Nepomuk
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Ich habe mich hier angemeldet, um einen Ort zum Reden zu haben, da es sonst niemanden gibt, mit dem ich sprechen kann. Zu meiner Geschichte: ich bin 37 und seit 15 Jahren verheiratet, wir haben vier Kinder. Ich habe seit 8 Jahren eine Affäre aus der ich nach gefühlten 100 Versuchen auf beiden Seiten, nie aussteigen konnte. Es ist etwas schwierig, weil ich tatsächlich sagen kann, dass ich mir keinen von beiden "wegdenken" kann. Ich möchte keine Beziehung mit meiner Affäre. Wir haben uns weder Exklusivität versprochen noch schwören wir uns ewige Liebe.
Wir treffen uns ..hm... vielleicht alle 8 Wochen mal, manchmal auch seltener. Dazwischen gibt es spärlichen und sporadischen Kontakt per Handy. Dennoch: wenn wir uns sehen, ist es ... wundervoll. Wir sind praktisch seit 8 Jahren dauerverknallt, aber ohne Eifersucht und ohne schmerzliche Sehnsucht (er ist auch vergeben). Mein Mann und ich könnte man wohl als an sich glückliches Paar beschreiben. Wir haben noch regelmäßig Sex, lachen viel, unternehmen einiges, auch wenn natürlich wegen Arbeit und Kindern die Zeit begrenzt ist.
Warum die Affäre? Ich kann es gar nicht genau festhalten. Mein Mann und mein Freund sind wie Feuer und Wasser. Der eine hat genau die gegenteiligen Eigenschaften des anderen. Der "Schwerpuntk" des Ganzen lag immer bei den Partnern, da wir von Anfang an klar hatten, das eine Trennung für keinen von uns in Frage kommt. Wir reden voreinander allerdings auch nicht über die Partner, also weiß ich nicht, was da bei ihm und seiner Freundin los ist.
Jetzt ist es jedenfalls so, dass (ja, wir wussten immer, dass irgendwann ein unkontrollierbares Ereignis eintreffen würde) er mit einer Krebsdiagnose in Behandlung musste. Das hat bei uns beiden wohl einiges angestoßen. Er hat einen erneuten Anlauf zur "Trennung" unternommen, komme aber überhaupt nicht klar drauf dieses Mal. Auch vorher schon so oft. Ich war irgendwie immer sicher, dass er irgendwann wieder bei mir wäre. Nun ist es so, dass ich zusätzlich unheimlich Angst habe, dass er die Krankheit nicht überlebt und für immer weg ist. Ich weiß, dass es so nicht ewig weiter gehen konnte. Er sagte, er brauchte den Schalter von außen. Er hält mich mit seiner Behandlung auf dem Laufenden aber abgesehen davon gibt es keinen Kontakt. Er fehlt mir schrecklich und ich fühle mich liebeskrank. Da fehlt nun eine Seite, ein Kontakt, der mich vollständig gemacht hat. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass es richtig gewesen ist, bei meinem Mann zu bleiben. Wahrscheinlich hätte ich mit meinem Freund dann eine Affäre mit meinem Mann gehabt. Dennoch weiß ich nicht, wie es weiter gehen soll/kann. Ich würde ihn gerne besuchen, aber er hat das bisher abgelehnt.
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