Zitat von Ebony:Finde endlich in die Realität.
Depression? Jeder Erwachsene erlebt zumindest 1 mal im Leben eine Trennung....nun lass mal die Pferde im Stall.
Laufen ist sehr gut...jetzt nicht wegen depressiver Verstimmungen, sondern in 1. Linie bringt es das Immunsystem auf Vordermann, trägt allgemein zur Fitness bei, bewegt alle Muskelgruppen und das Teuerste sind die Schuhe. Wenig Equipment..überall durchführbar.
Wenn du Anfänger bist, lass deine Orthopädie und dein c.p. Outcome untersuchen, schliess dich einer Laufgruppe an.
Mittlerweile ist das Training mit mehreren Läufern wieder möglich.
Trail, kann ich dir sehr empfehlen.
das ist ja schon ein Extrem, sich als Anfänger gleich dem Laufen/Joggen zu erschließen, wenn zuvor
wenig bis gar nichts an sportlicher "Bewegung" vorhanden war.
Aus einem körperlich und seelisch sehr tiefen Loch zu kommen, OHNE von Depression zu reden, ist ein Hammer. Bewegung ist ein probates Mittel...und wer damit erst anfängt, braucht ein gutes Körper-gefühl, was machbar ist. Und es kann sein, dass selbst ein Spaziergang schon eine Mammut-Aufgabe darstellt.
Moderate Bewegung.... kleiner Spaziergang, um sich überhaupt erst mal an das Neue heranzutasten. Dass ein anfänglicher Spaziergang doof aussehen kann - ich weiß, wovon ich rede. Nach ein paar Minuten wieder umzukehren, sieht noch doofer aus. Wie das ist - das muss allerdings egal sein.
Die Kontinuität ist etwas, was hilfreich erscheint...und wenn es mal nicht möglich ist, dann ist das eben so. Auch das gibt es, dass es aus unterschiedlichen Gründen mal nicht "geht" - sprichwörtlich.
Was ich als meine beste Unterstützung gesehen habe - meditativer Tanz. (Nee, tanzen können muss Frau/Mann nicht...

) Nachdem ich durch das anfängliche spazieren gehen später zum wandern kam, habe ich dann zeitgleich den meditativen Tanz entdeckt. Sich auf sich selbst einzulassen - das (neu) zu erlernen - gleicht einer Entdeckungsreise. Zu sich zu finden - das ist in Phasen nötig, wenn einen alles zu überholen/erschlagen droht. Die tiefen Löcher vermeiden zu helfen - darum geht es in 1. Linie. Gleichzeitig wird damit gefördert, sich (wieder) der schönen Dinge des Lebens zuzuwenden.
Dass ich von all dem anfangs nichts wissen wollte - @Urmel_ - das kannst du mir glauben. Das seelische, das körperliche, das mentale Loch war enorm. Es konnte nur besser werden. An den Haaren bin ich geschleift worden, um auszuprobieren....nutzte aber nichts. Zum spazieren gehen
kam ich von mir aus. Zum wandern zu kommen, war ein riesiger Erfolg....bis ich zu vertrauen lernte, mich Dingen zu stellen, die ich zuvor verdammte. Diese verdammten Dinge haben mich dazu gebracht, alles neu zu überdenken....und das Leben an mir selbst festzumachen - egal ob mit oder ohne Partnerin.
Du hast geschrieben, dass der Psychologe (sinngemäß) sagte, es ginge NOCH ohne größere Schwierigkeiten ab, nicht in Depression zu gelangen. Ersetze das "noch" mal durch ein "doch" - der
Satz bekommt eine ganz andere Bedeutung. Versuch´s mal.
