Kaulquappe
Mitglied
- Beiträge:
- 33
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 31
- Mitglied seit:
erste Mal viiielen Dank für das Forum.
Ich sitze gerade auf einer Matratze, die noch am Weihnachten ein Teil des Ehebettes war - nun von mir aufgrund des gewollten Abstandes meines Mannes - in einem Zimmer in unserem Haus auf dem Boden liegt und meine beste Freundin geworden ist.
Ich habe keine Kraft mehr und werde wohl bald durchdrehen - so geht es doch nicht weiter.
Mein Mann hat nun seit Corona zum 3 mal seinen Job verloren und sitzt natürlich den ganzen Tag zu Hause und macht - gaar nichts. Absolut nichts. Er verdiente richtig gut und daher gestaltet sich die Suche echt schwierig - ich habe Verständnis dafür.
Wofür ich aber kein Verständnis aufbringe ist der Verfaulungsprozess. Ich selbst gehe die ganze Zeit 30 Stunden die Woche arbeiten - Gott sei Dank!. Ich stand auf - er schlief noch. Ich kam nach Hause - er schon auf dem Sofa vorm Fernseher.
Ich koche, gehe selbst einkaufen, spiele Taxifahrer für die 15 Jährige Tochter und mein Mann sagt: du gönnst mir es einfach nicht, nichts zu tun! Hee? Seit 2 Jahren?
Am Weihnachten ist es explodiert. Er brauche Abstand von mir, ich bin sein Problem und er will sich neu in mich verlieben. Was für ein Blödsinn. Hat aber doch ganz blöd geschaut, wo ich meine Matratze genommen habe und diese aus dem Schlafzimmer verfrachtet habe. Sooo hat er das nicht gemeint, sagte er, da habe ich mit dem Abstand was falsch verstanden.
Ich war sogar heimlich auch schon beim Anwalt - da das Haus erst seit 2018 uns beiden gehört. Klare Aussage der Anwältin: Solange Ihr Mann arbeitslos ist, ist da nicht viel zu machen, denn bei einer Trennung müssten Sie auch die Hälfte der Raten übernehmen - das kann ich leider finanziell absolut nicht. Aber er kann es alleine stämen sogar nur mit dem Arbeitslosen Geld.
Das macht mich fertig. 20 Jahre ihm Rücken frei gehalten und dann kann ich nicht einmal gehen. Ach so, Ehevertrag haben wir ja auch - da war er schon vor 20 Jahren schlau und muss mir keinen Unterhalt zahlen.
Reden will er nicht, da er ja jetzt seine Zeit richtig genießt - meinte er. Keine sagt ihm, was er zu tun und zu lassen hat. Klar, da wir ja mittleweile nur darüber reden, wer das einzige Auto wann benutzt und die Tochter kutschiert.
Was mache ich nun? Ich kann finanziell nicht hier raus und diese Hoffnung, die man sich immer macht
