Zitat von Scarlett2016:Durch die Abtreibung (und auch die Begründung der Ex, weshalb sie abgetrieben hat) und die Trennung der Ex sind Gedanken und Gefühle (vor allem Wut und Trauer) wie ein Tsunami über @komatoi übergeschwappt, die er alleine nicht bewältigen kann und deshalb richtigerweise Hilfe sucht und auch benötigt.
@komatoi
Bitte spreche mit einem Therapeuten über Deine Gedanken und Gefühle. Aus meiner Sicht bist Du nicht austherapiert. Das ist nichts Schlimmes, Du solltest nur weiter an Deinen Themen dran bleiben.
Die Abtreibung war sicherlich nicht leicht für Deine Ex, Auslöser mögen vielleicht ihre Erkenntnis über Dein Verhalten sein und das hat ihr Angst gemacht, aber: das sind IHRE Gefühle und Ängste!
Deshalb bist Du nicht hässlich im Inneren. Du bist wie Du bist.
Auch ich sehe durchaus, dass Deine Ex noch was an Dir liegt, dass es durchaus möglich, dass Du und Deine Ex Euch wieder annähern könnt, vielleicht zusammen verarbeitet.
Wow Scarlett! Das hat gerade richtig gut getan das zu lesen. DANKE! Wirklich sehr einfühlsam und aufrichtig. Muchas gracias!

Nochmal zur Therapiesituation: Ich bin auch als ich sie kennenlernet und während unserer Beziehung weiter in Therapie gegangen und mache das jetzt natürlich weiterhin und wieder in viel kürzeren Abständen. Ich bin noch nicht austherapiert, nein. Ich bzw. mein Therapeut und ich dachten das, weil es mir einfach extrem gut ging in dieser Zeit. Ich hätte einfach und nachdem ich wochen- und monatelang keine Eifersucht usw. in mir spürte nicht gedacht, dass sie in einem schwachen Moment wieder entsprechend hochkommen würde. Und ja, ich werde da weiter hingehen, weil mein Therapeut echt ein super Typ ist, der mir schon in vielen Situationen aus der Patsche geholfen hat bzw. mir geholfen hat mir selbst aus der Patsche zu helfen. Ich gehe da sehr gerne hin, habe kein Problem damit oder schäme mich dafür. Ich weiß wie wichtig und gut diese Gespräche für mich sind. Ps. Ich war vorher bei zwei anderen Psychologen und wenn ich bei denen geblieben wäre, wäre ich heute keinen Schritt weiter als vor zwei Jahren. Dort habe ich nach 1 bzw. 2 Sitzungen sofort gemerkt, dass das nichts wird. Erst beim dritten Versuch habe ich sofort und ab der ersten Minute gemerkt. Ja, der hat es drauf, da fühlst du dich wohl und aufgehoben.
Und was dann im Frühjahr passiert ist hat natürlich auch nicht unbedingt dazu beigetragen Sicherheit zu bekommen. Im Gegenteil. Ich frage mich natürlich mehr denn je und auch grade durch ihre Aussagen bedingt, was für ein Monster ich doch sein muss. Ich versuche das Verhältnis zwischen meinem Verhalten und der Abtreibung/Trennung/Vorwürfen zu verstehen. Mein Therapeut meint, dass die Dame natürlich meine Unsicherheit usw. zum Anlass genommen hat, um mir die Schuld an der ganzen Misere zuzuschieben, weil es so natürlich leichter für sie ist, anstatt sich einzugestehen, dass sie die Entscheidung bezgl. Abtreibung komplett alleine getroffen hat. Es geht ihr laut ihm darum, Schuld abzuladen um selbst nicht an der Situation zu zerbrechen.
Und ja, du hast absolut Recht, ich muss mich emotional in den Griff bekommen. Und ich bin mir dessen auch absolut bewusst. Nur und das ist das was die gute Frau nicht versteht, wirken in dieser ganzen Geschichte so viele Gefühle und Emotionen, dass es eben nicht wirklich einfach oder selbstverständlich ist zu sagen, ich ruhe wie ein Joda in mir und es ist am Ende eh egal und man muss weitermachen, weil es nicht mehr zu ändern ist.
Wenn du deine Traumfrau triffst, die dir sagt, dass du auch ihr Traummann bist, sie mit dir alt werden will. Du plötzlich gemeinsam mehr oder weniger geplant schwanger wirst und dann innerhalb weniger Wochen alles zusammenbricht, dann möchte ich wirklich sehen wie viele Leute es schaffen einen auf Guru zu machen. Weißt wie ich mein?