Zitat von Sense:Du hast Aufregung der Verlässlichkeit vorgezogen.
Klasse Resumé.
Zitat von SuperKing:War zweimal mit ihr im Bett. Ganz rational erklären kann ich es nicht weil es einfach keinen Sinn ergibt, aber ich wollte einfach mal ausbrechen aus dem Alltagstrott und fürs Ego war es natürlich auch gut - kurzfristig.
Eure Beziehung war gerade erst 2,5 Jahre jung und Du schreibst bereits von "Alltagstrott"?
Du suggerierst, die Geschichte sei belanglos gewesen. Mag sein, daß der Kontakt zur "Mini-Affaire" Dir übers Bett hinaus nichts bedeutet hat. Doch unabhängig von Deiner Einstellung zu dieser anderen Frau steht allein der Umstand, daß es soweit kommen konnte für weitere Aspekte, die Deine Ex-Beziehung und Dich selbst betreffen.
Es ist doch nicht so, als hätte diese Person Dich damals mit einem Lasso eingefangen und Dir den Beischlaf aufgezwungen:
- Sie ist Dir irgendwo und aus irgendeinem Grund aufgefallen.
- Vermutlich habt Ihr Euch erst mal unterhalten, geflirtet, was auch immer.
- "Es" war nicht etwa ein "einmal ist kein Mal", sondern "es" wiederholte sich.
- Hätte Deine Ex "es" nicht selbst herausgefunden, wüßte sie "es" vermutlich bis heute nicht.
Nirgendwo lese ich aus Deinen Beiträgen heraus, daß Du Dich ernsthaft damit auseinandergesetzt hast,
welche Tragweite dieser (wiederholte) Verrat an Eurer Eurer Beziehung eben nicht nur für das Vertrauen Deiner Ex, sondern auch
für Dich selbst hatte: Deine Ex muß
Dir schon ab dem Moment, wo Du mit der anderen losgeflirtet hast, völlig
gleichgültig gewesen sein.
Schlimm genug, wenn man sich aus einer noch relativ jungen Beziehung heraus in einen ONS vergaloppiert hat. Doch dann wacht man morgens auf - deutlich ernüchtert und mit reduziertem Testosteronspiegel - und schon meldet sich das Gewissen dermaßen, daß man nur noch weg will, von dieser anderen Person.
Bei Dir war das anders: Du hast diesen Galopp sogar nochmal wiederholt. Da lagen immerhin ein paar Stunden, vielleicht auch ganze Tage zwischen. Wo war über diese Strecke
Deine Liebe, was war da
mit Dir los?
Es steht mir nicht zu und ich habe auch überhaupt nicht vor, über Dich und Dein Verhalten zu richten. Du siehst ja selbst ein, daß es wenig zielführend für den Fortbestand Eurer Beziehung war. Aber willst Du Dir nicht erst mal im eigenen Kopf klarmachen,
wie egal
Dir selbst eben diese Beziehung in jenen Momenten geworden war - und warum?
Du schreibst, daß Du nach Bestätigung für Dein Ego suchtest damals (sinngemäß, nicht wörtlich). Meines Erachtens wird auch ein neuer Anlauf mit Deiner Ex früher oder später scheitern, wenn Du für diese Bestätigung auf die Zuwendung (oder den 6) mit anderen Menschen angewiesen bleibst. Solange Du nicht genug in Dir selbst ruhst, um Bestätigung von außen
nicht zu brauchen, laufen auch Deine Beziehungen weiterhin Gefahr, toxisch zu werden.
Du schreibst, Deine Freundin sei eine attraktive Frau. Bist Du sicher, daß sie nicht in erster Linie eine Trophäe für Dich war? Eine Trophäe, die Du erst erobern, dann an Dich binden und schließlich auch noch betrügen (= demütigen) konntest - um sie jetzt endgültig damit "einzubrechen", daß Du sie trotz allem
nochmal einwickeln
kannst...
Geht es dabei wirklich um Deine Freundin (tat es das je?), oder hält sie gerade (ebenso wie die Mini-Affaire vor ihr) als Projektionsfläche für Dein tiefinnerstes Bedürfnis her, von jemand
angenommen zu werden, den Du zugleich dominieren kannst - um
Dich selbst dabei
spüren zu können?