freisein
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Der IST-Zustand war: 22 Jahre verheiratet, Tochter knapp 4 Jahre alt, 16 Jahre gemeinsames Haus & ich arbeitete halbtags (nach 3 weiteren Monaten verlor ich sogar meine Arbeitsstelle). Ich kann dir sagen, es stand auf Messerschneide & ich habe mir bewusst gemacht: Ja, so rutscht man in Hartz IV ab. Er wollte, dass das Haus sofort verkauft wird - ich stand mit unserer Tochter mit einem Fuss auf der Straße & er hatte uns BEIDEN gegenüber KEINE Verantwortung - DAS muss man alles erstmal "begreifen" (kann ich bis heute nicht).
Kurzum, alles sprach GEGEN mich & ich bin mir sicher, er hätte eine Genugtuung erfahren, wenn ich eine Bauchlandung erlitten hätte (trotz gemeinsamen Kleinkindes - aber anderes Thema
Aaaaaber, ich hatte vom 1.Tag an nach der Trennung dieses Urvertrauen in mir selber, welches mir sagte (egal, wie tief ich am Boden lag): MIR KANN NIX PASSIEREN. Mein (Überlebens-) Willen war grenzenlos. Ich fand zu alter Stärke zurück, nahm mir eine Baustelle nach der anderen vor & allein die Vorstellung mit Mitte 40 alleinerziehend zu sein, dass war mir Ansporn genug. Ich marschierte los, setzte meine Prioritäten (auf die ich bis heute achte!): mein Kind, mein Arbeitsplatz & meine Gesundheit - das sind meine Säulen & darauf baute ich mein neues Leben, meine neue Perspektive auf & genau, die fehlt mir bei dir...
Kannst du für dich eine Perspektive erstellen? Also, wo will ich hin & wie komme ich dahin. Ich finde so etwas sehr wichtig & für mich ist das ein roter Faden, um nicht vom Weg abzukommen & Memi, ich weiß, dass ich belohnt werde. Dieses Jahr kommt der Umzug & mein Kind zur Schule, Höhepunkte, auf die ich mich sehr freue. Meine Vergangenheit gehört zu mir, aber meine Zukunft ist mir (aktuell) wichtiger......
