Brightness
Gast
eine Fünfjährige hat nicht zu entscheiden, wo sie wohnt. Das entscheiden die Eltern für sie. In ihrem Sinn. Ihr eine solche Entscheidung abzuverlangen, bedeutet für sie, zwischen ihrer Liebe zu Mama und zu Papa wählen zu müssen. Das kann sie zerreißen, in einen Loyalitätskonflikt bringen. Ihr seid erwachsen, regelt das vernünftig. Was spricht für ein Wechselmodell? Gibt es Gründe dagegen? Ihr seid working Mum und Dad, wollt beide Qualitätszeit mit eurem Kind und braucht auch Freiräume für Euch. Alles theoretisch Ideale Voraussetzungen für ein Wechselmodell.
Das Kind ist eingebettet in ein solides Betreuungskonzept mit Eltern Großeltern und Tante als fixe Anker. Viele Kinder profitieren von einer solchen Konstellation. Sie erleben die Vielfalt unterschiedlich agierender Menschen, ziehen daraus ihre Lerneffekte und Selbstbewusstsein, da sie auf sehr unterschiedlichen sozialen Ebenen kommunizieren. Sie erleben Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, daraus nehmen sie sich das mit, was ihnen liegt und entwickeln eigene Stärken.
Leider gibt es in Deutschland immer noch das weit verbreitete Vorurteil, dass Kinder nur durch die Eltern (meist immer noch die Mutter) erzogen werden können. Der Begriff der Rabenmutter Geist noch in vielen Köpfen, leider. All jenen, die so denken sei ein Blick in unsere Nachbarländer geraten. In Frankreich ist es selbstverständlich, dass Kinder fremdbetreut werden und beide Eltern arbeiten gehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es den Kindern gut geht, sie sehr aufgeweckt und selbstbewusst sind.
