Zitat von Herzenssache91: Die ersten 6 Jahre – bevor unser erstes Kind geboren wurde, war unsere Beziehung für uns perfekt, wenn man das so sagen kann. Wir haben beide die Nähe des anderen sehr genossen, stundenlang gekuschelt, viel geredet, gelacht, hatten gemeinsame Hobbys, 2-3 mal in der Woche Sex, was für uns beide so in Ordnung war.
Zitat von Herzenssache91: Dann wurde unser erstes Kind geboren. Eine wahnsinnig anstrengende erste Zeit, weil es sehr viel geweint hat. Wir haben uns beide etwas gehen lassen. Da ich sehr viel Wert auf mein Äußeres lege (...) habe ich nach einer Weile meinen Hintern hochbekommen und zu meiner alten Form wieder gefunden. Mein Mann hat seit unserem Kennenlernen ca. 20 Kilo zugenommen.
Zitat von Herzenssache91: Dann kam Kind Nummer zwei. Das gleiche ging wieder von vorne los. Nur eben mit zwei Kindern. Tagsüber hat man kaum Zeit ein Wort miteinander zu wechseln, das sich nicht um die Kinder dreht. Abends ging es dann um den Hausbau oder wir sind vollkommen fertig ins Bett gefallen. Nachdem das Haus stand bin ich dann wirklich in ein Loch gefallen (vor 2,5 Jahren). Ich hatte das Gefühl dass wir uns verloren haben. Der Sex hat mir gefehlt.
Zitat von Herzenssache91: Bis ein Jahr nach der Geburt unseres zweiten Kindes hatten wir ca. 2-4 mal im Monat Sex. Nicht mehr erfüllend, eher so ein bisschen aus Pflichtgefühl. Wir haben mit verschiedenen Spielen und Filmchen versucht unser Sexleben wieder aufregender zu gestalten – aber es hat nicht wirklich hingehauen. Mein Mann wäre damit wohl zufrieden gewesen. Ich kann mich nur schwer auf Sex einlassen, wenn der Kopf die ganze Zeit sagt, dass hier was nicht stimmt.
In deinem Beitrag auf der vorigen Seite hast du es noch einmal kurz zusammen gefasst - was da passiert ist so Standard, dass es tausenbdfach passiert: Frau und Mann heiraten, bekommen zwei Kinder und bauen ein Haus. Als Lebensleistung garnicht schlecht und mit Mühe und Arbeit verbunden. Kann man in gewisser Weise auf stolz sein.
Doch offenbar ist es für manche der Knackpunkt der Belastung. Viele verlieren sich in der täglichen Routine, unterschätzen Arbeit und Erschöpfgung, verlieren sich aus den Augen oder fühlen sich (bewußt oder unbewußt, real oder nur angenommen) aufgrund der hohen Belastung vom anderen im Stich gelassen. Diese Lebensphase überstehen als Paar eher die, die dies als Chance begreifen und spannendes Projekt statt als Belastung. Und die sich genügend Paarzeit nehmen. So wie du schreibst bist du das wohl angegangen, aber es hat dir nicht genügt.
Und so ist anzunehmen, dass es dir auch in Zukunft nicht genügen wird. Auch wenn dein Mann damit zufrieden ist (abgesehen vom fehlenden Sex). Wenn dir Sex fehlt, du aber mit deinem Mann keine Lust dazu hast - dann ist doch die logische Antwort eher welche? Aber dazu kannst du dich nicht entschliessen. Daher ist doch logisch, dass du dich mit deinen Träumen begnügen musst wenn du nicht in die Puschen kommst.