JuVeNiLe
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Zitat von Stef79:Meine Schuld dabei ist, das ich es zugelassen habe weil mein Selbstwert ganz unten ist. Und ich weiß um ehrlich zu sein auch nicht so recht wie ich es anstellen soll es wieder aufzubauen.
Zitat von Isie:@ JuVeNiLe
Sehr treffend geschrieben und beschrieben teilweise.
Bist dir deiner selbst und deines Wertes gut bewusst.
Ich bin da auch kein Meister und mein Selbstwert ist auch nicht immer oben. Aber ich habe ihn auf einer guten Basis, die mir meine jetzige Trennung um einiges erträglicher macht.
Ich bin wie gesagt mal durch die Hölle gegangen. Meine Gesundheit hatte durch die Trennung arg gelitten, ich sah sch. aus, schlief kaum noch und trauerte viel hinterher. Bis ich eines Morgens in den Spiegel schaute, ein eingefallenes Gesicht mit leeren Augen sah und mir die Frage stellte: "Sch... Wer ist das?". Das war mein Aufweckmoment. Ich wollte nicht mehr so sein und mich auch nie mehr so fühlen... Doch wie macht man das? Wie kann man diese tiefen Löcher vermeiden und trotzdem Liebe geben? Ist theoretisch gar nicht so schwer. In dem man sich selbst Wert zuschreibt.
Praktisch sieht das schon anders aus, denn wie kann man bei sich selbst Wert aufbauen? Ich kann nur sagen, was bei mir geklappt hat:
1. Ich habe mich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinander gesetz. Selbstwert, Selbstbewusstsein, Aufbau eines glücklichen Lebens... Ich habe also auch viel Theorie inhaliert. Muss nicht mal viel sein... 1, 2 Bücher haben schon gereicht um mich besser zu fühlen und meine Probleme anzugehen.
2. Ich schrieb mir Ziele auf: 1, 5, 10 Jahre. Was will ich alles erreichen. Und was muss ich dafür tun? Z.B. meine Wunschländer bereisen (Check ^^), ein Instrument lernen (noch offen), wieder regelmäßig Sport machen, mich mit Fotografie auseinander setzen, mindestens 1 Buch pro Woche lesen und und und... kurzfristige und langfristige Ziele und dafür arbeiten. Müssen noch nicht mal große Ziele sein. Aber man muss dahinter stehen und sie wirklich wollen. Und je mehr man auf seiner persönlichen Liste abhaken kann, umso besser fühlt man sich
3. Sport, Sport und nochmals Sport... gilt ja überall schon fast als Standardtipp, aber ich kann ihn hier nur wiederholen. Sport löst Gedanken, befreit, man tut was für seinen Körper und es tut einfach nur gut.
4. Raus gehen, Freunde treffen, seinen Hobbys und Leidenschaften nachgehen. Und damit nicht aufhören, nur weil man in einer Beziehung ist. Alternativen haben. Sein eigenes Leben trotzdem leben. Man bekommt beides ganz gut unter einen Hut (gut bei Kindern kenne ich mich noch nicht aus, die fehlen leider noch)...
Hat man sein eigenes Leben, hat man Alternativen. Diese führen sogar dazu, nicht zu klammern und anhänglich und abhängig zu werden. Und man fällt definitiv nicht in ein so tiefes Loch, als wenn man alles für die Beziehung und den/die Partner/in aufgibt.
Aber das waren auch meine Maßnahmen, die auch dazu führten, das ich die jetzige Trennung bei weitem besser durchlebe, trotzdem ich sie so sehr gemocht habe... Was einem gut tut, muss aber jeder selbst entscheiden. Wichtig ist, das man nicht nur redet und labert, sondern alles aktiv angeht. Auch hier sind Taten > Worte. Aber man darf auch nicht übertreiben. Stück für Stück. Jeden Tag ein wenig. Dann kämpft man sich langsam da raus und erhält Stück für Stück sein Leben zurück und fällt nicht in ein Loch zurück, weil man nicht das schafft, was man sich vorgenommen hat.


das muss hart sein