Kaetzchen
Gast
Zitat von Nepomuk:So ist es.
Ich sehe für meine Ehe in Bezug auf das Sein meines Mannes keinen Handlungsbedarf. Weil nicht er ein Problem ist, sondern ich eines habe.
Ich habe auch nie gesagt, dass ich keinen Handlungsbedarf in Bezug auf meine Person sehe.
Ich trauere meiner Affäre nicht nach, weil ich Defizite in meiner Ehe habe. Ich trauere meiner Affäre nach, weil ich Defizite in meiner Persönlichkeit habe, die er auffangen bzw. kompensieren konnte.
Ich war/bin in diesem Mann verliebt und er ist nun weg und ich vermisse ihn und habe keinen, mit dem ich über diesen Kummer reden kann.
So what?
Ich dachte, das sind Gründe, um sich hier anelden zu dürfen, unreflektiert und ganz oberflächlich.
Nö. Unreflektiert und oberflächlich ist hier gefährlich. Da kommen nämlich manchmal Leute daher, die gerne ihre Finger in Wunden stecken und darin rumbohren
Aber dass Du bei Dir selbst Defizite siehst, ist doch schon mal ein guter Schritt. Dass Du Liebeskummer hast, tut mir leid - bedingt. Dein Mann tut mir deutlich mehr leid, denn wenn er von der Sache wüsste, hätte er mit Sicherheit den größeren Kummer.
Dass Eure Ehe keine Defizite hat, kann ich mir persönlich bei einer Affäre von 8 Jahren Dauer nicht vorstellen. Sorry. Zumindest ein Nähe-Problem dürftet Ihr wohl haben. Oder hast Du über Deine Gefühle Deinem AM gegenüber, Deine Erlebnisse mit ihm, mit Deinem Mann gesprochen? Lügen bauen eine dicke Mauer zwischen zwei Menschen, Intimität kann so nicht entstehen, wenn man nebeneinander im Bett liegt und die Gedanken um einen Menschen kreisen, von dessen Bedeutung der andere nicht mal etwas ahnt.
Aber da Du Dich ja selbst als oberflächlich bezeichnest, ist Eure Ehe vielleicht ja an der Oberfläche auch in Ordnung. Das Fundament allerdings erscheint mir ziemlich faulig nach so einem langen Schimmelbefall ... vielleicht schaust Du mal im Keller nach?