Zitat von ktxhbye:
Liebe @Nela-Mary ich verstehe dich da sooooo gut! Es ist bei mir sehr ähnlich, egal ob bei meinen Freundinnen oder auch meiner Mama z. B., die nicht verstehen warum ich immer noch "so an ihm hänge" und überhaupt über ihn rede. Dabei ist die Trennung nicht Mal volle 3 Monate her. Eine Freundin benutze sogar dieselbe Formulierung "setz einen Haken dran und konzentriere dich auf Next"... Wenn es so einfach wäre.
Ja so ein Bulls** oder? Ich glaube sowas kann man echt nur sagen, wenn man noch nicht in der Situation gesteckt hat.
Was hilft es denn, wenn ich einfach nicht mehr über jemanden rede? Das heißt doch dann nicht, dass ich nicht trotzdem an ihn denke. So nach dem Motto: Rede nicht über ihn, dann vergisst du ihn schneller. Das klappt bestimmt total gut.

Aber in der heutigen Gesellschaft muss es einem ja immer gut gehen, bzw. muss man auf jeden Fall so tun.
Dass Reden unheimlich bei der Verarbeitung hilft, verstehen viele scheinbar nicht, sondern sehen es als "daran festklammern". Dann lieber Verdrängen oder was? Kein Wunder, dass es gefühlt immer mehr Menschen gibt, die beziehungsgestört sind, wenn man die alten Sachen nie wirklich verarbeitet, sondern immer direkt einfach den/die Nächste nimmt. Ist einfach nicht so meine Einstellung. Für mich ist eine Beziehung etwas besonderes, wichtiges, dass ich nicht einfach so austauschen kann, als wäre es egal, mit wem ich eigentlich zusammen bin.
Zitat von ktxhbye:Ich bin heute um 3 Uhr nachts nach dem Traum aufgewacht und habe in Gedanken zu ihm gesprochen, wie sehr ich ihn dafür hasse, dass er mir das angetan hat, dass ich es unfair finde, dass ich ihm nachtrauere während er sich schon längst ein neues, besseres Leben gestaltet hat mit einer neuen Flamme an seiner Seite. Vor allem hasse ich dieses Gefühl, dass ich für ihn absolut gar keine Rolle mehr spiele und es ihm ohne mich so viel besser geht, das tut sehr weh. Dann kam ich auf den Gedanken, dass er mir als Person eigentlich langsam ziemlich egal ist. Diese Schmerzen resultieren aus der Enttäuschung, verletztem Stolz und geknicktem Ego. Er hat damit nichts mehr zu tun. Nur projiziere ich diesen Schmerz auf ihn, als Person. Dabei sind es meine eigenen Probleme. Noch bin ich auf der Suche, wie ich diese nachhaltig beseitigen kann. Es fällt mir manchmal nur so schwer, das alles so zu akzeptieren.
Kann ich alles nachvollziehen.
Aber denke immer daran: Es geht ihm ohne dich nicht besser. Das denkt er im Moment vielleicht, aber auch bei ihm wird die neue Verliebtheit nachlassen und dann wird er wieder an den gleichen Punkt kommen wie bei dir.
Das Leben ist lang und hält für jeden von uns noch Positives und Negatives bereit - auch für deinen Ex.
Es ist doch schon mal gut, dass du anerkennst, woher dein Schmerz kommt. Das war bei mir die letzten Wochen genauso - viel verletzter Stolz, etc. Erst jetzt habe ich langsam wieder angefangen, die eigentliche Trennung zu verarbeiten.
Man muss halt durch das alles durch, um dann hinterher wirklich frei zu sein. Unsere Exfreunde haben sich davor gedrückt - ja, auch mir fällt das manchmal schwer zu akzeptieren und ich wünsche ihm, dass er damit auf Dauer nicht durchkommt - aber wenn wir dann damit durch sind, werden wir wirklich zu 100% frei sein. Unsere Exfreunde hingegen nicht. Niemand, der nur verdrängt, wird jemals wirklich frei sein.
Meiner drückt sich ja immer noch davor, den endgültigen Schlussstrich zu ziehen, indem er mir meine Sachen zukommen lässt. Warum? Man weiß es nicht.