Hallo!
@ Freya
Ja, dieses plötzliche Rausgerissensein aus dem Leben und damit auch aus allem Erhofften und Erträumten, ob bewußt oder unbewußt, ist bei dem allem so ziemlich das Schlimmste, weil man ja nicht allein einen geliebten Menschen plötzlich verloren hat, sondern auch meint, das ganze Leben verloren zu haben - und es tut sich leider auch nicht so schnell ein neues auf (das ist auch unmöglich, denn wenn man liebt, kann man ja nicht einfach zu irgend etwas anderem überwechseln oder zumindest zur Tagesordnung übergehen).
Und wenn Du sagst, Du weißt noch nicht, wo Du wieder Wurzeln schlagen willst - das kann man auch nicht wissen, sondern das geschieht, auch wenn es leider dauert, ganz von selber. Das einzige, was man tun, worum man auch kämpfen sollte, ist, die Wurzeln nicht in den Träumen und Räumen der Vergangenheit und der Erinnerungen hängen zu lassen. Denn dort gibt es nichts mehr, das einen Kraft gibt, das einen wieder aufrichten könnte. Man saugt ja nur Kummer und Verzweiflung aus diesem Tränenhimmel.
Das Wichtigste ist, daß Du Dir Zeit gibst, denn es dauert - um bei diesem Bild zu bleiben -, bis die Wurzeln wieder in "feste Erde" einwachsen. Man braucht etwas Geduld, aber man sollte die Dinge einfach geschehen lassen und sich darüber möglichst wenig Gedanken machen (also wie etwa: warum das alles? werde ich wieder jemanden finden? hört das Leiden denn nie auf? usw.).
Und die einzige Pflege, die das Pflänzchen braucht, ist, daß Du es so gut als möglich vor Stürmen und sonstigem Unbill schützt (womit ich meine, soweit es vermeidbar ist sich auf nichts einlassen, bei dem man gleich wieder ins Unglück stürzen könnte, solange man noch so verletzt und verletzlich ist, denn sonst, in diesem Zustand, verhält man sich so und empfindet man so, wie sich jemand mit einer verunglückten Persönlichkeit immer verhält und wie er immer empfindet - und das wiederum verhieße nichts Gutes).
Und ansonstens - das Pflänzchen manchmal man ein bißchen streicheln und ihm Gutes tun, dann wird es auch wachsen und wieder stark sein.
@ Groupie
Liebe Groupie, daß Maus dieses Buch schon hat, wußte ich nicht.
Die ganz falschen Vorstellungen habe ich ja schon. Ich habe mir nämlich vorgestellt, daß für Euch ein Österreicher, also gewissermaßen ein Exot, so interessant wäre, daß Ihr ihn zu einem Eurer gespenstischen Zeltlager einladen und ihn, wegen der Entfernung und vielleicht auch wegen seines dann angeschlagenen Zustandes, irgendwo übernachten lassen würdet (Kellerabteil hätte genügt)

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Aber entweder, meine Vorstellung war falsch, oder ich habe es überlesen

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Sonst hätte ich Euch natürlich schon längst besucht!
Obwohl mir ja ernsthafte Zweifel gekommen sind, als Du damals von dem 120kg-Date erzählt hast - denn wenn das quasi ein untergrenziges Kriterium sein sollte, dann müßte ich ja doppelt kommen, und das würde ich nicht einmal selber aushalten! Allein die Autofahrt wäre schon so schlimm, daß ich spätestens in Passau freiwillig in den Inn fahren würde ...
Liebe Grüße