Zitat von Flieder2:Ich kam mir vor, wie das 5. Rad am Wagen. Als wäre ich auch gar nicht mehr wichtig.
Du hast recht. Danke, deine Worte tun gut!
Wahrscheinlich gehöre ich jetzt geschlagen:
Nur für den Fall der Fälle, er meldet sich irgendwann nochmal bei mir, (für mein Ego!) ich wüsste was ich ihm sagen würde.
Ja, das ist genau das Problem in solchen Affären. Es nagt einfach sehr am Selbstwert, je länger man in der Situation verharrt. Man kann das nur umgehen, indem man selbst die Affäre nur als Affäre sieht und selber nur das mitnimmt, was einem gut tut. Gibt's ja auch, und wenn beide das so sehen, ist auch alles gut. Aber sofern man sich als Frau einen Mann wünscht, der einen voll und ganz wertschätzt, wird eben dieser Selbstwert in einer Affäre leiden. So wie ja auch der Selbstwert in einer unglücklichen Beziehung sehr leidet, wenn darin eben auch die gewünschte Wertschätzung fehlt.
Man kriegt das aber wieder hin, indem man sich genau das klarmacht und künftig streng nach seinen eigenen Werten lebt. DU legst Deinen Wert für Dich fest, und wer was von Dir will, der muss dem halt entsprechen. Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht, ist dabei völlig egal. Wenn Dein Wert für Dich besagt, dass Du einen Mann ganz für Dich allein haben möchtest und Du nicht teilen willst, dann weißt Du, dass Du nicht für eine Affäre geeignet bist. Es ist DEIN Wert, den Du festlegst. Und wer Dich haben will, für was auch immer, muss diesen "Preis" eben bezahlen. Oder er geht leer aus.
Wenn jemand findet, dass Dein Wert eine reine S.Affäre für ihn hergibt, Du das aber nicht möchtest, ist es Deine Entscheidung, zu gehen oder Dich "unter Deinem Wert" herzugeben (und zu leiden). Nur Deine.
Ich habe ein paar uralte Kristallgläser in meiner Vitrine. Sie gehörten meiner Uroma, ich habe schon als Kind daraus andächtig bei meiner Oma Saft getrunken und mich wie eine Königin gefühlt mit dem funkelnden Glas und dem Goldrand, weil wir zu Hause so was Wertvolles nicht hatten
Diese Gläser haben für mich einen wahnsinnig hohen Wert, weil sehr viele schöne Erinnerungen daran geknüpft sind. Und sie sind das einzige, was ich von meiner verstorbenen Oma behalten habe. Jedes Mal, wenn ich sie ansehe, freue ich mich daran. Neulich hatte ich Besuch von jemandem, der mit Antiquitäten handelt. Er nahm die Gläser aus der Vitrine, prüfte sie ausgiebig und stellte sie schmunzelnd zurück und sagte: "Leider nur gewöhnliches Bleikristall aus den 20ern, die sind höchstens 20, 30 Euro wert."
Und da musste ich lachen und hab gesagt: "Deshalb würde ich sie auch niemals hergeben, denn den Wert, den diese Gläser für mich haben, könnte mir niemand je bezahlen."