BastiansZ
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ich brauche eure Hilfe.
Mich plagen riesige Schuldgefühle, obwohl ich derjenige bin, der verlassen wurde. Mich bringen diese Schuldgefühle um den Verstand, dass ich fast glaube nicht mehr weiterleben zu können.
Meine Frau hat sich nach 12 Jahren von mir getrennt. Wir waren verheiratet. Wir sind zusammen gekommen, da waren wir beide 18. Es war meine erste Beziehung und anfangs war alles perfekt.
Sie kam aus einem kaputten Elternhaus und hatte schwer damit zu kämpfen, daher profitierte sie sehr stark davon immer zu mir kommen zu können und bei mir zu übernachten. Ich war immer ihre starke Schulter. Mit der Zeit ließ der Sex zwischen uns nach, es fehlte immer mehr an Anziehung.
Trotzdem zogen wir 2015 in eine eigene Wohnung. Ab da ging es zunehmend bergab mit uns. Sie fing ständig Streit wegen dem Haushalt an. Ich versuchte es ihr recht zu machen, aber sie fand immer wieder neue Punkte in Sachen Ordnung und Sauberkeit, die störten. Sie machte uns damit so viele Abende zur Hölle. Dies wirkte sich zunehmend negativ auf unser Sexleben aus, da sie endgültig die Lust verlor aufgrund ihres Unzufrieden seins mit meinem Verhalten im Haushalt. Hinzu kam, dass sie immer wieder Probleme mit ihrer Mutter, Freundinnen und ihrer Chefin hatte, worüber wir immer wieder ausgiebig am Küchentisch diskutierten. Ich versuchte ihr immer zu helfen. Schrieb ihre Texte vor, wenn sie mit ihrer Mutter chattete, hörte mir immer alle ihrer Probleme an. Auch mit Ihrer Figur war sie immer unzufrieden. Ich bin sehr sportlich und athletisch, deshalb vergleich sie sich sehr mit mir und versuchte mitzuhalten, worunter sie, wie ich mittlerweile weiß sehr litt. Ich verbrachte definitiv viel Zeit mit Sport, diätete hart, was sie als krank abstempelte und Kommentare abgab wie Ich kann dich gar nicht mehr anschauen, so dürr bist du. Dabei war ich einfach definiert. Sie war in der Vergangenheit stark magersüchtig gewesen inkl. Klinikaufenthalt, weshalb das sowieso ein schwieriges Thema für sie war.
Der Sex wurde immer weniger. Sie kam auch nie auf mich zu. Sie küsste mich nie. Umarmte mich nie. Kuschelte sich auch nicht an mich. Sie sagte, sie könne das nicht. Sie sei so nicht. Auf der Arbeit erzählte sie, wie kalt ich sei und wie wenig Aufmerksamkeit ich ihr geben würde. Keine Blumen oder Kleinigkeiten. Sie schrieb zu der Zeit auch bereits mit anderen Männern wie sie mir später beichtete.
Ich muss zu mir sagen, dass ich im sexuellen Kontext unterwürfig bin. Das bedeutet, dass ich es gerne habe, dass eine Frau auf mich zugeht. Ich bat ihr immer wieder an, sie so oft wie sie es wollte mit der Zunge zu verwöhnen, wenn sie danach wünschte. Konventionellen S. brauchte ich gar nicht. Sie sagte mir, dass das es ihr ohne hin nicht gefiel, da sie dabei Schmerzen habe bzw. auch nicht zum Höhepunkt käme. Sie konnte sich trotzdem nie überwinden mich wissen zu lassen, wenn sie Lust hatte. So plätscherte unser S.leben weiterhin dahin. Ich verzichtete komplett auf das Ausleben meiner Sexualität. Sie selbst war sich nie sicher, ob sie überhaupt eine habe. Es gab nun immer wieder Situationen in denen wir kurz davor waren Schluss zu machen.
Die einzige Freude, so kam es mir vor hatte sie, wenn wir Urlaub machten. Dieser musste dann auch zunehmend ausschweifender werden. Erst Europa, dann USA und Asien. Sie sagte immer zuhause fällt mir die Decke auf den Kopf.
