Zitat:Aber sich selber vollumfänglich die Schuld und Tragweite einzugestehen, ist eben auch ein Prozess und nicht einfach für viele.
...schreibt @st665
sich der gesamten Tragweite bewusst zu werden, ist in der Tat ein Prozess. Die Tragweite bezieht sich allerdings auch auf einen selbst. Die ist ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger, als die Tragweite nach außen hin, die zweifelsohne auch relevant ist.
Den Begriff "Schuld" lasse ich weg. An die Stelle setze ich "volle Verantwortung", die es zu übernehmen gilt. Und die sogar ohne "wenn und aber". Nach außen hin sind "wenn und aber" Murks, sich selbst gegenüber auch. Nein, sich selbst kasteien wäre nicht sinnvoll. Sack und Asche auch nicht. Einen großen/groben Fehler gemacht zu haben gilt es sich und denen gegenüber einzuräumen, denen sehr weh getan wurde.
Was jetzt nun zum Fremdgehen verleitet hat - es gibt so Pseudo-Argumente, um zunächst das eigene Gewissen (wieder) zu beruhigen. Und nach außen hin zu beschwichtigen, sind
Pseudo-Argumente ... na ja.
Ich habe nach dem Ende "meiner" Affäre ohne wenn und aber dazu gestanden. Weder Gefühle, noch Emotionen, noch Hormone habe ich angeführt. "Geschlittert, gerutscht, hinein geraten" bin ich nicht. "Es hat sich ergeben" auch nicht...doch, das träfe am ehesten zu.
Allerdings - wie jemand damit umgeht, wird jeder mit sich selbst ausmachen müssen.
Ich schaue wieder in die Spiegel...und der mich da anschaut, kann ich ohne Probleme
jeden Morgen wieder rasieren und waschen!

@Brennessl
Zitat:ich trau mich von mir zu behaupten, dass ich nicht ohne miese gedanken über längere zeit betrügen könnte.
erst wenn du in einer solchen Situation bist, wird es dir möglich sein, mögliches Verhalten anzuwenden oder nicht.