Zitat von Baumo: Machen wir uns nichts vor. Anfangs ist immer alles toll. Mit der Zeit lernt man einen kennen und entdeckt immer mehr Dinge die einem nicht gefallen. .Falls man sich bereits verliebt hat dann ist man dafür blind und das bleibt dann recht lang noch. Das ist ein Trick der Natur damit Frau so schnell wie möglich schwanger wird und einige Zeit geblendet bei dem Mann verbleibt. Bzw dass der Mann bleibt und der geschwängerten Frau Sicherheit bietet. Mehr Sinn hat verlieben nicht.
Falls ein Mensch sich nicht verliebt dann bekommt er die 'Fehler ' des anderen ungefiltert hingeworfen und verliert das Interesse
Interessante Theorie. Es könnte aber auch ganz anders sein. Nichts ist wie es scheint. Eine Weisheit, so alt wie die Menschheit.
Das was du beschreibts, passiert immer genau dann, wenn genau keine Liebe da ist. So meine Beobachtung.
Wenn man Dinge am anderen findet die einen stören, eben dann ist keine Liebe da. Immer sind Dinga am anderen, die einem selbst stören. Immer. Nur, wenn Liebe da ist, sind diese Dinge einfach unwichtig und nebensächliche Begleiterscheinungen. In der Liebe akzeptiert man diese Dinge. Auch wenn sie einen stören. man akzeptiert den anderen so wie er ist. Sein gutes und sein schlechtes. wenn keine Liebe da ist, kann ich ihn nicht so sein lassen wie er ist. erst muss er sich ändern damit ich ihn "Lieben" kann.
Warum ist das so? Weil gut und schlecht nur unsere eigene Definition ist und sie nichts mit dem geliebten zu tun haben. Liebe akzeptiert alles. In der Lebe ist es so wie es ist.
In den Upanischaden wird von 3 Dimensionen der Liebe gesprochen.
Quelle: Taschenbuch; Goldmann Verlag. Liebe, Freiheit, Alleinsein. ISBN 978-3-442-21599-7
Zitat:
Die drei Dimensionen der Liebe.
Liebe hat drei Dimensionen.Die erste Dimension ist tierisch, die reine begierde, ein körperliches Phänomen. Die zweite Dimension ist menschlich, etwas höher als die Begierde, als Sexualität und Sinnlichkeit. Sie ist nicht bloß reine Ausbeutung des anderen als Mittel zum Zweck. Die erste Stufe ist reine Ausbeutung: Der andere wird nur als Mittel zum Zweck benutzt. Bei der zweiten wird der andere nicht als Mittel benutzt, sondern er ist dir ebenbürtig. Der andere ist in sich wertvoll und die Liebe ist keine Ausbeutung mehr, sondern ein gegenseitiges teilen eures Seins, eurer Freuden, eurer Musik, eurer Lebenspoesie. Sie wird zu einem teilen, und zwar gegenseitig. Die erste Liebe ist besitzergreifend, die zweite nicht. Die erste erzeugt Abhängigkeit, die zweite gibt Freiheit. Und die dritte Dimension der Liebe ist göttlich, gottähnlich: Dann hat die Liebe kein Objekt mehr, sie ist überhaupt keine Beziehung mehr, sie wird zum Seinszustand. Du bist einfach liebevoll- nicht verliebt in einem bestimmten Menschen- sondern immer in einer liebevollen Verfassung und alles was du tust geschieht voller Liebe. Du begegnest allen Wesen voller Liebe. Sogar wenn du einen Stein berührst ist es als würdest du deinen liebsten berühren. Selbst wenn du die Bäume betrachtest sind deine Augen voller Liebe.
Die erste Liebe benutzt den anderen als Mittel zum Zweck, bei der zweiten ist der andere kein Mittel zum Zweck mehr, bei der dritten verschwindet der andere völlig. Die erste erzeugt Abhängigkeit, die zweite gibt Freiheit, die dritte geht über beides hinaus- sie ist das Transzendieren jeglicher Dualität. In ihr gibt es weder den Geliebten noch den Liebenden. Es gibt nur noch Liebe.
Dies ist der höchste Zustand der Liebe. Die meisten Menschen bleiben auf der ersten Stufe stehen. Nur sehr selten erreicht jemand die zweite Stufe, und ganz selten ist das Phänomen das ich als die dritte Dimension der Liebe bezeichne. Nur ein Jesus, ein Buddha..hier und da gibt es einige wenige- ihr könnt sie an einer Hand abzählen- die zur dritten Dimension aufgesteigen.
Behalte diesen fernen Stern immer im Auge, dann kann es in den Bereich des möglichen rücken. Und wenn diese Möglichkeit wahr wird bist du erfüllt. Dann fehlt dir nichts mehr. In dieser Erfüllung wartet Freude, ewige Freude, die nichteinmal der Tod zerstören kann....
Zitat Ende.
So könnte es auch sein. Nichts genaues weiss man noch nicht.
