solea
Gast
Zitat von FeelingBlue:Es ist keine Wut es ist eher Verzweiflung. Wie kann er sich in die Opferrolle begeben, wie dreist ist es zu behaupten dass ich keine Ahnung habe wie schwer loslassen ist, wenn ich ihm seit 6 Wochen nichts anderes sage als da dass ich gerne den Trennungsgrund erfahren möchte, ihm sage wie es mir geht und alles was er übrig hat sind diese wenigen Worte?! Seit Wochen bin ich hier unterwegs. Ich habe schon bald keine Kraft mehr zu schreiben.
Es ist irgendwie surreal. Wie ein schlechter Film. Sowas kenne ich nicht.
Ich kann das nicht einfach ad acta legen.
Dennoch bin ich für Ratschläge offen, wie ich mit dieser Situation umgehen kann. Es ist ja auch ein wenig selbstzerstörerisch. Man wird als Nichtschwimmer gezwungen Apnoe zu tauchen. So fühlt es sich an. Wenn ich zwei Wünsche frei hätte wären das Gelassenheit im Bezug zu dieser Situation und das Vertrauen dass alles so sein muss.
Liebe FeelingBlue,
bitte glaub mir - diese Gefühle kenne ich nur zu gut.
-nicht nur so dahin gesagt-
Und ich kenne die Schmerzen und die Verzweiflung.
Irgendwann (ich habe keine Ahnung mehr, wann das angefangen hat) kam mir der Gedanke: oh wie gut, dass er nicht eingewilligt hat in eine engere gemeinsame Zeit. Ich hätte ihm die größere Nähe zugestanden, in jedem Fall. Und das wäre nicht gut ausgegangen für mich, so sehr ich es auch ersehnt und gewünscht habe.
Es hat lange gedauert, zugegeben. Und ich werde die Liebesgefühle, die ich ihm gegenüber empfunden habe, niemals vergessen und sorgfältig hüten.
Aber: heute bin ich (auch) froh, dass er nicht hier ist, in meiner Wohnung, in meinem Leben. Ich hatte die Kontrolle ein gutes Stück abgegeben; und ich hatte nicht wirklich die Wahl, es war mehr wie ein Tsunami.
Mein Rat also: hab Geduld. Sieh auf Dich. Was tut Dir gut? Wie möchtest Du Dich verhalten? Wie möchtest Du Dich positionieren? Womit geht es Dir auch noch später gut? Gibt es eine kleine Schnittmenge? Einen sozusagen kleinsten gemeinsamen Nenner (Weg)?
Erstmal heute einen schönen Samstag!


