Zitat von MelanieMurr:So, habe mich gestern von meinem Freund getrennt. Auslöser war ein Gespräch, in welchem er mir mitteilte, dass er nicht wüsste, was ich ihm überhaupt noch bieten kann, was ihm nicht jede andere ebenso bieten könnte und sogar noch mehr. Hintergrund ist unser Zankapfel 6ualität, wo ich einige Dinge, auf die er sehr steht, immer abgelehnt habe
Zitat von Schlurfi2020:Wenn ich auf irgendetwas im Bettspiel stehe und meine 6-Partnerin nicht, dann lasse ich es und ziehe mich komplett zurück.
@Schlurfi2020
Es geht hier um ihren
Freund und eben
nicht um einen
6Partner, den sie im Internet für eine ONS oder eine Affaire aufgegabelt hat (und nur mit dieser einen und einzigen Absicht dahinter). Allein da schreibt Ihr beide insofern etwas aneinander vorbei.
Zitat von Schlurfi2020:Wie soll ich diese denn mal aufschreiben, ohne das "Kapergefahr" besteht?
Indem Du beim Thema bleibst: es geht
hier eben
nicht um
diese Deine Erfahrungen (in unverbindlichen Affairen und ONS), sondern um die der TE (in ihrer Festbeziehung).
Zitat von MelanieMurr:nun meine Frage, die mich umtreibt: [...] Hätte ich ihm einfach mehr bieten müssen, 6uell, oder einfach mehr Action in die Beziehung? Sollte man den oder die nehmen, die einem am meisten bieten kann?
@MelanieMurr
Zu Deiner ersten Frage:
Nein, man sollte im Bett grundsätzlich nichts "müssen" - damit würdest Du Dir selbst unglaublich schaden und auf Dauer auch die Beziehung zerstören, schon mit dem Frust und der Wut, die sich dann innerlich unweigerlich in Dir aufgebaut hätte, wenn Du Dich so für ihn verbiegen würdest.
Zu Deiner zweiten Frage:
Jeder Mensch hat eigene Vorstellungen von Beziehung und was ihm darin wichtig ist. Das betrifft auch 6uelle Präferenzen.
Ein Mensch, der beispielsweise auf SM-Praktiken steht, wird die Beziehung mit einer Dame, die Blümchen... wünscht, wohl eher nicht sehr glücklich und umgekehrt. Es sollte ihm allerdings bewußt sein, daß SM-Praktiken nicht die Norm sind und insofern macht es Sinn, wenn er darauf schon im Profil bzw. (bei RL-Begegnungen) in einem frühen Stadium des Kennenlernens hinweist und nicht erst dann, wenn es zum ersten Mal mit der neuen Flamme in die Kiste geht.
Ein Mensch, der bestimmte Praktiken für sich rigoros ausschließt,
könnte darauf umgekehrt übrigens ebenso hinweisen. Dabei muß es nicht gleich um SM gehen, manchen genügt schon die "von hinten"-Variante, um sich gründlich zu ekeln. Allerdings ist es so, daß nicht jeder sich gern gleich beim ersten, zweiten oder dritten Treffen über derlei intime Details austauschen mag. Die älteren unter uns wurden noch so erzogen, daß man über sowas nicht spricht, bzw. wenn, dann nur mit jemand, mit dem man bereits fest verbandelt ist. Dann allerdings ist es reichlich spät, weil man auch emotional involviert ist bis dahin und sich entsprechend in seinem
Menschsein mißachtet fühlt, wenn der andere die
Beziehung dann "nur" wegen unüberbrückbarer Differenzen im Bett gleich wieder verläßt, obwohl
alles andere sich soweit doch so nett angelassen hatte. In der Tat wird man ja so auf seine Körperlichkeit reduziert, als zähle der "Rest" nicht - der aber die kompletten Gefühle für den anderen umfasst.
Du schreibst, er habe
sehr auf bestimmte Praktiken gestanden und Du hättest deren Ausführung
immer abgelehnt. Gehe ich recht in der Annahme, daß dies demnach von der ersten 6uellen Begegnung ein Problem zwischen Euch war? Oder hat er Dir seine Präfenzen erst im Lauf der Zeit enthüllt, bzw. immer höhere Ansprüche an Dich gestellt?
Habt Ihr Euch vor dem ersten Mal denn überhaupt mal darüber unterhalten?