@pphoenix
Erst einmal vielen Dank für deinen guten Beitrag und die Aufmunterung.
Zitat von pphoenix: Dieser Impuls ist wahrscheinlich weniger eine echte Entschuldigung, sondern vielmehr ein Ausdruck deines unbewussten Wunsches, wieder im Kontext der Beziehung mit ihr in Kontakt zu treten.
Es kann sein, dass irgendetwas unterbewusstes abläuft. Auf der anderen Seite kann ich das einordnen. Sie hat kein Interesse mehr, ansonsten würde sie sich anders verhalten.
Zitat von pphoenix: Aber die Realität ist, dass sie sich bereits entschieden hat, und diese Entscheidung spiegelt ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse wider, die sich verändert haben.
Sie sagte bei der Trennung “sie habe die Hoffnung verloren“. Also darauf bezogen, dass sich etwas ändert. Ja, jetzt hat sie sich für den neuen Typen entschieden und wird bei ihm die entsprechende Bindung aufgebaut haben.
Zitat von pphoenix: Es ist wichtig zu erkennen, dass das Ende der Beziehung nicht deine Schuld ist.
Naja, aber ich trage schon die größere Verantwortung. Sie hat sich dahingehend verändert, dass sie die Beziehung auf eine neue Stufe heben wollte. Ich denke schon, dass ich das hier heute nicht schreiben müsste, wenn ich ihr die entsprechende Aufmerksamkeit gegeben hätte.
Zitat von pphoenix: Stattdessen ist es das Ergebnis einer komplexen Mischung aus individuellen Entwicklungen und Veränderungen in eure Nähe-Distanz Systematik.
Ja, da hast du sicherlich recht. Es ist nicht so eindimensional. Aber warum hat sie dann den ganzen Tagesablauf nach mir ausgerichtet? Ich denke, weil sie Nähe wollte, mehr Liebe wollte.
Zitat von pphoenix: s klingt so, als hätte auch deine Ex-Freundin unbewusst Schwierigkeiten gehabt, mit der neuen Form der Nähe umzugehen. Manchmal führt das dazu, dass Menschen, meist unbewusst, die Beziehung sabotieren.
Ja, ihr Verhalten war teils auch sehr merkwürdig.
Zitat von pphoenix: Deine Freundin hat sich zudem auf einen neuen Mann eingelassen, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass sie in ihrem Leben weitergegangen ist.
Ja, sicherlich. Obwohl mir daw bewusst ist, bekomme ich das mit der Entschuldigung nicht ganz aus mir heraus. Vielleicht gibt es ja noch andere Ansichten?
Zitat von pphoenix: Indem du dich bei ihr entschuldigst, könntest du den Eindruck erwecken, dass du die Verantwortung für das Ende der Beziehung auf dich nimmst, was nicht fair gegenüber dir selbst ist.
Das ist auch ein Grund, warum ich mit der Entschuldigung so schwanke. Denn auch hier ist es nicht so eindimensional. Sie könnte sich dadurch erst recht bestätigt fühlen. Andererseits denke ich, dass bestimmte Verhaltensweisen von mir entschuldigt werden “müssen“, allein aus Anstand.
Zitat von pphoenix: Es war nicht deine Schuld, dass sie sich entliebt hat. Denn ein Mensch, der liebt, der bleibt.
Ich bin mir da nicht so sicher; leider. Es könnte auch sein, dass sie nicht mehr konnte. Sie wirklich die Hoffnung verloren hat. Sie sagte nach der Trennung, dass sie öfters im Bett geweint hat. Sie hat ca. 5 Monate vor der Trennung einen Psychologen wieder aufgesucht. Ich denke, er hat sie auch auf den Weg der Trennung gebracht. Das sie realisiert hat, was ihr fehlte. Das sie sich in eine Abhängigkeit begeben hat. Sie sagte selbst, dass er sie sehr gut reflektiert hat.
Zitat von pphoenix: Akzeptiere, dass die Beziehung vorbei ist, und erlaube dir, in deinem eigenen Leben voranzukommen.
Das muss ich, es gibt keinen anderen Weg. Obwohl diese blöden Schuldgefühle noch immer teils vorhanden sind.
Zitat von pphoenix: Doch das eigentliche Problem liegt tiefer und wäre wahrscheinlich auch durch andere Maßnahmen nicht wirklich lösbar gewesen.
In meinem Kopf ist: wärst du den Weg mit der Selbstständigkeit nicht gegangen, wäre es nicht passiert. Hättest du nur manchmal anders reagiert, wäre es nicht passiert. Viele Aussagen von ihr waren letztendlich nur ein Ruf nach mehr Liebe und Aufmerksamkeit.