"Kurze" Zusammenfassung des bisherigen Tages bevor ich auf eure Beiträge eingehe:
Ich habe mich heute Mittag wie vereinbart mit meiner Mutter, ihm und dem Makler getroffen. Der Makler kam fast eine halbe Stunde zu spät, so dass wir uns gezwungermaßen unterhalten haben. Zwischendurch ganz lustig, dann aber wieder todernst und völlig angespannt. Als der Makler dann endlich kam und wir in die Wohnung gegangen sind habe ich einen Schlag bekommen. Die Wohnung war schrecklich! Anders als auf den Bildern, nicht mein Fall und auch nicht sein Fall. Nachdem ich alles gesehen habe und der Makler mit meiner Mutter im Gespräch vertieft war (er findet es toll, dass sie mitkommt, ihn auch unterstützt obwohl er sich getrennt hat usw.) bin ich mit ihm nach draußen gegangen und habe offen mit ihm gesprochen. Ich habe ihm u.a. gesagt, dass ich glaube, dass er in der Wohnung nicht eine Sekunde glücklich ist und auf Dauer wütend auf mich und den Kater sein wird. Ich habe ihm die Mängel aufgezählt und dann gesagt es ist seine Entscheidung aber ich werde die Wohnung definitiv nicht nehmen. Dann ging wieder die "Kater Diskussion" los und er war zwischendurch total wütend und meinte er wisse auch nicht was er machen soll, er könne nicht noch wochenlang woanders schlafen. Meine Mutter und ich wollten dann zur Messe fahren und er hat uns gebeten zu bleiben und hat auch nochmal mit meiner Mutter gesprochen, die meine Meinung geteilt hat. Er hat dem Makler dann gesagt dass er noch eine Nacht darüber schlafen will. Der Makler war total sauer (was ich verstehen kann) meinte dann aber nur dass es ok wäre.
Wir sind dann zusammen rausgegangen und ich habe nochmal mit ihm gesprochen. Dass er noch drei Monate Zeit hat und weder ich noch er weiß, ob einer von uns eine Wohnugn findet, wo der Kater mit hinkann aber so viele Kompromisse machen geht einfach nicht. Wir haben vereinbart, dass ich ihn heute Abend nochmal anrufe. Er hat mir dann schon heute Nachmittag SMS geschickt: "Ich nehme die Wohnung nicht. Viele Sachen sind mir alleine beim ersten Besuch nicht aufgefallen. Das sind zu viele Kompromisse. Da habt ihr Recht. Ich darf jetzt nicht die Nerven verlieren. Alles Weitere wird sich schon regeln und ergeben."
Meine Mutter und ich hatten nach der Messe noch eine Besichtigung. Die Wohnung war ganz "nett" aber mehr auch nicht. Bei der ersten Besichtigung heute Mittag habe ich gemerkt, dass mir grün und ruhig doch lieber ist. Ich habe ein eigenes Auto, bin schnell in der Stadt. Entweder ich bleibe hier in der übertreuerten Traumwohnung oder ich ziehe irgendwo anders hin, wo es ein bisschen grün ist. Vielleicht ja sogar mit Kater. Zumindest gerade in diesem Moment empfinde ich so. Das schwankt bei mir ja täglich hin-und her. Auch daher glaube ich, dass ich mit meinem Umzug bis nach der Reha warten sollte. Ich erhoffe mir dann gefestigter zu sein, um solch wichtigen Entscheidung treffen zu können
Ich werde ihn später noch kurz anrufen und fragen, wie seine weiteren Pläne sind. Ich habe ihm angeboten, dass ich auch mal woanders schlafen kann oder auch mehrere Tage von meiner Mutter aus pendeln kann. Ich könnte mir auch vorstellen, dass seine Neue -die am Donnerstag für 2,5 Wochen in den Urlaub fliegt - ihm ihre Wohnung für den Zeitraum überlasst.
Meine Mutter ist jetzt gefahren und ich bin total platt. Werde gleich noch eine Runde mit dem Hund gehen und dann auf die Couch.
@Idaho:
Zitat:was kümmert es dich, was die neue von dir denkt? glaubst du wirklich, die machen ein abendfüllendes thema aus dir und belasten damit ihre beziehung?
Ich werde mir ihr beruflich wahrscheinlich in Zukunft mehr zu tun haben werden und um ehrlich zu sein finde ich nicht, dass es sie etwas angeht, dass ich momentan z.B. so starke Tabletten nehme und eine psychosomatische Kur beantragt habt. Wie gesagt, mein Arbeitgeber verhält sich sowas gegenüber alles andere als vorbildlich und ich möchte nicht,dass es nun die große Runde macht.
@Spiegel:
Zitat:ps: lass das drama in deinem leben fallen bzw raus.
Das ist ein guter Ansatz. Hoffentlich bald auch umsetzbar. Danke für deine klaren und offenen Worte.
@Nordlys: Erstmal danke für deinen ausführlichen und offenen Beitrag!
Zitat: Er wird sich auch an eure guten Momente erinnern, aber er möchte nicht mehr.
Ich hoffe, er erinnert sich bald/in Zukunft wieder daran. Momentan sagt er mir ständig, dass seit November alles schlecht ist und nur ich die guten Momenten so wahrgenommen habe. Das ist aber definitv nicht so. Wir hatten schöne Weihnachtszeit, einen super Start in das neue Jahr mit Planungen für den Sommerurlaub und meinen 30.Geburtstag und vielen guten Momenten. Vor ein paar Wochen hat er zumindest noch gesagt er weiß dass vieles gut war und auch immer noch gut ist aber das nicht mehr ausreicht. Aktuell war seit November alles schei.. Das habe ich ihm gestern aber auch schon versucht zu erklären und habe gemerkt, dass ich ihn damit überhaupt nicht erreiche.
Zitat:Dein Akku ist im Minusbereich, hast du geschrieben. Das Ladegerät hast aber du und nicht er! BENUTZE ES!
Ich muss Wege finden, meinen Akku zu laden. Ansonsten waren es Kleinigkeiten die gut getan haben oder gemeinsame Unternehmungen (Schwimmen gehen, Sushi essen usw.). Ich finde es im nachhinein betrachtet nicht gut, dass selbst im Rahmen der Therapie viel auf ihn fixiert war. Hätte die Therapeutin nicht auch mal sagen müssen "Prima, dass ihnen das gut aber was könnten sie denn alleine für sich tun, damit es Ihnen besser geht?" Verstehst du was ich meine? Viele Strategien und "Übungen" hatten mit ihm zu tun.Dabei sollte er doch Verantwortung abgeben können. Im November und Dezember war er mit bei zwei Terminen mit der Therapeutin und hat gesagt, er habe Angst dass seine Kraft nicht mehr reiche um weiterzukämpfen. Dennoch ging es munter damit weiter, dass es mir besser geht und wenn ich darüber nachdenke, wurde die Verantwortung für ihn gar nicht weniger.
Liebe Grüße