2018 einigten wir uns darauf, dass ich meine sexuellen Fantasien mit einer Spielpartnerin ausleben würde. Sie sagte, dass ich so viel mit ihr mitgemacht habe, dass ich mir das verdient habe. Dabei ging es nicht um Sex, sondern eher um SM-Spiele. Dies war ein Jahr vor unserer Heirat. Ein halbes Jahr nach unserer Heirat fand ich eine Spielpartnerin mit der ich mich einmal die Woche traf. Diese Frau hatte selbst einen festen Partner, weshalb es ein reiner Kontakt war, bei dem es darum ging, BDSM zu praktizieren. Diese Frau gab mir emotionale Wärme. Sie gab mir mal wieder das Gefühl ein attraktiver Mann zu sein, sie streichelte mich und gab mir allgemein ein gutes Gefühl.
Meiner Frau gegenüber war ich immer vollkommen transparent, ich fragte während dieser Zeit oft, ob es ihr gut damit geht, worauf sie antwortete, dass ich gerne machen könnte wie ich denke und dass es ihr eigentlich egal sei.
Im Oktober 2019 trennte sie sich von mir (sie liebe mich nicht mehr). Einen Tag später konnte ich sie mir romantischen whatsap Nachrichten wieder zu mir bewegen. Sie sprach die Spielbeziehung nicht als Grund der Trennung an.
Im Januar 2020 stelle sie mich schließlich vor die Wahl, sie oder die Spielbeziehung. Ich entschied mich schwere Herzens für meine Frau. Trotzdem war sie sich wieder unsicher, ob sie mich liebte, wollte am nächsten Tag die Beziehung jedoch fortführen, änderte ihre Meinung jedoch noch am selben Tag nach dem Besuch bei ihrer Mutter.
Nach einer Woche Beziehungspause in der ich zu meinen Eltern zog, wollte sie mich wieder. Wir wohnen 3 Wochen wieder zusammen, in denen ich mir sehr unsicher war, was ich nun wollte, BDSM ausleben oder weiterhin ein Leben mit meiner Frau, ohne nennenswerte Sexualität. Mich machte das sehr fertig, was sie merkte.
Schließlich trennte sie sich nach den drei Wochen von mir. Am nächsten Abend wollte sie mich zurück unter Tränen und dem Vorwurf, dass sie doch so langsam Kinder wollte. Ich hatte die Trennung aktzeptiert und fiel in mich zusammen. Ich schlug ihr nun vor, dass wenn sie mich doch wieder haben wollte, sie bitte aktzeptieren solle, dass ich meine Neigung einmal die Woche leben will.
Wir nahmen uns 3 Wochen Auszeit in denen ich Auszug. Nach den drei Wochen, verkündete sie mir, dass es keinen Sinn mehr mit uns mache. Ich hatte so ermaßen gehofft, dass sie mir die Spielbeziehung wieder erlaubt und wir weiterhin zusammen bleiben können, dass ich wieder in mich zusammenfiel. 2 Wochen hatten wir dann noch ein hin und her und sie trennte sich endgültig.
Ich wollte lediglich einen Weg finden, wie ich meine Sexualität leben kann und wir trotzdem ein Paar bleiben können. Ich bot ihr ebenfalls an, sexuelle Erfahrungen mit einem anderen Mann zu sammeln, wenn das alles fair abgesprochen wird. Sie sagte mir nämlich nach 12 Jahren!, dass sie davon träume einmal etwas mit einem Mann zu haben, zu dem sie keine emotionale Verbindung hat. Das wollte sie auch annehmen, tat es jedoch nicht.
Nun stehe ich nach 3 Monaten da und leide schrecklich darunter, sie verloren zu haben. Ich habe das Gefühl, sie schrecklich enttäuscht zu haben und als Mann versagt zu haben. Meine Gewissensbisse sind so ermaßen groß, dass ich es kaum aushalte. Ich werde nun von Erinnerungen unserer Urlaube und Ausflüge geplagt. Sie gibt mir nun die Schuld an allem. Ich weiß im Momentan nicht wie ich damit weiterleben soll, dass ich am Ende so an unserer Beziehung gezweifelt habe.
Meine Eltern, Freunde, Geschwister sagen mir alle, dass ich ihr jahrelang alles gegeben hätte was ich konnte und es gerechtfertigt sei, dass ich mal etwas Glück für mich haben wollte.
Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr dazu etwas schreibt.
das könnt ihr aber wohl erst wirklich finden, wenn sich jeder von euch selber gefunden hat!