komatoi
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Zwei Monate habe ich nichts von ihr gehört. Irgendwann Anfang Juli schrieb sie mir betrunken eine Nachricht mit unserem Song um gleich anschließend hinzuzufügen ich solle dies ignorieren. Wieder einen Monat später schrieb sie mir zu meinem Geburtstag. Sie wollte sich treffen und sagte, dass sie das Ultraschallbild (das meine Mutter bis dahin aufbewahrt hatte) zurück möchte, um die Abtreibung zu verarbeiten. Ich wollte anfangs nicht, sie sagte aber, dass das Bild eher nur ein Grund sei sich zu treffen. Wir trafen uns, ich versuchte so ruhig als möglich zu bleiben, gab ihr das Bild zurück. Drei Tage später wollte sie mich erneut sehen, wir trafen uns zum Mittagessen und sie sagte ihre größte Angst sei, dass sie es bereuen würde. Ich schwieg nur und weinte. Dann fuhr sie zwei Wochen ans Meer, ich hörte nichts von ihr. Dann machte ich einen folgenschweren Fehler und schickte ihr im Suff eine Nachricht. Danach verging wieder mehr als eine Woche, sie war zu einer Hochzeit mit Freunden gefahren und traf dort auch meinen besten Kumpel, der sie ignorierte, obwohl er nicht die Geschichte mit der Abtreibung kennt. Ich hatte ihn im Sommer nur kurz gesehen und ich hatte ihm gesagt, ich könne nicht darüber sprechen. Anschließend meldete sie sich total verzweifelt, was all dieser Hass solle (meine Schwester hatte ihr auch schon verzweifelt über meine Situation gesagt, sie solle aufhören mir Hoffnungen zu machen). Wir trafen uns auf ihr Bitten letzte Woche wieder und sie sagte mir wie schon zuvor einige Male, dass wenn ich ruhig bleiben würde und meine Eifersucht und Unsicherheit in den Griff bekomme, sie noch Chancen für uns sieht. Aber sie wollte sich auch nicht festlegen, sondern wies immer wieder darauf hin, dass es nur im Schneckentempo funktionieren könne, damit sie sich wieder in mich verlieben kann. Wir standen eine Stunde im Regen, heulten, umarmten uns, saßen anschließend noch zwei Stunden im Auto, schrien uns an, hielten uns an den Händen, sie streichelte mein Haar. Am nächsten Tag hatte ich wieder keine Kraft und schrieb ihr, sie solle mich in Ruhe lassen. Aber als sie schrieb, es tue ihr alles leid und sie wünsche mir alles Gute, hielt ich es nicht aus und flehte sie wieder an, mich nicht einfach so gehen zu lassen. Sie wurde wie immer zornig und sagte mir, dass dies der Grund sei, warum sie immer blockiere. Weil ich nicht ruhig bleiben kann und der Sache Zeit gebe, sondern sofort eine Entscheidung haben möchte, die sie mir nicht geben kann. Nie sprach sie ein Wort darüber, dass es auch mein Kind gewesen war, immer wieder ging es nur um mich und meine Unfähigkeit Beziehungen zu führen. Es gäbe noch viele Details zu erklären, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Ich will einfach nicht wahrhaben, dass ich mit einer Frau ein Kind gezeugt hatte, die mich eigtl. nicht so liebt(e) wie ich sie. Dass nur meine Gefühle so stark waren und, dass mein Verhalten letztlich Ausschlag gebend war, dass meine Tochter oder mein Sohn abgetrieben wurden, dass ich innerlich ein so hässlicher Mensch bin, dass sie sich, obwohl sie noch vor der Abtreibung gesagt hatte, wir würden das zusammen durchstehen, letztlich doch von mir trennte, weil sie es nicht mehr mit mir aushielt. Ich kann mit all diesem Schmerz und all dieser Schuld nicht leben. Ich habe das Gefühl den Verstand zu verlieren.