monamuh
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Ende August wollte er eine Auszeit. Zog vorübergehend zu Freunden. Ich habe gelitten. Dachte, es ist Schluss. Aber er kam wieder, näherte sich langsam wieder an. Zog Ende Oktober wieder ein. Es ging bergauf, aber ich merkte, er war emotional nicht ganz da. Konnte mir nicht mehr vertrauen, dass unsere Streitereien nicht wieder losgehen. Ich wurde ungeduldig, drängte ihn, sich wieder auf mich einzulassen. Wieder im gemeinsamen Bett zu schlafen. Je mehr ich ihn drängte, desto mehr zog er sich wieder zurück. War fast nur noch im Büro. Es schien ihm nichts mehr zu bedeuten, Zeit mit mir zu verbringen.
Ende Februar wollte er eine zweite Auszeit. Diesmal zog ich aus. Suchte mir eine eigene Wohnung. Es war mein Angebot an ihn, weil ich ihm Raum und Zeit geben möchte, ohne dass er sich bedrängt fühlt. Er reagiert so sensibel auf Druck. Ich bin ausgezogen, obwohl ich es nicht wollte und er mich nicht darum gebeten hat. Ich habe ihm gesagt, dass ich es für uns tue, weil ich seine Bedürfnisse respektiere..
Mitte März waren wir eine Woche zusammen im Urlaub. Der war lange gebucht. Danach wollte er seine Auszeit fortsetzen. Seitdem haben wir uns nur zweimal gesehen - einmal kurz, weil er Sachen von mir brauchte, und einmal, weil er mich auf einer Familienfeier dabeihaben wollte. Das ist zwei Wochen her. Seitdem haben wir nicht geredet. Ein paar SMS, die aber immer von mir ausgingen. Und ich sollte es doch besser wissen...
Ich leide. Enorm. Ich bin ohnehin psychisch nicht sehr stark, aber diese ständigen Zurückweisungen, diese schmerzhafte Unsicherheit, seit fast einem Jahr, das bringt mich um. Im wahrsten Sinne des Wortes, ich habe jeden Tag Suizidgedanken. Mein Therapeut weiss auch nicht weiter.
Er ist meine grosse Liebe. Wir sind seit 3.5 Jahren zusammen. Wir haben viel Schlimmes zusammen durchgemacht. Er hat sich jahrelang für mich aufgeopfert, ich wusste nicht zu schätzen, was ich an ihm hatte, bin nur um mich selbst gekreist, weil es mir (körperlich) so schlecht ging. Ich habe ihn und seine Bedürfnisse vernachlässigt, gleichzeitig meine geballte Frustration an ihm ausgelassen, gestritten, war gemein zu ihm. Vorwürfe und Unterstellungen. Oft.
Aufgewacht bin ich im Mai. Vor elf Monaten. Es gab Rückfälle, auch schlimme, aber es waren nicht viele. Ich habe sehr, sehr hart an mir gearbeitet. Vermutlich zu spät.
Kann es noch eine Chance geben? Nach einem solchen Jahr?
Warum verlässt er mich nicht? Letzte Woche hat er sich zum ersten Mal überhaupt Freunden gegenüber geöffnet, einer gemeinsamen Freundin gesagt, dass er mich lieb hat und jetzt Bedenkzeit hat.
Er muss immer alles (!) mit sich alleine ausmachen,.. das war schon immer so.
Der Mann meines Lebens, und ich habe ihn und seine Liebe zu mir zerstört. Unsere Beziehung. Ich kann mir einfach nicht verzeihen.
Was jetzt? Macht eine Kontaktsperre Sinn? Er hat ja gesagt, wir können während der Auszeit Kontakt haben, aber er ergreift nicht die Initiative.
Ich kann nicht mehr, bin so verzweifelt, und das - in unterschiedlicher Ausprägung - seit Mai letzten Jahres, schwanke ständig zwischen Hoffnung und totaler Verzweiflung.. bitte helft mir..
monamuh