas anderes, genauso wie die Normalen.
Ist ein geregelter Tagesablauf da, die Kontrolle über sein Fühlen, finden sich hier durchaus viele Menschen welche großartige Eltern wären und sind.
Natürlich gibt es hier auch ungeeignete Eltern, genauso wie bei den Normalen.
Viele entwickeln im sozialen, kreativen oder auch emphatischen Bereich eine große Stärke, wovon die Kinder sehr profitieren können. Sind noch bereit auch viel für ihre Lieben zu tun.
Dein Mann hörte sich natülich jetzt nicht wie eine gesunde Basis dafür an.

Hartz 4 Empfänger nie Kinder? Melde dich doch bitte bei einer politisch orientierten Plattform an um deine dämlichen Hetzreden unters Volk zu bringen.

Sorry, jetzt zu dir, aber das musste sein.
Eine derart lange Zeit, acht Jahre, hinterlasst eine Leere. Ich kenne deine Problematik natürlich nicht, aber du scheinst viel auf Vertrautheit und ein Zuhause zu geben, da fällt es immer schwer dies dann aufzugeben.
Ich halte von Affären auch gar nichts, aber wie du es schilderst klingt das vorallem nach dem Verlangen nach Geborgenheit, Sicherheit und Nähe dich dich nicht schwächt.
Dein Mann ist nicht soweit, noch nicht einmal soweit etwas zu ändern.
Ein Schlussstrich ist das beste für dich.
Du hast vieles von dem bewältigt was dich belastete, dich im Leben behinderte, du musst nun langsam auch einsehen das du dein Leben jetzt derart ändern kannst und musst. Verstehe mich nicht falsch, nicht alles Schwache entfernen, aber nicht wieder in die Vergangenheit zurück.
Jemand der von Selbstmord spricht, soll dir ein zuhause geben? Das geht nicht.
Es ist nicht deine Aufgabe ihm Leben zu geben, du kannst ihn nur den nötigen Halt geben, den Weg für sich muss er beschreiten.
Es gibt da tatsächlich eine Art von Abhängigkeit, oft auch damit man sich nicht zu viel mit sich selber auseinandersetzen muss, aber du gehst deinen Weg. Sehe es ein du brauchst auch etwas Halt, ein Zuhause und einen Weg in die Zukunft.
Hoffnung ist für uns sehr wichtig, aber wir müssen sie auch leben, nicht nur davon träumen.
Versuche Abstand zu gewinnen, er flüchtet, dann kannst du ihn nicht aufhalten.
Und das ist für dich auch gut so. Nutze das was du für dich erreicht hast, lass bischen Ruhe einkehren und irgendwann wird dir ein Mann mit dem nötigen Herz, Verständnis und einer starken Schulter begegnen.

Alles gute dir

24.02.2015 20:19 • #15



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