Hallo ihr Lieben,
gestern war der erste reguläre Oma-Abend. Hat toll geklappt und geschlafen haben sie auch sehr friedlich. Inzwischen bin fest davon überzeugt, dass beide auf Grund der außergewöhnlichen Situation nachts so unruhig sind. Auch wenn sie das alles noch nicht so mitbekommen, worüber ich inständig froh bin, so denke ich doch, dass eine weibliche Person unersetzlich ist und innere Ruhe verschafft. Den Abend habe ich mir allerdings nicht frei genommen, da ich bis heute was Wichtiges fertigstellen musste – ist aber auch okay so.
Meine Schwiegermutter konnte das auf ihrer Arbeit leider nicht regeln, dafür erklärte meine Mutter sich für einen weiteren Tag bereit.
Ihr könnt sicher nachvollziehen, dass mir das entgegen kommt. Mal unabhängig von der Tatsache, dass es die Mutter meiner Frau ist, so bin ich kein Freund davon die Kinder von Hand zu Hand zu reichen sofern es nicht absolut unvermeidbar ist.
Morgen läuft American Sniper an – das wird, zusammen mit einem Arbeitskollegen und dem Chef, mein Abendprogramm.
Heute geht es mir richtig gut, mag auch an dem super Wetter liegen. Was mir immer hilft ist dankbar zu sein für das was ich habe. Und damit spreche ich auch diejenigen, die das hier lesen und vom Kummer zerfressen sind, an: wir sind (so hoffe ich jedenfalls) gesund, unsere Kinder sind gesund (hoffe ich ebenfalls), wir haben zu essen, zu trinken – die einen werden einen tollen Freundeskreis haben, die anderen eine tolle Familie, einige glückliche sogar beides. Das ist erstmal das aller wichtigste.
Zum Thema in jemandem täuschen:
Es ist tatsächlich verrückt und absolut surreal. Man fühlt sich hintergangen, betrogen, alleine gelassen und einfach verarscht! Man kommt nicht umher die gesamte Beziehung als einzige Phrase in Frage zu stellen. Es passieren Dinge, von denen man im Vorfeld nicht annähernd geträumt hätte.
Ich bin ohnehin ein sehr selbstkritischer Mensch, hinterfrage mich selbst ständig und versuche stets das Beste aus mir herauszuholen. Der Anspruch an mich selbst ist sehr hoch und ein solches „scheitern“ kann ich, an für sich, nur sehr schwer akzeptieren. Dennoch war ich mir in einem Punkt klar: hinterherlaufen werde ich ihr nicht. Sicher habe ich auch Fehler gemacht – es gehören immer zwei dazu. Aber als intelligentes Wesen sollte man dazu in der Lage sein Träume, Sehnsüchte, Probleme zu artikulieren. Es gibt für mich keine Entschuldigung für ein solches Verhalten. Im Übrigen, nachdem ich hier einige Geschichten gelesen habe bestärkte mich dieser Grundsatz: nicht jedes Verhalten ist entschuldbar. Aber tatsächlich, es scheint ein Phänomen zu sein, dass Menschen plötzlich eine 180° Wendung hinlegen. Vielleicht steckt dahinter die Angst davor, bei einer sauberen und normalen Trennung, nicht standhaft bleiben zu können? Wer weiß.
@ Holzer
Stimmt, hast mich erwischt

– wollte auch direkt schreiben musste dann allerdings los um die kleinen aus der Kita zu holen daher speicherte ich geschriebenes zwischen. Jetzt muss ich schnell Abendessen machen – man weiß ja bald nicht mehr was man kochen soll.