Zitat von Hamburger20259:Habe Ihr eben mitgeteilt, dass ich das nicht mehr mitmachen kann, weil es jedes mal wie ein Stich ins Herz ist, wenn sie mir sagt, dass sie mich nicht mehr liebt und ich es auch nicht verdient habe. Sie hat angefangen zu weinen und ihr wurde schlecht. Sie hätte es sich so gewünscht, dass wir es mit externer Hilfe versuchen. Dann musste sie weinend raus und zu Ihrer Schwester, oder Freundin fahren, die hier um die Ecke wohnen.
Was ich an der Sache sehr suspekt finde ist der Umstand, dass sie in einer Situation, in der die Sache einen Verlauf nimmt, der nicht dem gewünschten Weg der Dame entspricht, die neue Entwicklung sofort in den Freundes/Bekanntenkreis getragen wird.
Auf den ersten Blick ist man natürlich emotional als mitlesender Mann beim Beschützerinstinkt und als mitlesende Frau bei der kollektiven Emotion, die Last einer Frau verstehen zu können.
Aber der TE ist ja kein Unmensch und er hat auch seine Unterstützung, als Respekt gegenüber der gemeinsamen Zeit und der Liebe der Dame gegenüber, nicht aufgekündigt. Da hat die Flucht der Dame schon den Geschmack einer Flucht vor der Verantwortung, einer Nachjustierung der Möglichkeiten mit den Beratern und auch das zur Schau tragen der eigenen Emotionen im Umfeld, was so oder so den Opferstatus der Dame mitklingen lässt.
Ich sage nicht, dass es Intention ist (auch wenn ich persönlich glaube, dass da anteilig durchaus Intention mit im Spiel ist), aber abseits heglicher Intention kann man die genannten nebeneffekte schon sehr gut erkennen. Und wie schon an anderer Stelle gesagt, Carl Jung tendiert in solchen undurchschaubaren Situationen dazu, sich das Ergebnis anzuschauen und darauf dann Rückschlüsse auf die Motivation zu nehmen.
Wenn ich mir nichts zu Schulden kommen lassen habe, schon seit Tagen/Wochen einstecken muss, weil eine Dame mich emotional getroffen hat, ich von Situationen weiß, die auf Handlungen der Dame (Affäre) hinweisen, die nicht so sauber waren, die Dame in der aktuellen Situation aber immer wieder betont, dass sie
gemeinsam an etwas arbeiten will, ich trotz allem Druck der Dame gegenüber nicht ausfallend werde und die Dame bei der ersten sich bietenden Gelgenheit vor einem konstruktiven Ansatz
flüchtet und die gemeinsame Anstrengung in den Freundes/Familienkreis trägt, dann gehen bei mir alle Alarmglocken an!
Dieser Gedanke an dieser Stelle mal abgeschlossen.
Ein weiterer Gedanke: Ein Individuum entscheidet für sich selbst, ob es an sich arbeitet. Und es spürt für sich selbst, wenn ein anderer Mensch Anziehung ausübt. Und diese Anziehung beruht teilweise auf meinem Geschmack, aber zu einem nicht unerheblichen Teil auf der Anziehung der anderen Person. Welchen Zweck soll da eine Gesprächsrunde erfüllen, in der eine außenstehende Person einem selbst erklärt, wie man Anziehung wieder fühlt, auf die man gar keinen Einfluss hat? Und wie fühlt man sich da, wenn ein Dritter einem erklärt (verhandelt), dass man von der Person zwar nicht angezogen ist (und dies sehr wohl Gründe hat), man nun aber doch bitte rational die nicht vorhandene Anziehung verbal umdeuten soll, damit aus etwas, dass gerade nicht da ist etwas wird, was einen total wahsinnig nach dem anderen Menschen macht?
Die Lösung der Anziehungsfrage wird nicht in der Gesprächsrunde gefunden und so, wie solche Gesprächsrunden in der Regel aufgestellt sind, reduziert die Gesprächsrunde die Anziehungskraft sogar noch. Gleichwohl glauben wir in Zeiten schlimmsten Schmerzens gerne an Wunderheiler.