Hank-Moody
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Mir gehts wie vielen von Euch, wenn ich "rückfällig" zu werden drohe, lese ich hier im Forum. Und es hilft. Wobei sich sie die Gefahr der Rückfälligkeit bei mir eigentlich gar nicht mehr stellt, weil ich gar nicht wüsste, was ich ihr schreiben soll. Sie hat mich Anfang März nach 3 Jahren Beziehung verlassen, ich habe gekämpft, gelitten, beim Versuch, sie "zurück" zu gewinnen jeden Fehler gemacht, den es gibt und nach diversen mehrwöchigen Kontaktsperren ist nun die ultimativ letzte angebrochen. Seit nunmehr 16 Tagen. Ich bin mir nicht sicher ob die 16 Tage als solche zählen, denn letzten Samstag haben wir uns blöderweise (wortlos) auf einer Party getroffen, aber seither ist immerhin Funkstille.
Was mich sehr irritiert und mitnimmt ist der Umstand, dass ich trotzdem immer an sie denken muss, zum einen natürlich wegen der vielen Erinnerungen, zum anderen weil ich weiß, wie gut es ihr jetzt geht ohne mich geht. Sie hat neue Freunde, tingelt von einer Party zu nächsten, während ich meist alleine grübelnd zu Hause sitze (scheint so ein Männerding zu sein, verglichen mit den Erfahrungen meiner Leidensgenossen hier...). Ich kann mir da schon einreden, dass ich unser Beziehungsende wenigstens aufarbeite während sie sich sehr erfolgreich davon ablenkt, wenn ich könnte würde ich aber liebend gerne tauschen...
Immerhin kann ich mittlerweile akzeptieren, dass eine Fortführung unserer Beziehung zum aktuellen Zeitpunkt absolut keinen Sinn macht. Sie ist jung (23, ich 32), lebt, hat sich nach dem Aus aus meiner Sicht radikal verändert und eine Seite an ihr zum Lebensmittelpunkt gemacht, die mir bis dato völlig fremd an ihr war. Sie hat für ihren Freiheitsdrang viel geopfert, z.B. sehr schöne Beziehungen zu unseren jeweiligen Familien, eine gemeinsame Wohnung, finanzielle Sicherheit, eine angenehme Zukunftsperspektive mit tollem gemeinsamen Nenner... WENN das wirklich nur eine Phase war/ist und wir füreinander bestimmt waren, werden wir uns wieder über den Weg laufen. Meine Herausforderung ist, diese Zeit auch für mich zu nutzen und daran zu wachsen. Das gelingt mir derzeit nur bedingt, vor allem weil ich mit meiner neuen Freiheit nicht wirklich etwas anzufangen weiß weil meine "Infrastruktur" nicht darauf ausgelegt ist. Mein Freundeskreis ist altersbedingt recht gesattelt und kaum mehr zu Schandtaten zu bewegen und alleine will das noch nicht so recht klappen. Und die Frauen, die ich seither kennengelernt habe, spiegeln mich alle auf wunderbare Weise, was in meinem Fall bedeutet, sie haben und hatten alle einen Knacks...
Wie auch immer... Ich versuche stark zu sein und schließe mich Euch (weiterhin) an.
Ihr wisst ja: am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende.


