Zitat von Ex-Mitglied:Denn auch wenn ich mich selber auf einem guten Weg sehe, in Situationen, wie z.B. eine kleine Meinungsverschiedenheit mit meinem EM merke ich, dass ich doch gelegentlich in alte Denkmuster zurückfalle.
Sehr gut! Das ist auch einer der schwierigen Hürden, sich selbst dabei zu beobachten.
Vor allem in der Anfangsphase einer Trennung wird meist der Schmerz zu sehr in sich hineingefressen, unterdrückt, verdrängt etc. und somit auch keine Selbstannahme. Wie denn auch, wenn zu diesem Zeitpunkt der Ex zu 90% noch fokussiert wird.
Aber mit der Zeit werden die Gedanken etwas klarer und das beste was man daraus machen kann ist, sich selbst ins Gebet zu nehmen, über sich selbst urteilen und so wie du schon sagst, die alten Denkmuster rechtzeitig erkennen (Das sind große Fortschritte).
Somit hast du auch eine Art Indikator, um zu sehen, wie weit deine Fortschritte sind.
Ich selbst habe das selbst mal erlebt. Die alten Denkmuster an mir erkannt, keine Frage, aber erst wenn einem der/die Ex nicht mehr kümmert, ist das Auftreten wieder ganz neutral, höflicher, netter, geschmeidiger und auch zum Teil harmonisch.
Nur das braucht alles halt seine Zeit und wenn es so weit ist, dann hat man, ich sag mal zu 90% gar kein Interesse mehr an den Ex, geschweige man ist ohnehin schon mit wem anderen glücklich.
Deshalb ist es für mich so, dass der/die Ex eine Ex ist auch bleiben soll. Ist doch so in den meisten Fällen. Warum sollte man da eine längere Zeit drauf rumsitzen und sich mit Hoffnungen zuschütten?
Am Ende denkt man sich dann. F..k, hätte ich doch bloß früher das abhaken sollen, wobei ich so viele Monate/Jahre damit verschwendet habe (ihm/ihr so lange nachgeheult habe).
Deshalb soll man sich für den ganzen Kummer richtig viel Zeit nehmen, aber nicht zu viel.
Zeit nehmen so wenig wie
möglich, aber so viel wie
notwendig, wenn ihr versteht?
Hängt wie immer von der Beziehungsdauer ab. Ob 1 Jahr oder 15 Jahre, macht das schon viel aus. Gefühlssache.
@Luhmann
Das ist gut, dass du dir eine andere Rolle zuweist. Um das längerfristiger halten zu können, ist es gut, wenn du dir gedanklich davon ein Filmchen drehst, wie es zwischen euch im Grunde so war, die Beziehung. Dadurch stoßt du mit Glück auch auf Fehlerquellen, ihrerseits.
Am besten von Außen alles sehen. Ist zwar nicht immer leicht, aber mit etwas Übung schafft man auch das. Wie soll ich sagen. Stell dir vor, Du wärst ein völlig anderer und sie auch eine andere. Egal was, alles läuft genau so ab wie bei euch in der Beziehung, aber nur haben die andere Namen oder es sind von dir Bekannte. Du verstehst schon.

Gefühle alle zulassen klar, aber das soll dann so in etwa geschehen, dass du für diese 2 Personen (ihr mit anderen Namen, andere Menschen) eine Art Mitgefühl aufbringen kannst, aber keinesfalls Mitleid.
Du kennst das bestimmt vom Kino. Irgendein Streifen läuft und irgendwas geht am Ende tragisch aus.
Klar, Emotionen kommen hoch. War aber nur Mitgefühl. Weil?
Am nächsten Tag, hast du das längst wieder vergessen. Bei Mitleid frisst man nur in sich hinein und geht auf den Selbstwert. Klaro?
Zitat von fe16:Wenn er wüsste was der hinter grund deiner Gedanken ist , und das du es für dich so siehst
Würde er dir recht geben .
Im Normalfall , wirklich Normalfall ist es eine Kontaktspeere
Hello fee16

Ich kenne den Hintergrund. Für mich ist es nach wie vor auch eine Kontaktsperre.
Klar, Informationssperre so kann man es auch sehen und gehört auch irgendwie dazu. Gehen sozusagen Hand in Hand.
Für mich beinhaltet eine Kontaktsperre auch, sämtliches Stalken oder Informationen über Dritte (gemeinsamer Freundeskreis z.B.) einholen, zu unterlassen. Also Informationssperre gehört auch dazu. Ansichtssache, jeder wie er meint.
Und auch wenn es für den Einen oder Anderen überdosiert schien, kann ich nur sagen, dass es immer drauf ankommt, in welcher Phase man sich befindet. Für einen Hilflosen ist es jedenfalls hilfreicher die Kernpunkte einer Kontaktsperre zu verstehen als wie schon erwähnt, die Kontaktsperre nur als Wort zu sehen (oberflächlich), ohne einen Ansatz dafür haben, was man außer Warten sonst noch tun kann. Ist man mitten drin in der Phase wo man anfängt, sich wiederzufinden, dann ja überdosiert. Als Beipackzettel war das keinesfalls so zu verstehen.
Es gibt immer eine 1A Lösung bei einer Trennung und zu 99% hilft da (nur) eine Kontaktsperre.
Zitat von Chrissi26:Gestern z. B. hatte ich mal wieder ein krasses Tief wie schon lange nicht mehr.... Heute geht es mir wieder viel besser
Ein Schritt zurück, zwei Schritte nach vor
Zitat von Chrissi26:Das wichtige ist auch, die Gedanken, Gefühle etc. zuzulassen, aber nicht darin zu verharren.
Genau so ist es.
Zitat von Chrissi26:Ich weiss, dass ich es irgendwann geschafft habe
Das weißt nicht nur Du, sondern ich auch

@Moonshadow0
Schwieriges Brett, wenn da Kinder im Spiel sind, aber du deutest es schon richtig mit "gelockerten" Kontaktsperre. Dazu muss man leider erst ein Gefühl dafür finden.
Mag für dich schon einigermaßen gut klappen, aber bereite dich mal vor auf einige Tiefs.
Kommt noch alles mit der Zeit, aber das Gute ist, auch Du wirst das durchstehen wie halt viele andere hier.
Zitat von Lolli96:Ich hatte mich unter diesem thread schonmal gemeldet und frag mich einfach nur, wie man dieses elende Vermissen aushält, während man warten muss. Gerade dann, wenn man anfängt, sich zu verändern und es dem Ex am liebsten ins Gesicht brüllen würde
Tja, das Vermissen würde schneller abnehmen, wenn du nicht auf Warten fokussiert bist.
Nutze die Zeit lieber für Dinge, die du aufarbeiten kannst oder dich erstmal hier reichlich einliest.