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Stark depressive Frau verlassen

Tyrion

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So ich habe seit Längerem hier mit gelesen und hin und her überlegt ob ich mich hier anmelden sollte.

Ich war noch nie einem Forum unterwegs nur bräuchte ich hier dringend Ratschläge für meine momentante Situation. Wie im Titel steht ist meine Frau stark depressive. Sie arbeitet seit ein Paar Jahren nicht weint viel ist immer traurig und unternimmt nie was mit anderen Menschen.

Zu der Situation kam es weil wir vor ein Paar Jahren unsere Tochter an eine Krankheit verloren haben.
Und ich möchte bitte auch nicht näher hier eingehen.

Ich habe mich nach ihren Verlust viel gearbeitet und keinerlei Trauer zu gelassen. Was von mir falsch war.

Und meine Frau ist in einem Tiefes Loch gefallen wo sie ohne Hilfe nicht mehr raus kommt. Wir beide haben uns auseinander gelebt und sind auch vereinsamt, weil wir uns mit niemanden mehr getroffen oder telefoniert haben.

Vor drei Jahren habe durch einen Arbeitskollegen seinen Kumpel kennengelernt. Wir wurden schnell Freude und ich lernte durch ihn auch andere Menschen kennen und so kam es das ich wieder raus ging und einfach nur Spaß und Freude entfand. Irgendwann erzählte ich ihm auch von meiner Trauer und er hörte einfach nur zu. So merkte ich das es mir besser ging. Und nicht nur das, dass leben auch nach so einem schweren Verlust weiter geht.

Ich habe meiner Frau versucht zu helfen in dem ich sie mit nehmen wollte und so das sie auch endlich wieder Spaß entfand. Nur lehnte sie es ab. Auch habe ich ihr mehere Vorschläge gemacht das wir uns Hilfe zu sollen oder sie alleine. Auch das lehnte sie immer ab.
Wie schon gesagt sie sitzt nur noch zu Hause herum und macht bis auf den Haushalt nichts mehr.

Was auch teilweise meine schuld ist weil ich es nicht wahr genommen habe das sie Hilfe braucht.
Ich habe auch schon öfter versucht über unsren Verlust mit ihr zu Reden aber auch dann blockt sie ab. Und nicht nur das sie wird dann hysterisch weint und schreit mich auch an.

Letztes Jahr lernte ich dann durch Freunde eine Frau kennen wir waren uns sofort sympathisch und kamen uns auch näher. Irgendwann schlief ich mit ihr. (Und ja ich weiß das es nicht richtig von mir war)
Am Anfang hatte ich noch Schuldgefühle gehabt aber nicht gegenüber meiner Frau sondern mir, weil ich keine Reue empfand das ich meine Frau betrogen habe.

Ich schlief dann immer öfters mit ihr und mir und ihr wurde auch klar das wir mehr für einander empfanden als nur S..

Ich bin bereit ein neues Leben mit ihr anzufangen und auch mit ihr zusammen eine Familie zu gründen.

Nur weiß ich nicht so recht wie ich es meiner noch Ehe Frau das erklären soll.
Ich möchte zu ihr Ehrlich sein aber ich habe Angst das ihre Depressive Phase noch schlimmer wird. Und sie hat auch keinen der sich um sie kümmert wenn ich sie verlasse.

Und ich kann und will mich nicht mehr um sie kümmern auch wenn es hart klingt aber ich habe es geschafft aus diesem Schwarzen Loch aus zu brechen und ich will da auch nie mehr zurückkehren.

26.03.2018 11:21 • #1


mcteapot


Zitat von Tyrion:
ich habe Angst das ihre Depressive Phase noch schlimmer wird. Und sie hat auch keinen der sich um sie kümmert wenn ich sie verlasse.

Und ich kann und will mich nicht mehr um sie kümmern auch wenn es hart klingt aber ich habe es geschafft aus diesem Schwarzen Loch aus zu brechen und ich will da auch nie mehr zurückkehren.

Frag mal @TinTin1980 , der kann dir helfen

26.03.2018 11:22 • x 1 #2


KBR


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Du hast das Recht ein gutes Leben zu führen. Ob das mit der anderen Frau Zukunft hat, wird sich bzeigen und ich finde die Reihenfolge auch irgendwie falsch, aber niemand ist verdammt, für immer sein Leben hinter das eines anderen zu stellen.

26.03.2018 11:26 • x 2 #3


Otten82


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Das tut mir alles sehr sehr leid für dich (euch ).

Versuche mal einen Termin bei einer Beratungsstelle zu machen. Pro Familia, Caritas, Diakonie oder so.

Ich kann verstehen , dass du Angst hast deiner Frau die Wahrheit zu sagen. Du hast aber alles versucht so wie es klingt. Sie möchte keine Hilfe annehmen, nichts ändern, ....
Also musst du zumindest dich selber retten, so böse wie es klingt.

Hol dir wie gesagt Hilfe von irgendeiner Organisation. Vielleicht können die dir einen Psychologen zur Seite stellen, die das Gespräch moderieren. So ne Art Mediator. So hat deine Frau auch gleich einen Ansprechpartner.

Du solltest dich quasi selber absichern.
Nur aus Mitleid mit ihr zusammenzubleiben wird nichts bringen.

