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Schwanger nach fast 5 Jahren, er für Abtreibung

Kampfschnake
@Hola15

Zitat von Hola15:
im Bett läuft auch nichts mehr


Stimmt ja offensichtlich nicht. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die TE gesegneten Leibes.

x 3 #661


T
Bei dem Vertrauensbruch auf Seiten der Frau denke ich, dass die Beziehung nach Abtreibung deutlich geringere Chancen hat, als im Fall, dass sie das Kind bekommt.

Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass wenn das Kind einmal da ist, er sich davon auch angezogen fühlt. Alles schon passiert. Männer reagieren oft "über" wenn sie erfahren, dass sie Vater werden. Ich empfehle dir TE, tue was dir dein Herz sagt und gehe liebevoll und geduldig mit deinem Partner um. Wird alles gut.

Es dauert manchmal bis eine Bindung des Vaters zum Kind entsteht.

x 1 #662


A


Schwanger nach fast 5 Jahren, er für Abtreibung

x 3


T
Hab hier offengestanden auch das Gefühl, dass der Mann im ersten Schock überreagiert hat. Was nicht so selten vorkommt. Hier gab es schon mehrfach solche Geschichten, die dann doch ein gutes Ende hatten.

Klar kann er gehen (egal ob die TE schwanger ist oder nicht) - aber das, was er aufgibt, wird er nicht so leicht wieder bekommen. Ich könnte mir vorstellen, dass er bei näherer Überlegung auch zu diesem Schluss gelangen wird.
Bin gespannt ob wir noch etwas von der TE hören.

x 2 #663


O
Diesem Irrtum sind schon viele viele Frauen erliegen.
" ach wenn ich erstmal schwanger bin , wenn er erst mal das bild beim Ultraschall sieht, ach wenn es erst mal da ist usw usf"

Der Mann hat die TE mit einem Baby kennen gelernt. Er hat das also schonmal erlebt. Und wenn er sagt : 4 Kinder schaffe ich nervlich nicht, dann sollte die Frau das sehr sehr ernst nehmen.

x 7 #664


Kampfschnake
Zitat von Phasepunch:
Liebe TE, schnapp dir deinen Partner, er soll mit zu dem Termin bei Profamilia, nehmt euch ein paar Tage Zeit um die Gedanken zu sortieren und redet dann noch einmal vernünftig miteinander. Wenn die ersten Gefühle abgekocht sind.

Genau deshalb gibt es die Beratungsgespräche bei Profamilia. Nach dem Beratungsgespräch kann man sowieso erst nach drei Tagen einen Termin zu einem Abbruch bekommen. Damit man eben Zeit hat, sich darüber klar zu werden, was man wirklich will.

Zitat von Unhinged:
Handele nach deiner Intuition und nicht gegen dein Gefühl. Dann wird das auch eine richtige Entscheidung für dich.

Das halte ich für keinen guten Rat. Die Entscheidung betrifft nicht nur die TE sondern die ganze Familie. Die Kinder, die da sind und auch den Erzeuger des möglichen neuen Erdenbürgers.

Ich bin vielleicht unsympathisch, aber ich habe eine extreme Abneigung gegen jede Verklärung von Schwanger- und Mutterschaft. Ganz davon abgesehen, dass ich mich immer gefragt habe, warum der Schutz des ungeborenen Wesens u. a. von kirchlichen Würdenträgern vehement eingefordert wird und derselbe aber weitaus weniger wichtig ist, wenn diese Wesen dann geboren wurden. (Soweit ich weiß, haben sie die besagten Würdenträger gerade diesbezüglich einiges auf dem Kerbholz.)

Zitat von Vilya:
Mit den Folgen eines Abruchs musst DU leben und wenn du das nicht machst kann er sich verkümmeln.


Die "Folgen eines Abbruchs" sind für mich auch so ein Thema. Hier wird meiner Meinung nach Druck aufgebaut. Es wird suggeriert, dass nach einer durchdachten Entscheidung für einen Abbruch, irrationale Gewissensbisse nach einem Abbruch eintreten können. Das finde ich ausgesprochen unfair und frauenfeindlich. Diese "Idee" setzt voraus, dass jede Frau tief in ihrem Herzen sich danach sehnt, Kinder zu bekommen. Das empfinde ich als regelrechte Frechheit. Dieses Denken spukt dann in den Köpfen von Männern rum, die in der unterschwelligen Panik leben, dass Frauen "instinktiv" im Sinne haben, ihnen Kinder unterzuschieben.

Und dann rappelt es, wie im vorliegenden Fall, im Karton.

x 5 #665


T
Dem Irrtum, dass nach der Abtreibung die Beziehung wieder in Ordnung ist, sind auch schon viele erlegen.

x 11 #666


O
Zitat von Kampfschnake:
Genau deshalb gibt es die Beratungsgespräche bei Profamilia. Nach dem Beratungsgespräch kann man sowieso erst einen nach drei Tagen einen Termin zu ...

