Sagen wir es doch so wie es ist, Langzeitbeziehungen beinhalten auch immer mal wieder Krisen und Durststrecken, meist unmerklich und ungewollt. um zwar auf beiden Seiten.
Keine Frau die mit ihrem Partner länger als 10 Jahre zusammen war, hat ihn jeden Tag zum nieder Knien geliebt. Völlig unrealistisch.
Und genau das gleiche gilt für die Männer.
Es gab immer Phasen wo du dir auch mal auf die Nerven gegangen bist. Vieles Gewohnheit wurde und auch mal mit Langeweile durchzogen war.
Irgendwann erreicht jede , so gut wie jede Beziehung diesen Status.
Dann gehts wieder eine Zeitlang besser , oder sogar richtig gut, und dann je nach Anforderung von Alltag, Arbeit und Kinder, gehts wieder runter.
Also hoch und runter.
In der Phase wo es mal wieder unten ist, genannt Beziehungskrise , hat es ein Dritter oftmals leicht einzudringen. Ist so.
Natürlich kann man das als Schwäche des Betrügers verurteilen, ist es auch. Aber je nach Länge de eigenen Entbehrungen und je nachdem was da besonderes anderes lockt, ist es auch wiederum nachzuvollziehen. Klar ist das ganz grosser Mist und ein Riesen Vertrauensbruch.
Aber sind wir mal ehrlich, die meisten Männer haben nie wirklich vor ihre Partnerinnen zu verlassen, die kriegen schon Herzrasen und Schwindel wenn sie nur daran denken.
Und potentielle oder aktuelle Affärenfrauen kann ich nur raten, sich da gar nicht gross was auszurechnen , Zuhause ist Qnatsch , ja, auch ne Krise, richtig, Frust über zu wenig 6 , zu wenig Aufmerksamkeit, zu wenig hier und davon. Thats all.Auch wenn dies alles geboten wird und scheinbar das Paradies kurzfristig ruft, - Nein, Männer sind nicht dumm. Sie wissen um das Verfallsdatum, des Intermezzos.
Wenige halten eine Affäre sehr lange aufrecht, irgendwann pickst das schlechte Gewissen sehr gründlich.
Und so ist es doch immer, fliegt der Mist auf, - ist auch schon fertig, die Entscheidung richtet sich fast ausschliesslich gegen die AF.
Denn und auch das ist ganz oft der Fall, bei so einer Fast Tragödie , kommt auch vieles auf den Tisch, das Donnerwetter so schlimm es erstmal ist, bereinigt vieles, rückt einiges gerade, plötzlich kann Mann reden, Frau auch und plötzlich weiss man auch , es hätte so einfach sein können, wach zu werden, zu reden, die Beziehung auf ein anderes Level zu ziehen.
Oft lagen die Gefühle füreinander nur verschüttet, jeder hat sein Bedürfnis für sich behalten, bloss nicht klagen, laufen lassen, der Rest klappt ja irgendwie, um zwar trifft das für beide zu. Beide haben so vor sich hingedümpelt. Der eine hat dem anderen den stillen Vorwurf gemacht, war das jetzt alles ? Alles erreicht ? Wo bleib ich? Wo pulsiere ich noch ?
Nein gelingt nicht allen Paaren, diese Erkenntnis zu ziehen, was aus diesem grossen Knall entstehen zu lassen , manchmal war es einfach zu spät, manchmal waren und damit meine ich nicht die Affäre, sondern die Verletzungen weit davor schon zu tief.
Ich stehe heute sehr selbstbewusst dazu, eine Affäre kann eine Riesen Chance sein, für uns war es das, ansonsten hätte entweder ich irgendwann selbst eine angefangen , bei passender Gelegenheit und genug Frust, oder wir wären an unserem Beziehungstiefschlaf erstickt und hätten uns getrennt.
Aber nach so einem Erdbeben müssen beide wollen und beide irgendwann sagen, es hat sich gelohnt, es ist jetzt wieder so, wie es sein sollte.
Bin ich glücklich ?
Ja bin ich, obwohl es ein harter Weg war.
Mein Mann hat einen schlimmen Fehler begangen damals, aber Fehler sind menschlich und irgendwann muss man das genauso sehen.
Ich würde ihn um nichts in der Welt eintauschen , denn auch mein Mann hat sehr viele Gute Seiten, zu viele , als das ich mir , abgesehen davon das ich ihn eh sehr liebe, mir jemals einen besseren Partner vorstellen könnte.