Ricky
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Zitat von Urmel_:
Moment (Dein Kritikpunkt ist natürlich valide, aber vergiss nicht Adressat und Kontext!). ->
Und wenn man sich bewusst gemacht hat, dass die Liebe der Mutter zum Kind bedingungslos ist, die Liebe der Frau aber nicht bedingungslos ist und man als Mann, falls man seine eigene Entwicklung noch nicht richtig abgeschlossen hat, also unterbewusst oft die Liebe der Mutter in der Partnerin sucht, man bei folgendem Hilfskonstrukt landet:
Männer lieben Frauen, wie Frauen ihre Kinder.
Gut genug für mich, um Männern einen Leitsatz an die Hand zu geben, damit sie erwachsen werden und die Realität um sie so akzeptieren, wie sie ist. Nämlich ohne bedingungslose Liebe der Frauen.
Ja, mir ist schon bewusst was Du meinst. Du willst sagen, dass die 18.Jhd.Romantiker da draußen, die allesamt glauben: "Oha, die Frau dort, die ist die Eine. Es muss Schicksal sein. Und selbst wenn sie mir 1000 Stiche ins Herz versetzt, dann werde ich immer noch vor ihrem Balkon mit Blumen singen". Und für diese "Jungs" gilt das Gleichnis. Aber irgendwie greift das nicht so ganz Hundertprozentig, ist vielleicht teilkongruent (hui, "fancy" Fremdwort). Liegt vermutlich daran, dass diese Männer meist irgendwann aufwachen, Mütter aber nie.


Meiner Erfahrung nach verhalten sich nämlich z.B. Menschen, die in ihrer Kindheit "gelernt" haben, dass sie etwas Besonderes leisten müssen, um geliebt zu werden oft in Beziehungen auch so. Sie wollen dann immer etwas dafür tun, um geliebt zu werden, und können eine erwartungsfreie (so nenne ich das mal besser) Liebe meist gar nicht annehmen. Weil ihr Selbstwert eben stark davon abhängt, was sie "leisten". Ist aber nur meine persönliche Erfahrung, es interessiert mich aber, das mal genauer zu hinterfragen.