Zitat von Nepomuk:- ICH habe bereits etwas dazu gesagt. Natürlich schreibe ICH hier von MIR. Von wem/über wen sonst? ICH habe MICH hier angemeldet, weil ICH MICH gerne über MEIN Problem unterhalten wollte.
Zitat von Nepomuk:@kuddel:
Zitat:
Was sehr auffallend ist - du schreibst exorbitant von: Ich, mein, meine, mich, mir, meinem.
Das klingt schon sehr stark nach ICH-Bezogenheit und vermittelt NICHT, dass du davon
ggf. Abstand nehmen möchtest, also weiter bestrebt bist, DEIN "Ding" weiterhin zu favorisieren!
@Nepomuk
das, was @Nepomuk hier in diesem Thread erlebt, ist m.E. belastender, als eine tiefenpsychologische Traumatherapie.
Ich an ihrer Stelle, hätte das "Geschreibsel" schon lange beendet und die ständigen Rechtfertigungen, die fast schon eingefordert werden von einigen Usern, eingestellt.
Das, was hier einzig und allein zum Vorwurf gemacht wird, ist, dass sie wie selbstverständlich, über 8 Jahre eine heimliche Af.färe hatte und ihrem EM nicht die Wahrheit gesagt hat.
Dazu mag jeder seine Meinung haben, aber die berechtigt noch lange nicht, einen Menschen, der hier Hilfe sucht, in einem Maße zu verurteilen, das völlig überbewertet ist.
Das Nepomuk mit ihrer jahrelangen "Lüge" selbst nicht zurecht kommt, kann man zwischen den Zeilen lesen. Sie schreibt es teilweise selbst.
Sie nimmt jetzt eine psychotherapeute Behandlung in Anspruch und versucht ihr Leben in die richtige Richtung zu führen und evtl. einiges über sich zu erfahren.
Sie erfährt, das Lüge uns gefangen nimmt und uns dazu verdammt, ein leeres und falsches Leben aufrecht zu erhalten, dem es an Authentiziität fehlt.
Uns alle schmerzen mit Sicherheit solche Verhaltensweisen.
Gut gemeintes Verschweigen ist niemals akzeptabel. ICH persönlich will lieber die Wahrheit, auch wenn sie wehtut. Auch wenn sie mir die Seele zerreißt, denn zumindest werde ich dann die Freiheit haben, den Weg zu nehmen, den ich wähle um meine Wunden mit der Zeit zu heilen.
Ich mag keine Lügen, die nur beruhigen, auch nicht die Halbwahrheiten und noch weniger die kompletten Unwahrheiten.
Es gibt Menschen, die die Lüge aus Angst verwenden, dass die Wahrheit zu viel Schmerz erzeugen würde, oder das die Folgen der Wahrheit sie negativ beeinflussen.
Wenn du einmal belogen worden bist, dann hat sich in deinem Inneren ein unangenehmes Gemisch aus Wut, Unverständnis und Trauer angesammelt.
Die erzeugte Enttäuschung entsteht nicht immer aus der Tatsache, dass man uns eine Wahrheit vorenthalten hat. Was einen wirklich enttäuscht, ist, dass der "Andere" gedacht hat, wir hätten es nicht "verdient" diese zu kennen.
Die gutgemeinten Lügen zeugen in Wirklichkeit von fehlender persönlicher Reife auf Seiten der Person, die sie ausspricht, und weisen gleichzeitig auch auf fehlende Empathie und soziale Fähigkeiten hin.
Die Lüge disqualifiziert denjenigen, der sie ausspricht und erniedrigt denjenigen, zu dem sie gesagt wird. Sie ist dazu verdammt, Leiden und Enttäuschungen zu erzeugen, denn, ob wir es glauben oder nicht, Lügen, genauso wie die Sonne am Morgen, kommen irgendwann ans Tageslicht.
Es gibt Menschen, die sagen, dass es unmöglich ist, eine solch "radikale Ehrlichkeit" praktisch umzusetzen, dass es unmöglich ist, immer alles zu sagen und nichts zu verstecken.
Man sagt, dass die Wahrheit wehtut, aber dass die Lüge tötet und Zweifel dich aller Hoffnung berauben.
Wir haben es verdient, ehrliche Beziehungen aufzubauen, die auf Respekt und Anerkennung basieren.
Auch wenn es natürlich richtig ist, dass wir ein Recht auf unseren persönlichen Freiraum haben, auf unsere Geheimnisse und Intimitäten, so gehört die Lüge dennoch niemals zu einer bewussten und reifen Beziehung.
Jedoch ist das Wichtigste bei all dem, dass es nicht nur darum geht, die Wahrheit zu sagen, sondern auch zu wissen, wie man diese aufnimmt@Nepomuk wird entscheiden, ob, wann und wie sie ihrem EM ihre langjährige Beziehung erzählen mag. Niemand von uns kennt ihren Mann und so können die Ratschläge der User nur unterstützend sein und nicht maßgebend.
Ich selber würde in einer "gesunden" Partnerschaft immer die Ehrlichkeit wählen, mache aber Unterschiede in bestimmten Lebenssituationen.