Zitat von hilfesuchender93:Ich sehe inzwischen ein, dass meine eigene Unzufriedenheit das ganze sicherlich erschwert. 10 Stunden arbeiten jeden Tag in einem "naja" Job, eifersüchtig sein auf ihren Typen, am liebsten ohnmächtig werden bei der Vorstellung wie sie jetzt zuhause mit ihrem Kerl das Baby bewundern und ein tolles Familienleben lebt.
Falscher Tempus. "Ohnmächtig werden" ist ein Zustand, der in der Zukunft liegt. Du bist aber längst ohnmächtig. Das ist Präsens. Hier und Jetzt. Und Deine Ohnmacht ist es auch, die bei Dir seit Monaten das Ruder übernommen hat, weil Du Dich nicht von Deinem festgesetzten Zustand (Sie ist die eine, sie kann keinen Blödsinn erzählen) nicht ablösen kannst.
Zitat:Ich habe für mich erkannt, dass ich mich sehr an negativen Dingen aufhängen und runter ziehe in meinem Leben.
Aber ich weiß nicht wie ich aufhören soll, diese Frau zu lieben und irgendwann nicht mehr traurig zu sein, dass "damals" nichts aus uns wurde...
Weil Deine Prämisse die Falsche ist. Und dafür wäre sicherlich eine Therapie absolut sinnvoll. Du verstehst eben nicht, dass es diesen Punkt nie gegeben hat noch hätte. Du glaubst, dass Du die Entscheidung damals falsch gefällt hast, weil sie Dir das eingeredet hat. "Hätte ich damals nicht x oder y getan, DANN hätte ich jetzt ein traumhaftes Leben".
1. ist das ein so arges abhängig machen von einer Person, weil Du gar nicht wissen kannst, ob Dein Leben dann wirklich so toll gewesen wäre (Konjunktiv noch und nöcher)
2. hängt es nicht nur von einer einzigen Entscheidung ab wie sich eine Beziehung entwickelt. Ich würde fast darum wetten, dass Du mit der Dame in keiner Weise (nicht auf dem emotionalen Stand auf dem Du bist) glücklich geworden wärst.
Aber aus negativen Emotionen erschließt sich auch eine unfassbare Energie. Einige nehmen das ja jeden Tag als ihren Antrieb sowohl Männer als auch Frauen. So entsteht ja Missgunst, Eifersucht etc. und viele wollen nur ihrem Ego und sich selbst beweisen wie schlecht alles ist und wie Recht sie mit dem Zustand hatten. Das geht vielen Menschen mal so. Das nennt sich dann "depressive Phase". Andere haben das ihr Leben lang. Das ist dann eine "handfeste" Depression. Und dann gibt's eben diejenigen, bei denen das chronisch ist oder die eben Persönlichkeitsstörungen haben oder auch bekommen.
Ich hoffe für Dich, dass Du das noch geregelt bekommst, mal erkennst Dir professionelle Hilfe zu suchen, denn ein wenig Geschreibsel hier im Forum hilft Dir nicht. Du brauchst das auf regelmäßiger Basis mit einer Vertrauensperson (Psychologe/Psychologin). Du drehst Dich im Kreis. Und aus dem kann Dich dieses Forum hier offenbar nicht herauszerren.
Denn so lange Du Deinem eigenen *beep* hinterherjagst und nicht erkennst, dass es da nichts zu holen gibt, wird sich die Emotion auch nicht ändern.
Deine Ausrichtung an ihr und Dein Lebensglück nur von ihr abhängig zu machen, ist halt etwas, dass Dich - BTW auch bei allen anderen Frauen - irgendwann heftig ins Unglück stürzen wird. Beziehungen führt man, weil man mit Personen zusammen sein will, nicht um sein inneres Selbst zu beruhigen. Du bist nicht alleine, aber Du glaubst es wäre so. Und das ist halt falsch.