_Tara_
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Im März 2016 habe ich den Kontakt zu meinem Ex (wegen dem ich in 2015 hier im Forum gelandet war, siehe mein altes Thema), mit dem ich die letzten Monate eine s.lose, aber sehr liebevolle Bruder/Schwester-Beziehung hatte (so habe ich es empfunden) und der mich 1,5 Jahre lang durch meine Brustkrebs-Erkrankung begleitet hat, abgebrochen, weil ich mich in einen anderen Mann verliebt habe, mit dem ich heute immer noch zusammen bin.
Es hat mir das Herz gebrochen.
Ich hatte wochenlang einen inneren Kampf mit mir ausgefochten, wann ich es ihm wie sagen soll. Ich hatte solche Angst davor, ihm so weh zu tun. Und die schlimme Reaktion, die ich befürchtet hatte, erfolgte auch. Zusammenbruch seinerseits, ich soll sagen, dass das nicht wahr ist, Rauswurf.
Ich will es kurzhalten. Seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen. Er hat ein paar Mal versucht, nochmal Kontakt aufzunehmen, ihm ginge es so schlecht - ich habe ihn irgendwann mit Ansage blockiert. Um mich zu schützen. Um ihn zu schützen.
Aber die Schuldgefühle fressen mich auf. Ich denke täglich an ihn, habe Angst, dass er ohne mich versackt, schäme mich dafür, dass ich ihm das angetan habe. Ich bin so traurig, weil ich über andere mitbekomme, dass er unglücklich ist. Ich fühle mich verantwortlich für sein Unglück. Ich kann mir nicht verzeihen, dass ich ihm das angetan habe! Obwohl er es damals war, der mich verlassen hat und von heute auf morgen ausgezogen ist. Ich liebte und liebe ihn aber von Herzen, wie einen Bruder. Das hört einfach nicht auf. Dieses Gefühl, für ihn verantwortlich zu sein!
Die Geschichte von dem Kleinen Prinzen und dem Fuchs - "Du bist ein Leben lang für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast."
Ich wünschte mir so sehr, dass er mit einer anderen Frau glücklich wird!
Ich liebe meinen Freund sehr, er ist der Mann, den ich mir immer gewünscht habe. Er möchte allerdings nicht, dass ich Kontakt zum Ex habe. Die Verbindung, die wir hatten, war ihm zu eng und vertraut und ich kann das verstehen.
Von meinen immer noch andauernden Schuldgefühlen und der Traurigkeit darüber, dass mein Ex unglücklich ist, weiß er nichts. Ich will ihn damit nicht belasten, er hat zu Zeit andere Probleme.
Ich fühle mich jeden Tag, als hätte ich mein Kind im Stich gelassen.
Was läuft bei mir schief? Warum kann ich das nicht abhaken? Warum kann ich diese extremen Schuldgefühle und das Gefühl von Verantwortung für den Ex nicht ablegen? Warum kann ich nicht loslassen?
Irgendwie denke ich, ich habe es nicht verdient, glücklich zu sein, weil ich ihn unglücklich gemacht habe.
Weil er während der akuten Zeit meiner Erkrankung für mich da war und ich mich "zum Dank" in einen anderen verliebt habe.
