MikeMo
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Ich wende mich an euch, weil ich aus ihrer Spontanität heraus plötzlich überrannt worden bin.
Die Geschichte:
Meine Freundin und ich daten seit ca. November letzten Jahres miteinander. Irgendwann im Februar/März haben wir für uns entschlossen eine Beziehung einzugehen. Da sie aufgrund ihrer Trennung eine spontane bestmögliche Wohnung nehmen musste, wollte sie erneut umziehen. Da es ihr aufgrund des Umzuges finanziell nicht gut geht, habe ich für uns einen Urlaub gebucht, damit sie nochmal relaxen kann bevor es ins eingemachte geht. Sie hatte sich gewünscht, dass ich zu ihr ziehe. Da ich mehr verdiene als sie, wäre es natürlich auch eine finanzielle Entlastung die sie sehr begrüßen würde.
Gesagt getan, war der Urlaub aus meiner Sicht wirklich sehr schön. Wir liebten uns und genossen schöne Abende in Restaurants. Natürlich gab es kleinere Zickereien, vor allem weil sie die Einnahme der Pille abgebrochen hatte und die Hormone kickten, aber die waren sehr schnell vergessen und wir genossen den Urlaub weiter. Am Ende des Urlaubes sagte sie jedoch, dass sie sich mit dem Zusammenziehen nicht mehr sicher ist und sie sich wünscht, dass wir uns damit Zeit lassen.
Ich habe logischerweise Verständnis gezeigt und gab aber zeitgleich an, dass es sich wie der Beginn einer Trennung anfühlt, da sie vorher felsenfest vom Zusammenziehen überzeugt war.
Wir gingen beide mit einer gewissen Kälte zueinander schlafen. Aufm Rückflug schien die Eisschicht zwischen uns geschmolzen und wir unterhielten uns wieder ganz normal, kuschelten und waren wieder wie ein normales Pärchen.
In Deutschland angekommen half ich ihr gleich mit der Wohnung. Der erste Tag war okay, habe mich etwas lustig über das "nicht zusammenziehen " gemacht, was sie nicht so lustig fand. Allerdings ist das meine Bewältungsstrategie manches etwas "lustiger" zu nehmen. Dies habe ich ihr auch so mitgeteilt und mich dafür entschuldigt. Am zweiten Tag allerdings war diese eises Kälte wieder zwischen uns. Wir arbeiteten an der Wohnung aber unterhielten uns nahezu garnicht, über Stunden.
Ich habe das Thema angesprochen und natürlich hat sie es auch gemerkt. Sie fing an zu weinen und war mit der Situation etwas überfordert. Ich sagte ihr, dass es sich merkwürdig anfühlt, sie aber nicht weinen zu braucht, da ich ihr kein Druck machen würde. Sie gab auch an, dass sie sich nicht trennen wollen würde und sie mich sehr liebt.
Am dritten Tag gab es lediglich ein "Guten Morgen" und anschließend garnichts. Habe sie Abends angerufen ob alles okay sei, daraufhin gab sie an, Zeit für sich zu benötigen und sie entschuldigte sich.
Ich gab an, dass wir uns dann einige Zeit nicht treffen sollten oder Kontakt haben sollten um sich sortieren zu können. Daraufhin wurde sie etwas stinkig, sagte " Ja ok" und legte auf.
Vielleicht habe ich da ein Fehler gemacht, dachte ich mir, ließ sie eine Nacht darüber schlafen und habe sie am nächsten Tag erinnert, dass sie nach wie vor meine Freundin ist und ich immer für sie da bin. Dass ich die Zeit die sie für sich braucht respektiere und sie sich immer melden kann wenn es ihr mal nicht so gut geht. Sie bedankte sich dafür, gab an weiterhin mit ihrem Bruder an der Wohnung arbeiten zu wollen.
Und das ist stand der Dinge. Ich denke, dass der Stress, die Hormone und die kleinen Zickereien zu dieser Situation führten. Was soll ich tun außer warten? War es das mit der Beziehung? Habe ich etwas falsch gemacht?
Besten Dank!