Ungl
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Zitat von Urmel_:Das ist so nicht ganz richtig.
Die Wahrnehmung der Realität ist teils sehr ungenau. Das bedingt die Welt in der wir das Laufen lernten. Dort gab es Gefahren, die ein Mensch in Bruchteilen von Sekunden erkennen musste - sonst war Ende Gelände. Ein Teil dieser Abläufe werden teilweise von Bereichen im Gehirn erledigt, die mit dem bewussten Denken nichts zu tun haben. Denn das bewusste Denken ist zu langsam, um schnell auf Gefahren zu reagieren.
Es gibt also viele, sehr ungenaue, Voreinstufungen unserer Welt, die mit Sozialisierung nichts zu tun haben. Aber, es gibt durchaus auch Verfeinerungen oder falsche Annahmen, die durch mehr Input angepasst werden können.
Die korrekte Aussage wäre also: Unsere Biologie und teilweise unsere Sozialisierung haben mit Vorurteilen zu tun.
Menschen, die unsere biologischen Wurzeln ausschließen wollen, sind auf einem sehr gefährlichen Pfad. Diese Ideologie hat bislang in jeder Form, in der sie umgesetzt wurde, für mehrere Millionen Tote gesorgt. Aktuell auch gut in Venezuela zu sehen.
Erstmal der Russland vergleicht hinkt immer. Nur weil eine Ideologie Gleichheit verspricht hat das nichts mit der realen Umsetzung zu tun. Und der Versuch ein Vorurteilsfreies Leben zu führen oder wenigstens der Versuch so wenig Vorurteilsbelastet zu leben wie möglich macht dich auch noch lange nicht zu einem Kommunisten oder Sozialisten. Das ist immer ein stranges, verkürztes Totschlagargument. Nur weil Jesus mal etwas von der Gleichheit und Nächstenliebe erzählt hat, ist das institutionelle Christentum auch kein Heilsbringer.
Würde eher mal sagen, dass macht dich zu einem ganz vernünftigen und gesellschaftsfähigen Menschen, wenn du versuchst Rollenklischees und Vorurteile zu minimieren.
Und Urmel du verwechselst da meiner Meinung nach etwas. Natürlich haben wir geerbte und biologische Schutzverhalten. Das wäre ja Wahnsinn so etwas zu bestreiten, wir sind nunmal Tiere. Aber Flucht und Schutzverhalten, bezieht sich nun doch auf die "wilde" und freie Natur. Nicht auf unsere sozialen Kontakte und Lebensrealitäten. Die werden gesellschaftlich geprägt und sind nicht von Mutternatur vorbedingt.
Zu dem Wikipedia- Artikel. Ich meine es spricht doch schon Bände, dass fast jeder Absatz mit die Ergebnisse sind inkonsistent beginnt. Das die Frage ungeklärt ist ob es natürliches oder erlerntes Verhalten ist. Es geht ja auch nicht darum zu sagen, dass es keinen biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt. Es geht doch um die Frage, ob pauschlisierte Vorannahmen und erlerntes Verhalten nicht hinterfragt werden sollte und vielleicht dann auch überwunden werden können? Das alte Rollenbilder und Denkweisen aufgelöst werden könnten..
Für mich hat das nichts mit Gleichschaltung und Ideologie zu tun, sondern führt zu einem erträglicheren Miteinander..
Aber zum eigentlichen Thema - ich würde mich erschlagen fühlen - nach drei Monaten keinen Kontakt, jetzt nur ganz wenig und dann kommt so etwas.
Mir wäre das Zuviel des guten, zu schnell zu viele Versprechungen. Mir würde es schwer fallen, das alles zu glauben.
Solche Dinge sagt man sich doch und schreibt sie nicht unverhofft aus dem off?
