@kirschblüte: Danke für Deine Antwort! Ja, Deine damalige Situation hört sich sehr ähnlich an.
Zitat:und er wohl schon lange Jahre mit mir abgeschlossen hatte, ohne das ich das bewusst bemerkt hatte und er einfach nicht wusste, wie er es fertig bringen sollte, mir beizubringen, dass er nicht mehr kann, bzw. möchte? Ich habe es in meiner Depression gar nicht richtig wahr genommen, dass er nicht mehr kann. Ich habe nie raushören können, dass er nur noch aus Sorge um mich nach einer Trennung zusammen war.
Ich verstehe das schon, und ich weiss es ja eben nicht, wie es in ihm aussieht. Vielleicht weiss er es selbst nicht. Aber es ist nicht so, dass er sich gerade oder generell im letzten Jahr so verhält, als hätte er Angst um mich. Im Gegenteil, er tut mir weh. Immer wieder. Verhält sich rücksichtslos, egoistisch. Wenn er meint, mich damit wegtreiben zu können, dann unbewusst. Aber selbst das glaube ich nicht.
Der Unterschied ist aber, er hat sich komplett rausgezogen im Spätsommer. Hätte endgültig gehen können. Aber er kam zurück. Ja, womöglich nur, weil er es nicht übers Herz gebracht hat, sich zu trennen. Würde dazu passen, dass er kaum noch Körperkontakt zuliess. Passt aber nicht dazu, wie liebenswürdig er immer noch in seinem verbalen Umgang mit mir war. Und, man kann sagen, was man will, aber mein Freund ist wie ein offenes Buch, es ist SO leicht, ihm anzumerken, ob es ihm gerade gut geht oder er sich komplett unwohl fühlt. Er hat es immer wieder geschafft, die gemeinsame Zeit zu geniessen. Und ich habe meist gespürt, ob er gerade Angst vor Streit hat, oder ob er es schafft, mir zu vertrauen.
Du hast mir viele Parallelen aufgezeigt.
ABER: Ich bin ausgezogen. Von mir aus. Das war mein Signal an ihn, schau, ich kann ohne Dich. Er hat momentan sein eigenes Leben. Null Verantwortung für mich. Es ist seine Entscheidung, ob das das ist, was er will, oder ob er sein Leben wieder mit mir teilen möchte.
Ich habe ihm die Trennung auf dem Silbertablett angeboten. Mehrmals. Er hat ausgeschlagen.
Zitat:Glaub mir, ich hatte das Gefühl, als wenn ich nicht lebensfähig wäre, ohne ihn.
Natürlich bin ich ohne ihn lebensfähig. Er war ja im letzten Jahr auch fast nie für mich da, ich
musste also alleine klarkommen, und das war gut, für mich auf jeden Fall, und, falls wir uns noch mal zusammenraufen, dann auch für uns. Aber ich
will nicht ohne ihn leben. Das ist ein wichtiger Unterschied! Ich kann nicht mit dem Wissen leben, dass ich unsere Beziehung zerstört habe, die Liebe meines Lebens.