Zitat von _Tara_:@schmaloo Da ist etwas Wahres dran.
Als ich ihm das mit dem anderen sagte, war seine erste Reaktion auch: "Ich war in der schweren Zeit für Dich da! Da kannst Du mir das doch nicht antun! Wie kannst Du Dich da in einen anderen verlieben?" Damit hat er mir sofort genau das Schuldgefühl vermittelt, das ich wochenlang befürchtet hatte. Ich habe so viel für Dich getan und zum Dank verlässt Du mich?
Guten Morgen Tara,
da solltest Du für Dich schauen, ob Dir der hingehaltene Schuh auch paßt. Für jemanden da zu sein und Liebesbeziehung müssen ja nicht automatisch vermixt werden. Bedeutet, man kann durchaus Beides parallel haben. So wie Er es Dir zum Vorwurf macht, wirkt es auf mich so, daß Er versucht hat sich Deine Liebe zu verdienen bzw. Dich dadurch auch zu binden. Emotionale Erpressung.
Er kann das nicht voneinander trennen.
Wertschätzung sollte schon vorhanden sein und auch normalerweise gezeigt werden unabhängig von einer Liebesbeziehung. Er scheint es jedoch daran festzumachen alleine Deine Liebe und Zuneigung zu besitzen. Man kann ja auch mehrere Menschen lieben, nur eben auf unterschiedliche Art und Weise. In diesem Fall ist jegliche Zuwendung und Bestätigung kontraproduktiv leider, weil Er sich sofort daran festklammern würde.
Was versteht Er unter Liebe ? Habe den Eindruck Er verwechselt da etwas ganz grundlegend.
Ego basierte Variante mE.
Zitat:Auch da triffst Du wahrscheinlich den Nagel auf den Kopf! Aber ihm wird das nicht klar sein. Er macht jetzt mich bzw. die Tatsache, dass ich ihn im Stich gelassen habe, dafür verantwortlich, dass sein Leben schei**e läuft.
Wichtig ist, daß es Dir klar wird, was Er in Dir anspricht und weshalb. Das sind oftmals unbewußte Mechanismen und Verhaltensmuster im Ego. Die Bereitschaft kannst Du bei Ihm nicht erzeugen, die muß in Ihm selber entstehen. Denke auch Er merkt das selber nicht, aber das ist wie gesagt seine Lernaufgabe, nicht Deine.
Zitat:Ja, so sehe ich ihn. Aber er ist eben auch ein sehr lieber Mensch (bis auf die Sache mit den Mädels). Er hat so ein gutes Herz, Humor, liebt Tiere. . . er hat es verdient, glücklich zu sein!
Ich habe mir all Eure Kommentare gestern Abend nochmal durchgelesen. Und Ihr habt mit allem Recht, was Ihr schreibt. Mit leuchtet auch alles ein, die ganze Dynamik, die Muster - meine und seine. Und trotzdem kann ich diese Traurigkeit nicht ablegen.
Ich kann gut verstehen was in Dir vorgeht. Kenne die Thematik selber auch.
Versuche es mal anders wahrzunehmen. Das Leben, seine Umfeld Spiegel Ihm dauernd erneut wo Er genauer hinsehen soll. Das tut Er noch nicht, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist, damit Er die Bereitschaft entwickelt in den Spiegel zu blicken, die Ursachen in sich selber wahrzunehmen und beginnt sich zu zu stellen, um sich dann in eine andere Richtung zu bewegen. Das ist ein sehr schmerzhafter Prozeß, dem Er sich stellen müßte. Das vermeidet Er jedoch um verlagert das auf sein Umfeld, das Außen, kompensiert, verlagert Bedürfniserfüllung auf das Außen und andere Menschen und betreibt auch Schuldumkehr.
Zitat:Ich werde das aber natürlich nicht machen. Er würde nur Hoffnung schöpfen, dass ich ihn wiedersehen will, dass alles wieder so werden könnte, wie früher. Und dann würde ich ihm wieder weh tun! Denn "uns" gibt es nicht mehr.
Also behalte ich die Kontaktsperre bei. Ich denke, das ist die einzige Möglichkeit, dass wir beide es irgendwann schaffen, uns und diese ungesunde Symbiose, die wir hatten, gedanklich loszulassen.
Ja, da stimme ich Dir zu. Das ist nicht einfach. Du tust Ihm damit aber nicht nur Dir, sondern auch Ihm auch etwas Gutes, auch wenn Er noch nicht in der Lage ist das zu erkennen.
Wünsche Dir viel Kraft und einen sonnigen Tag.