Zitat von KBR:Sie stellt Bedingungen und Ihr habt dann vielleicht etwas, was gerade mal 8 Wochen lang irgendwie funktioniert hat. Und Du glaubst, eine "Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand" ist möglich?
Was die Panik angeht, ist die doch schon eingetreten, als die Kind-mal-ja-mal-nein-Situation aufgetreten ist. Das verstehe ich ganz gut nach 8 Wochen Beziehung, aber souverän ist anders.
Wie dem auch sei: viel Glück! Möge der Romantiker in Dir Recht behalten.
Ehrlichgesagt ja, ich glaube daran. Starke Zweifel habe ich aber bei ihr. Weil ich Angst habe, dass sie es nur aus Mitleid oder schlechtem Gewissen macht.
Ich verstehe die Panik auch, aber was ich nicht verstehe, ist, dass eine Frau mit 29 Jahren sagt sie hat schon einen langgehegten Kinderwunsch. Es sei der perfekte Zeitpunkt usw. Dann lernt sie eine Seite an mir kennen, die ihr nicht passt und plötzlich muss ein Kind, das sieben Monate später mit großer Wahrscheinlichkeit gesund zur Welt gekommen wäre, abgetrieben werden. Wenn sie doch so kinderlieb ist und sich das schon so lange gewünscht hat, dann lasse ich es doch nicht einfach austauschen wie ein altes Paar Socken, indem ich es weg mache? Dann versuche ich irgendeine Lösung zu finden und wenn diese mit dem Partner (also mir) nicht möglich ist, dann stehe ich doch trotzdem zu diesem Kind. Ich hätte es ja sogar alleine groß gezogen, aber ich hatte eben plötzlich keinerlei Mitspracherecht.
Ich weiß nicht, ob das für irgendjemanden hier nachfühlbar ist, aber ich fühle immer noch, dass ich ihr bei der Zeugung ein Geschenk gemacht habe, ich habe ihr einen Teil von mir gegeben und dieser wurde letztlich nur abgelehnt, er wurde regelrecht entsorgt. In mir ist mit der Abtreibung etwas gestorben, etwas das nie mehr wiederkommen wird. Etwas das einen Herzschlag, kleine Hände und Füße hatte und nun nicht mehr lebt. Uns ist eigentlich das größte Geschenk des Lebens widerfahren und ich kann immer noch nicht glauben, dass dies nie wieder so sein wird. Zumal und wie schon gesagt, sich unsere Eltern und Geschwister mehr als nur gefreut haben, wir sämtliche Unterstützung (finanziell, menschlich usw.) genossen hätte, beide keine 20 mehr sind und das Kind laut Frauenärztin pudelgesund war. Ich frage mich halt, wo es heutzutage noch so etwas wie Anstand, Moral und Verantwortung gibt? Was Leben eigentlich ausmacht, was der Sinn dessen ist. Ich fühle mich komplett entmannt und habe den Eindruck, dass ich es nicht annähernd wert bin bzw. war dieses Geschenk anzunehmen. Ich weiß nicht, ob man sowas nachfühlen kann. Diese Kälte, diese Radikalität, diese Machtlosigkeit macht mich komplett fertig.
Danke fürs Glück-Wünschen!