Naja, es wird hier ja auch rhetorisch immer viel gemacht.
Es geht immer um " töten " oder " ermorden "
Letzten Endes muss sich hier ja auch keiner der pro Kind egal was ist Fraktion einem 4. Kaiserschnitt unterziehen.
Keiner hier muss dann alleinerziehend mit 4 Kindern da stehen. Fern ab davon wenn das 4. Kind krank sein sollte und keine Unterstųtzung da ist.

x 4 #667


Kittie
Zitat von Kampfschnake:
Es wird suggeriert, dass nach einer durchdachten Entscheidung für einen Abbruch, irrationale Gewissensbisse nach einem Abbruch eintreten können. Das finde ich ausgesprochen unfair und frauenfeindlich. Diese "Idee" setzt voraus, dass jede Frau tief in ihrem Herzen sich danach sehnt, Kinder zu bekommen.

Das ist ja totaler Quatsch. Wie kommt man bitte auf sowas?
Ich habe keinen wirklichen Kinderwunsch, erst recht keinen sehnlichen, und trotzdem glaube ich, dass mich ein Abbruch psychisch sehr belasten würde. Vermutlich mehr als ich verarbeiten könnte…

x 7 #668


N
Ich wage zu behaupten, das keine Frau, die halbwegs gesund und empathisch ist sich nach einer Abtreibung dann und wann mal die Frage stellt wie es anders gewesen wäre. Das lässt niemanden kalt der einigermaßen emotional bei sich ist.

x 7 #669


T
Zitat von Otten82:
Letzten Endes muss sich hier ja auch keiner der pro Kind egal was ist Fraktion einem 4. Kaiserschnitt unterziehen.

Arti Kehmeier, achter Kaiserschnitt



Nur fürs Protokoll, ich will die TE zu nichts überreden, sondern, dass sie eine bewusste Entscheidung trifft mit der sie leben kann.

x 4 #670


W
Ich vermute egal wie die Entscheidung ausfällt ist diese Beziehung am Ende.

Behält sie das Würmchen wird er das bequeme dasein bei ihr noch solange mit nehmen bis er eine neue gefunden hat oder es ihm wirklich zuviel wird.
Macht sie einen Abbruch ihn zuliebe, wird sie ihn das immer vorhalten und nie verzeihen können das er sie mehr oder weniger dazu getrieben hat.

x 4 #671


O
Ja , und es gibt auch viele Menschen die rauchen und 100 Jahre alt werden. Macht das aber auch nicht gesünder. Risiko bleibt Risiko.

Und wer passt auf die 3 Kinder auf wenn Muddi für 2 Wochen ins KH muss wegen frühzeitiger Wehen? Wer passt auf die kinder auf wenn es doch Komplikationen beim kaiserschnitt gibt ?

Die User hier die alle Bedenken klein reden? Die Väter der Kinder ? Der jetzige Partner, der dann der Ex ist und dessen Kinder es far nicht sind ?

Klar man kann ganz naiv sagen : wo 3 groß werden geht auch ein 4.
Kaiserschnitte kannst du unendlich machen
Warte mal ab , dein Partner beruhigt sich schon wieder

Kann man alles sagen. Aber damit leben müssen die TE und die 3 Kinder.

x 7 #672


Unhinged
Zitat von Kampfschnake:
Das halte ich für keinen guten Rat. Die Entscheidung betrifft nicht nur die TE sondern die ganze Familie. Die Kinder, die da sind und auch den Erzeuger des möglichen neuen Erdenbürgers.

Der "Erzeuger" hatte doch zu dem Zeitpunkt die ganz klare Aussage getroffen, dass er nicht Vater werden will. Warum sollte sie sich also nicht auf ihre Intuition verlassen als dreifache Mutter?

x 2 #673


Kampfschnake
@Nostraventjo

Es geht nicht darum emotional kalt gelassen zu sein. Im Fall einer ungewollten Schwangerschaft geraten Frauen und Männer in einen Konflikt. In eine Krise.

Manchmal ist es aber besser, vernünftiger sich gegen ein Kind zu entscheiden. Und ich finde, dass diese Entscheidung nicht moralisch überfrachtet werden sollte. Und sich auch die Frage stellen, woher diese Moral überhaupt kommt.

Zitat von Nostraventjo:
Ich wage zu behaupten, das kenne Frau, die halbwegs gesund und empathisch ist sich nach einer Abtreibung dann und wann mal die Frage stellt wie es anders gewesen wäre.


Genauso gut kann eine Frau bei der Vorstellung was nach einer Abtreibung anders gewesen wäre, erleichtert sein, dass sie das Kind nicht bekommen hat und das ohne krank oder gefühllos zu sein. Es gibt durchaus Situationen, in denen es besser ist, kein Kind in die Welt zu setzen.

x 6 #674


A
Zitat von Kampfschnake:
Und ich finde, dass diese Entscheidung nicht moralisch überfrachtet werden sollte. Und sich auch die Frage stellen, woher diese Moral überhaupt kommt.


Weil ein Kind kein Wegwerfprodukt ist .

x 6 #675


A


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