Zitat von Mina123:Das meiste war negativ, wenig war positiv aber trotzdem hab ich ihn über alles geliebt. - er war nie da wenn ich ihn brauchte - wir haben es nicht in den 3 Jahren geschafft, einen vernünftigen Alltag herzustellen, weil ihm 25 Minuten Fahrtweg zu viel waren und wir somit so lange eine Fernbeziehung (17km) führten. Lag in seinen Händen, ich konnte wegen meiner Kinder nicht weg, er hat keine - er saß abends lieber mit seinen Jungs einen trinken und rauchen, ich konnte froh sein wenn er sich mal gemeldet hat vor dem schlafen ( und das schlimme, ich ...
Auch so erlebt, nur das keiner von uns Kinder hatte. Das heißt doch, er hat eine erwachsene Tochter, aber selten Kontakt. Hab sie in den zwei Jahren nie gesehen.
Nach großer Nähe in der Anfangszeit nur noch Distanz. Hatte immer weniger Zeit, obwohl er arbeitslos war und nur ein paar Häuser weiter wohnt.
Und der Grund, auch bei ihm, Alk!
Am Wochenende zwei Tage mit dem Freund durchgesoffen, anschließend brauchte er zwei Tage um sich zu erholen. Dann wieder alleine exzessiv gesoffen, wieder zwei Tage ausgenockt, gereizt, wollte alleine in seiner Wohnung sitzen, nicht fähig zu schreiben. Dann kam das nächste Wochenende, wieder der Freund und mit ihm saufen....
Ein typisches Alk-Leben.
Kommunikationsgestört, alles war schwarz-weiß statt differenzierte Betrachtung, witterte in allem kritik, machte aus einer Mücke einen Elefanten, zetttelte Streit an, eifersüchtig, paranoid, sah Gespenster, schrie mich an, machte ständig Schluss, schmiss mich aus seiner Wohnung, (wenn ich das falsche sage), konnte nicht mehr zugewandt sein, keine Zärtlichkeit, immer seltener S, Poten. wegen alk, vorübergehend auch andere Substanzen, ließ sich gerne einladen (die 2 Jahre kosteten mich einiges), drehte mir im Bett den Rücken zu, depressiv, Stimmungsschwankungen, meckern über alles, starre Mimik und schweigen ohne alk, zocken, nie ein Buch gelesen, nicht phantasievoll, alle Unternehmungen (selten) beruhten auf meine Initiative, machte keine Kompromisse, machte nichts zuliebe einer anderen Person, keine sozialen Kontakte außer sauffreund, wenn ich nach seinem Tag fragte: "willst du mich kontrollieren?", Wechsel zwischen Dominanz und komplexen ("was willst du mit einem wie mir?"), Minderwertigkeitskomplex weil er zur Hauptschule ging (keine Ausbildung) und ich studierte und einen guten Job habe .
Respektlos. Wenn ich ihn besuchte, begrüßte er mich nicht an der Tür, sondern sass auf dem Sofa und schaute weiter tv. Keine Geste und kein Wort der Begrüssung. Monologe, wenig fragen, jammern über Krankheiten, forderte Bewunderung und erhielt sie von mir.
Lieblingssätze:
"Weiß nicht",
"Hab ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht"
"Ich bin so wie ich bin und wem das nicht passt, der kann gehen"
"Hat man hier in Deutschland nie seine Ruhe, alle wollen was von mir" (sagt einer ohne soziale Kontakte und null Anforderungen mangels Job)
"Ich hab es gerne unkompliziert"
"Immer bin ich der Schuldige"
"Rallst du das nicht?"
Mein Fazit:
1) Ich war ihm weniger wert, als ein Kasten B..
2) Der ist durch wegen seines Alk.problems.
Ich wundere mich immer noch, wie ich in so etwas reinrutschen konnte. Meine anderen beziehungspartner waren zum Glück psychisch normal und lehnten alk komplett ab. Hatte auch noch nie vorher einen verbal aggressiven Freund und noch nie so einen dummen.
Habe in den zwei Jahren viel über mich gelernt.