Die Aktion mit der anderen Frau war natürlich trotzdem total sch..se , aber das weisst du ja selber.

26.03.2018 11:27 • x 2 #4


TinTin1980


Der kann dir helfen?
Lies mal meinen Thread. Ich denke, da wirst du einiges finden, in dem du dich wieder erkennst.

26.03.2018 11:30 • x 1 #5


honka


Eine intensive Aussprache, mit deinem Geständnis wäre fair. Sollte deine Ehefrau in eine tiefe Depression abrutschen, gibt es Ärzte die sich dann um den kranken Patienten kümmern.

26.03.2018 11:33 • #6


TinTin1980


Zitat von honka:
Sollte deine Ehefrau in eine tiefe Depression abrutschen, gibt es Ärzte die sich dann um den kranken Patienten kümmern.


Richtig gelesen? Sie will sich nicht helfen lassen. Auf einen Depressiven Druck auszuüben ist das schlimmste, was man so machen kann.

26.03.2018 11:35 • x 1 #7


Tyrion


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Zitat von honka:
Eine intensive Aussprache, mit deinem Geständnis wäre fair. Sollte deine Ehefrau in eine tiefe Depression abrutschen, gibt es Ärzte die sich dann um den kranken Patienten kümmern.


Wenn sie keine Hilfe annehmen will kann ihr auch kein Arzt helfen.

26.03.2018 11:36 • x 3 #8


Otten82


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Zitat von honka:
Eine intensive Aussprache, mit deinem Geständnis wäre fair. Sollte deine Ehefrau in eine tiefe Depression abrutschen, gibt es Ärzte die sich dann um den kranken Patienten kümmern.


Sie IST in einer tiefen Depression.

Wenn sie bei der Aussprache total fertig ist und irgendwelchen Unfug aus Verzweiflung macht, wo soll dann plötzlich der Arzt herkommen ?

26.03.2018 11:38 • x 2 #9


Tyrion


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Zitat von Otten82:

Sie IST in einer tiefen Depression.

Wenn sie bei der Aussprache total fertig ist und irgendwelchen Unfug aus Verzweiflung macht, wo soll dann plötzlich der Arzt herkommen ?


Und das ist auch meine Sorge das sie sich was antut bis jetzt kam noch nichts in der Richtung aber wenn hätte ich eine Mitschuld zu verantworten.

26.03.2018 11:40 • x 1 #10


Otten82


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Zitat von Tyrion:

Und das ist auch meine Sorge das sie sich was antut bis jetzt kam noch nichts in der Richtung aber wenn hätte ich eine Mitschuld zu verantworten.


Genau das wäre wohl auch meine Angst. Man steckt in den Leuten nicht drin. Auch nicht depressive Menschen reagieren manchmal über wenn sie verlassen werden.

Ich kann deine Angst sehr sehr gut verstehen. Deswegen am besten jemand neutrales mit ins Boot holen. Aber sowohl aus Angst als auch aus Mitleid kannst du nicht länger mit ihr zusammen bleiben.

26.03.2018 11:43 • #11


mcteapot


Zitat von Tyrion:
aber wenn hätte ich eine Mitschuld zu verantworten.
nicht zwingend, man macht sich dafür vernatwortlich, aber deine Frau hätte damit schon längst in Therapie gehen können

26.03.2018 11:43 • #12


Tyrion


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Zitat von Otten82:

Genau das wäre wohl auch meine Angst. Man steckt in den Leuten nicht drin. Auch nicht depressive Menschen reagieren manchmal über wenn sie verlassen werden.

Ich kann deine Angst sehr sehr gut verstehen. Deswegen am besten jemand neutrales mit ins Boot holen. Aber sowohl aus Angst als auch aus Mitleid kannst du nicht länger mit ihr zusammen bleiben.


Das weiß ich ich bin auch schon jedes Wochenende bei meiner Freundin. Meiner Frau sage ich dann das ich bei einem Kumpel bin.
Sie ruft auch ab und zu an oder meldet sich über Whatsapp bei mir.

26.03.2018 11:45 • #13


honka


Wenn sie Entscheidungen treffen kann und keine Hilfe annimmt, ist sie in meinen Augen nicht wirklich Depressiv. Ein echt Depressiver Mensch ist schwer krank und muss behandelt werden. Depressive Menschen bekommen schnell eine Einweisung ins Krankenhaus.

Nun noch ein paar Worte zum Problem, wenn der User der Meinung ist er kann es ihr nicht beichten? Wann will er es ihr denn beichten? Wenn er mit der neuen ein Kind hat oder die Hochzeitsglocken läuten?

26.03.2018 11:47 • #14


Katzenmosaik


Der Verlust eines Kindes ist immens schlimm, ich kann deine Frau vollends verstehen. Leider liegt es auch an ihr, da wieder herauszukommen. Schade finde ich, dass du fremdgegangen bist, statt dich lieber erstmal zu trennen, um dann ein neues Leben anzufangen. Somit fühlt sie sich erst recht verlassen und auch jetzt betrogen.

Mir tut die Frau sehr Leid und ich hoffe für sie, dass sie es irgendwann aus eigenem Antrieb schafft, über den Tod der Tochter und über den Betrug jetzt hinwegzukommen.

26.03.2018 11:47 • x 4 #15




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