Zitat von BastiansZ: Aber ich denke, sich bewusst Zeit dafür zu nehmen um einfach auszuruhen ist wichtig, auch wenn man von anderen hört, dass man nun rausgehen und feiern soll.
Ich denk auch, Du solltest tun, was Dir gut tut. Eine Trennung ist immer auch Trauerarbeit. Und wenn es Dir besser geht, dann ist die Idee, raus zu gehen auch eine gute. Den Zeitpunkt dafür entscheidest aber Du.
Zitat von BastiansZ:Ich habe mir tatsächlich nie wirklich Gedanken gemacht was ich im Leben will, sondern eher etwas in den Tag hineingelebt.
Dein Navi fehlt gerade, was Dir sagt, wo Du lang fahren sollst im Leben. Klar, ist das ungewohnt, und wirkt auf Dich vielleicht bedrohlich. Aber nach dem ersten Sprung ins kalte Wasser wird es Dir vielleicht auch gefallen, selbst entscheiden zu können.
Zitat von BastiansZ:Sie meinte immer, wenn ich ihr wichtig wäre, würde ich an bestimmte Dinge im Haushalt denken.
Auch diese Aussage halte ich für manipulierend, abwertend und schlicht gemein. Liebe beweist sich weder in Konservendosen, noch in komplett krümellosen Fußböden. Manche Leute haben unterschiedliche Bedürfnisse was Ordnung angeht. Bei mir war es mein Exmann, der mich immer wieder kritisiert hat. Bis ich eben auch dachte, ich bin dazu gar nichts zu gebrauchen. Das (und anderes) hat mir und meinem Selbstwert lange zu schaffen gemacht. Nach der Trennung in meiner eigenen Wohnung war es eine echte Erleichterung, auch mal Haushalt unerledigt zu lassen, wenn ich gerade nicht wollte. Penible Ordnung hat bei mir keine Priorität, hatte sie noch nie. Halbwegs ordentlich reicht mir völlig. Ich wette, diese Freiheit wirst Du auch recht bald geniessen können.
Zitat von BastiansZ: Sie hatte zu wenig Selbstwertgefühl um von Anfang an klar ihre WÜnsche und Bedüfrnisse zu kommunizieren.
Naja, das macht es einem Partner aber richtig schwer. Du kannst Deinem Gegenüber ja immer nur bis vor die Stirn gucken. Woher sollst Du wissen, was sie stört? Wie sollst Du Ihre Bedürfnisse erfüllen, wenn Du nur raten kannst? Hatte sie Dir gegenüber kein Vertrauen, oder warum konnte sie sich da nicht öffnen? Oder wäre es auch für sie ganz sinnvoll gewesen, sich mal mit einem Profi zu unterhalten?
Zitat von BastiansZ: Sie sagte mir später, dass sie fast jeden abend heimlich geweint hätte.
Und auch das ist fies und manipulierend. Dir im Nachhinein ein schlechtes Gewissen zu machen. Du hättest sicherlich etwas geändert, wenn Du manches gewußt hättest. So hast Du falsch geraten, weil sie nicht geredet hat, und das wirft sie Dir vor und macht Dich für ihre Tränen verantwortlich.
Diese Verantwortung solltest Du nicht annehmen. Nur wer den Mund aufmacht, und sagt, wo der Schuh drückt, kann von seinem Gegenüber ein Handeln erwarten. Das dann später noch zu benutzen, um Dir ein schelchtes Gewissen einzureden, und Dich so in eine "Schuld" zu bringen, damit Du tust was sie will, find ich mies.
Zitat von BastiansZ:, wo sie nicht schlafen konnte, da ich schnrachte. Sie hielt mich dann auch wach.
Die ist ja echt ein richtiger Schatz. NICHT:
Als ob Du mit Absicht schnarchen würdest. Auch das solltest Du Dir nicht als "Fehler" annehmen. Leicht gesagt, ich weiß. Aber ernsthaft: was genau hättest Du ändern KÖNNEN? Mit Deinem Wissensstand von damals?
Zitat von BastiansZ:Die Gewohnheit, Sicherheit und Vertrautheit, meine Bindung zu ihr und eben, weil ich für sie Liebe empfinde.
Das glaube ich Dir.
Sie hat Dich manipuliert. Dich abgewertet und klein gemacht. Körperliche und emotionale Nähe verwehrt. Einige von den Aktionen, die Du hier beschrieben hast, finde ich echt fies, so würde ich nie mit jemandem umspringen, den ich liebe. Und vermutlich auch sonst nicht. Auch wenn es jetzt für Dich im Moment nicht einfach ist, von dem was ich gelesen habe bin ich fest überzeugt, dass es Dir ohne sie besser gehen wird.
Die emotionale Wärme, die Du bei Deiner Spielgefährtin gespürt hast, so was gehört in eine Beziehung.
Kannst Du das erahnen?