Zitat:Zitat von Nepomuk:
Ich sehe für meine Ehe in Bezug auf das Sein meines Mannes keinen Handlungsbedarf. Weil nicht er ein Problem ist, sondern ich eines habe.....
....und das wiederum legt dar, dass das Problem nur dann zu einem "beim Nächsten wird alles anders" führt, wenn sie selbst ihre Probleme zu lösen versucht. Die TE hat erkannt, dass es sich
um ihre eigenen Probleme handelt. Die TE hat bereits erwähnt, dass eine weitere Affäre für sie
nicht in Frage kommt.
Wie die TE den Bezug zu ihrem Mann beibehalten will, ohne die eigenen Probleme anzugehen,
gestaltet sich sicher nicht ganz einfach. Allerdings....die TE hat sich hier im Forum angemeldet,
um sich mitzuteilen, weil sie keine anderen Möglichkeiten hat, "darüber" zu reden. Weil sie sich
hier mitteilt - sie möchte Ansatzpunkte in Erfahrung bringen, wie sie mit der Trennung von ihrem
AM umgehen soll - Liebeskummer, Trennung, dessen Erkrankung, usw.!
Ihr Leben wird sich erneut verändern - und da sie erkannt hat, dass ihre Probleme ihrer Meinung
nach nichts mit der Ehe und dem EM zu tun haben, sondern nur mit ihr selbst, wird sie wohl einen
Weg finden müssen, sich ihrem Mann mehr zu öffnen - will heißen....dass sie ihrem Mann ihre
Probleme mit sich offenlegt.
Dass Offenheit ihrem Mann gegenüber sicher NICHT die Stärke der TE ist - zumindest nicht, was ihre eigenen Probleme angeht - darüber muss nicht mal spekuliert werden. Das Doppelleben mit
der Affäre zeigt auf, dass die TE ihre Probleme wohl verlagert hat, um diese mit der Affäre zu kompensieren. Mit dem Ende der Affäre sind ihre Probleme allerdings nicht behoben, werden diese
doch lediglich zurück verlagert.
"Beim Nächsten wird alles anders!?" Wer schon Probleme/persönliche Macken hat, nimmt diese auch mit. In wie weit diese "beim Nächsten" nicht mehr zum Tragen kommen....
...wird immer noch "beim Nächsten alles anders!"?
Kinder beschäftigen sich mit den Problemen der Eltern....ob man sie "lässt" oder nicht. Kindern abzusprechen, sie bekämen nichts davon mit, kann nicht ernsthaft gemeint sein. Kinder reden
oft nicht darüber, weil....
....das "weil" hat sehr viele Facetten. Kinder einzubinden, ist ganz sicher ein schwieriger Part. Allerdings können Kinder dann eher damit umgehen, als wenn ihnen "heile Welt" vorgespielt
wird.
In anderen Bereichen ist das ein großes Thema - bei schweren Erkrankungen eines Elternteils
z. B.! Kinder/Jugendliche altersentsprechend zu informieren, hilft den Betroffenen und erst recht
den Kindern/Jugendlichen.