Ich habe hier immer mal wieder reingelesen. So zur mentalen Unterstützung, falls ... ich könnte an zig Beiträge einen dicken roten Haken machen und sagen, ja, ja, ja, genau so, so war es auch bei mir. Kennt ja fast jeder hier.
Nun ist es Mai 2020 geworden und ich habe nun auch so gut wie das Trennungsjahr durch. Mit fast jedem Tag, der verging seit der Trennung, ist mir bewusst geworden, was bei uns zum Ende führen musste. Und ein Jahr später geht es mir jetzt besser denn je, besser ging es mir schon wenige Wochen nach der Trennung, als ich anfing, zu realisieren, wie und was und warum und weshalb und überhaupt.
Ich möchte nie wieder so jemanden wie ihn in meinem Leben haben, einen, der nicht, ich kann fast sagen, der nie über uns oder Gefühle oder Gedanken geredet hat, einen, der mich emotional am ausgestreckten Arm verhungern ließ, der Dinge aus meiner Vergangenheit nutzte, um mir weh zu tun, der mich klein hielt, der mich fast dazu gebracht hätte, dass ich mich verliere.
Dennoch habe ich diese Tage, warum es auch diesen Thread hier gibt, wo ich traurig werde, dass mein Leben so lief, wie es gelaufen ist, doch das reicht bei mir nicht, dass ich an ihn denken muss. Ich denke an mich und dann gehts auch, weh getan hat trotzdem alles sehr, so sehr, dass ich in den ersten Wochen glaubte, ich muss sterben. Das war eine sehr schmerzhafte Lektion in meinem Leben. Und ich kann auf diese Phrasen verzichten, die mir sagen, sei froh, dass Du ihn los bist, warum hast Du das gemacht und bliblablums. Wenn ich von weitem gucke, dann weiß ich es auch, doch das denken und das tun sind in der Gefühlswelt zweierlei und von außenstehenden noch weniger zu verstehen, wie man es selber oft versteht, weil es ein Ergebnis der Jahre eines Lebens ist, und zwar meines Lebens.
Ich hab gerade gelesen, ich habe hier den Status "erleuchtet", ja, das trifft es auf jeden Fall
