Zitat von Lillilli: Ähm Sexualität ist immer noch ein Tabuthema, er fühlst sich mit sich selber nicht wohl. Ist doch klar, dass er nicht gerne darüber spricht. Den meisten Menschen fällt es schwer darüber zu sprechen. Du schießt dich grad sehr auf Narzissmus ein. Wenn du mit einem Mann mit narzistischer Persönlichkeitsstörung zusammen bist, ist der unbefriedigende Sex das kleinste Problem.
Ja das stimmt schon, gerade da er nochmal älter ist als ich. In "meiner Generation" ist das nicht mehr so sehr tabu. Aber er kommt vielleicht noch aus leicht anderen Zeiten, ist anders aufgewachsen. Wobei er auch diesem Zärtlichkeitsthema so ein bisschen ausweicht.. aber du hast Recht, ich glaube weniger als dem Sexthema. Ich werde heute Abend vielleicht auch das mit dem Scham ansprechen, ich weiß nicht mehr wer diesen Impuls gegeben hat, müsste ich nochmal nachlesen.
Zitat von brndbschlngrxl: Druck und Scham, für mich die plausibelste Erklärung.
Das man den Guten direkt in die Narzissten Ecke stelle und dir damit auch Sorge macht, halte ich für unangemessen.
Ich würde ihn direkt auf die Scham ansprechen, seine Reaktion darauf kann allein schon Antwort geben.
Und vor allem, setzte ihn nicht weiter unter Druck. Damit erreichst du das Gegenteil.
Verstehe mich nicht falsch, ich möchte nicht dass du auf deine Bedürfnisse verzichtest, nur wenn du wie du sagst noch nicht an eine Trennung denkst, so denke ich, wirst du erstmal zurück stecken müssen, damit er aus sich raus kann.
Achso, du warst das mit dem Scham, stimmt. Das werde ich auf jeden Fall tun! Ja, selbst wenn er verneint, aber dabei sehr verlegen ist, könnte das dafür sprechen dass er doch Scham empfindet.
Den Druck lasse ich tatsächlich schon seit längerem weg, auch wenn es vielleicht in den Texten nicht so wirkt. Wegen der Häufigkeit des Sex habe ich schon lange nichts mehr gesagt. Führte aber bisher auch nicht dazu, dass es mehr wird. Ich schätze das ist einfach seine Häufigkeit. Ich muss einfach schauen, dass ich auch in Zukunft genügend beschäftigt bin, notfalls z.B. mein Hobby ausdehne soweit es geht, dass einfach nicht mehr viel Zeit wäre. Aber dafür sollte die Qualität des Sex zunehmen. An fehlende Quantität kann ich mich etwas besser gewöhnen als an miserablen Sex.
Zitat von brndbschlngrxl: Was mir gerade auffällt, du schriebst er hat durchaus auch ero. Emotion gezeigt die konträr zu dem steht wie er sich sonst verhält.
Was ist der Unterschied beider Situationen? War dein Verhalten identisch?
Hmm also dieses Verhalten zeigte er zum Beispiel, wenn wir über unsere gemeinsame Zukunft gesprochen haben... bevor wir verheiratet waren z.B. mal, als er ganz schüchterne Anspielungen auf Eheringe gemacht hat.. ansonsten wenn er mich manchmal in den Arm nimmt und irgendetwas Schönes sagt, z.B. dass er stolz auf unsere Familie ist.. oder dass ich toll bin o.ä... Andersherum auch wenn ich auf ihn zukomme und so etwas mache. Dann wie gesagt ist er danach erigiert.
Der Unterschied ist eigentlich, dass ich da gar keine sexuelle Intention habe. Allerdings habe ich oft keine sexuelle Intention während ich ihm Zuneigung zeige, also es kann nicht sein dass er automatisch zumacht wenn ich ihn in den Arm nehme o.ä., weil er denkt jetzt möchte ich wieder Sex.
Mittlerweile fange ich nicht mehr an, wenn ich Sex möchte. Diese Ablehnung verunsichert einen schon sehr, wenn sie wieder und wieder kommt. Und mich hat es immer genervt, dass er nie auf meine Lust eingehen konnte und immer ich mich anpassen musste, wenn er gerade Lust hat. Ich traue mich also auch gar nicht mehr "zu verführen" oder wie man es auch nennen will. Was ich wenn dann mal mache, ist quasi vorsichtiges "Anfragen" mithilfe von Anspielungen. Und dann springt er entweder darauf an oder auch nicht.
Was ich noch verbessern kann, ist meine Ausstrahlung, wenn mal wieder "der Sextag" gekommen ist und sich Gelegenheiten bieten, er keine Anstalten macht und ich weiß dass es später nicht mehr klappen wird. Da bin ich dann enttäuscht und genervt und das merkt man mir dann teilweise an. Das erzeugt ja auch Druck. Ich gebe mir aber Mühe, da locker zu bleiben...